
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Mannheim
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Eingriffe in Mannheim. greeNature begleitet Ihre Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) als Full-Service-Partner, von der Bedarfsanalyse über die Flächenzuordnung bis zur Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde der Stadt.
Die Stadt Mannheim im Überblick
Mannheim ist eine kreisfreie Stadt (Stadtkreis) im Regierungsbezirk Karlsruhe und nach Stuttgart die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs. Sie liegt am Zusammenfluss von Rhein und Neckar und ist kleinräumig in 17 Stadtbezirke und 38 Stadtteile gegliedert. Als kreisfreie Stadt nimmt Mannheim die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr.
Naturräumlich liegt das gesamte Stadtgebiet im Oberrheinischen Tiefland (D53). Prägend sind die Rhein- und Neckarauen mit Hartholz-Auwäldern und Altrheinarmen, die Sandrasen und Binnendünen der nördlichen Oberrheinebene sowie die stadtnahen Waldgebiete Käfertaler Wald und Dossenwald. Diese Standorte gehören zu den wärmegetönten und teils sehr trockenen Lebensräumen Deutschlands.
Im Stadtgebiet sind neun Naturschutzgebiete mit rund 689 Hektar ausgewiesen, darunter die Reißinsel als naturnahe Rheinauenlandschaft. Hinzu kommen Anteile am FFH-Gebiet Rheinniederung von Philippsburg bis Mannheim, am Vogelschutzgebiet Rheinniederung Altlußheim-Mannheim sowie am Landschaftsschutzgebiet Unterer Neckar zwischen Heidelberg und Mannheim.
Wirtschaftlich prägen der Industrie- und Handelsstandort, der Mannheimer Hafen, ein bedeutender Eisenbahnknoten sowie die Umnutzung großer Konversionsflächen ehemaliger US-Liegenschaften das Stadtbild. Wohnbau, Gewerbe und Verkehrsvorhaben lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus, die in Baden-Württemberg über die Ökokonto-Verordnung in Ökopunkten bewertet werden.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D53 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturschutzgebiet Reißinsel, naturnahe Rheinauenlandschaft mit Hartholzauwald und Flussdynamik, seit 1950 geschützt
- Naturschutzgebiete Hirschacker und Dossenwald sowie Backofen-Riedwiesen mit Sandrasen, Binnendünen und Auwiesen
- Anteil am FFH-Gebiet Rheinniederung von Philippsburg bis Mannheim (6716-341)
- Anteil am Vogelschutzgebiet Rheinniederung Altlußheim-Mannheim (6616-441)
- Landschaftsschutzgebiet Unterer Neckar zwischen Heidelberg und Mannheim
- Käfertaler Wald und Dossenwald als großflächige stadtnahe Waldgebiete
- Binnendünen und Sandrasen der nördlichen Oberrheinebene als seltene, wärmeliebende Trockenlebensräume
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und arbeitet in Baden-Württemberg konsequent mit der Bewertungssystematik der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). In Mannheim stimmen wir Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt ab, kennen die naturräumlichen Besonderheiten der Rhein- und Neckarauen sowie der Sandstandorte der Oberrheinebene und ordnen Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten passgenau dem jeweiligen Eingriff zu. Von der Bedarfsanalyse über die Flächenauswahl bis zu Umsetzung, Dokumentation und Monitoring übernehmen wir den gesamten Kompensationsprozess.
Typische Maßnahmen in der Stadt Mannheim
Auenrenaturierung am Rhein
Wiederanbindung von Altrheinarmen, Entwicklung von Hartholzauwald und Auwiesen sowie Förderung der natürlichen Flussdynamik. Diese Maßnahmen stärken den Auenverbund entlang des Rheins und schaffen hochwertige Ausgleichsflächen.
Gewässerrenaturierung am Neckar
Uferabflachungen, Anbindung von Altgewässern und Strukturanreicherung mit Totholz am Neckar und seinen Nebengewässern, verbessert die Durchgängigkeit und schafft Habitate für Eisvogel, Fische und Libellen.
Entsiegelung und Rückbau
Rückbau versiegelter Flächen auf Konversions- und Gewerbestandorten mit anschließender Boden- und Vegetationsentwicklung. Entsiegelung ist im dicht bebauten Stadtraum eine wirksame und gut anrechenbare Aufwertung.
Sandrasen und Magerstandorte
Pflege und Neuanlage von Sandrasen, Binnendünen und Magerstandorten der Oberrheinebene durch Entbuschung und extensive Nutzung, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, Reptilien und seltene Pflanzen.
Auwald- und Grünlandaufwertung
Entwicklung standortgerechter Auwälder und Extensivierung von Grünland in den Rhein- und Neckarniederungen im Stadtumland, fördert struktur- und artenreiche Lebensräume als dauerhafte Ökokonto-Flächen.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse, Fledermausquartiere und Laichgewässer für Amphibien.
Geschützte Arten im Oberrheinebene am Zusammenfluss von Rhein und Neckar
Zauneidechse auf Sandstandorten
Bahnanlagen, Dämme, Sandrasen und Binnendünen der Oberrheinebene sind Kernhabitate der Zauneidechse. Bei Eingriffen sind vorgezogene Umsiedlungen und die Anlage von Ersatzhabitaten mit Steinriegeln und Totholz gängige CEF-Praxis.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wald und Stadt
Käfertaler Wald, Dossenwald und alte Baumbestände sowie Gebäude bieten Quartiere für mehrere Fledermausarten. Quartiersschutz, der Erhalt von Höhlenbäumen und Ersatzquartiere sind typische Maßnahmen bei Bau- und Konversionsvorhaben.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien der Auen
Altrheinarme, Auengewässer und temporäre Kleingewässer beherbergen Kammmolch, Wechselkröte und weitere Amphibien. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer sind zentrale Elemente der Ausgleichsplanung in den Niederungen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Rhein und Neckar
Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden und Altgewässern bieten dem Eisvogel Brutplätze. Renaturierungen mit Uferabbrüchen und strukturreichen Gewässerrändern schaffen neue Habitate entlang der Flüsse.
Mehr zur Art ›Kiebitz in der Rheinniederung
Feuchte Wiesen und offene Niederungen der Rheinaue sind Lebensraum des Kiebitzes und weiterer Wiesenbrüter. Extensive Grünlandnutzung, Vernässung und angepasste Mahdtermine fördern die Bestände.
Mehr zur Art ›Amphibien der Kleingewässer
Neben dem Kammmolch profitieren weitere Amphibienarten von Blänken, Flutmulden und Kleingewässern in den Auen. Ihr Schutz erfolgt über die Anlage vernetzter Laichgewässer und den Erhalt von Landlebensräumen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau und Konversion
Die Umnutzung großer Konversionsflächen ehemaliger US-Liegenschaften wie Franklin, Spinelli und Turley sowie weitere Wohnbauvorhaben führen zu Flächeninanspruchnahme. greeNature entwickelt hierfür passende Ökokonto-Maßnahmen und ordnet Ökopunkte zu.
Gewerbe und Industrie
Der Industrie- und Handelsstandort mit Hafen, Logistik und produzierendem Gewerbe erzeugt bei Erweiterungen und Neubauten Kompensationsbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG. Grundstückseigentümer können Flächen als Ausgleichsflächen einbringen.
Verkehr und Infrastruktur
Als bedeutender Eisenbahnknoten und Autobahnstandort lösen Ausbau- und Neubauvorhaben an Bahnanlagen, Straßen und Rheinbrücke Ausgleichs- und Ersatzpflichten sowie artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG aus.
Grün- und Klimaanpassung
Stadtentwicklung und Freiraumprojekte, etwa im Umfeld der Bundesgartenschau 2023 und des Grünzugs Nordost, verbinden Siedlungsentwicklung mit Aufwertung von Grün- und Auenflächen und schaffen Anknüpfungspunkte für Kompensation.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Mannheim
Ökopunkte in der Stadt Mannheim anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat in der Stadt Mannheim.