Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung
Baden-Württemberg · ÖKVO
Naturraum D57 · D55 · D56
Regierungsbezirk Stuttgart

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Main-Tauber-Kreis

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Eingriffe im Main-Tauber-Kreis. greeNature begleitet Ihre Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) als bundesweit tätiger Full-Service-Partner, von der Bedarfsanalyse über die Flächenzuordnung bis zur Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.

1.304,12
km² Kreisfläche
~133k
Einwohner (2024)
18
Städte und Gemeinden
2
Naturräume D57/D55
11
FFH-Gebiete (Natura 2000)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Main-Tauber-Kreis im Überblick

Der Main-Tauber-Kreis ist der nördlichste Landkreis Baden-Württembergs und gehört zum Regierungsbezirk Stuttgart sowie zur Region Heilbronn-Franken. Kreisstadt ist Tauberbischofsheim, größere Kreisstädte sind Bad Mergentheim und Wertheim. Auf rund 1.304 km² leben etwa 133.000 Menschen in 18 Städten und Gemeinden. Der Kreis weist die geringste Bevölkerungsdichte aller baden-württembergischen Landkreise auf.

Namengebend sind die beiden Flüsse. Die Tauber durchzieht den Kreis der Länge nach und mündet bei Wertheim in den Main. Landschaftlich prägt der Muschelkalk das Tauberland, das den größten Teil des Kreisgebiets einnimmt und naturräumlich zu den Neckar- und Tauber-Gäuplatten (Naturraum D57) zählt. Der von Buntsandstein bestimmte Norden um Wertheim und Freudenberg gehört mit den Ausläufern von Odenwald und Spessart zum Naturraum D55 (Odenwald, Spessart und Südrhön), im Westen greift die Landschaft des Baulands über.

Ökologisch prägend sind die Muschelkalk-Trockenhänge mit artenreichen Kalkmagerrasen, Wacholderheiden, Trockenmauern und Lesesteinriegeln sowie die klimatisch begünstigten Weinbergslagen im Taubertal. Der Kreis hat Anteil an elf FFH-Gebieten des Natura-2000-Netzes, darunter Nordöstliches Tauberland und Unteres Taubertal, sowie an zwei Vogelschutzgebieten (Heiden und Wälder Tauberland, Wiesenweihe Taubergrund). Hinzu kommen 36 Naturschutzgebiete und die ausgedehnten Buntsandsteinwälder des nördlichen Kreisgebiets.

Wirtschaftlich prägen Maschinenbau, Holzverarbeitung und Glasindustrie den Kreis, dazu Weinbau im Taubertal und der Gesundheitstourismus rund um die Kurstadt Bad Mergentheim. Siedlungs-, Gewerbe-, Verkehrs- und Windenergievorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich in Baden-Württemberg über die Ökokonto-Verordnung in Ökopunkten bewertet und nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG erbracht wird.

Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung

🗺️ Zugehörige Naturräume

D57
Neckar- und Tauberland, Gäuplatten
Zum Naturraum D57 ›
D55
Odenwald, Spessart und Südrhön
Zum Naturraum D55 ›
D56
Mainfränkische Platten
Zum Naturraum D56 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Tauberbischofsheim (KS)Bad MergentheimWertheimLauda-KönigshofenKülsheimBoxbergCreglingenWeikersheimNiederstettenGrünsfeldFreudenbergIgersheimWerbachGroßrinderfeld

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Anteil an elf FFH-Gebieten des Natura-2000-Netzes, darunter Nordöstliches Tauberland und Unteres Taubertal
  • Vogelschutzgebiete Heiden und Wälder Tauberland sowie Wiesenweihe Taubergrund
  • Muschelkalk-Trockenhänge mit artenreichen Kalkmagerrasen, Wacholderheiden und Trockenmauern
  • 36 Naturschutzgebiete auf rund 1.030 Hektar Kreisfläche
  • Weinbergslandschaft des Taubertals mit Trockenmauern aus rotem Sandstein im Norden
  • Tauber als prägende Verbundachse mit Mündung in den Main bei Wertheim
  • Buntsandsteinwälder von Odenwald und Spessart im Norden als Rückzugsraum der Europäischen Wildkatze

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und arbeitet in Baden-Württemberg konsequent mit der Bewertungssystematik der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Main-Tauber-Kreises ab, kennen die naturräumlichen Unterschiede zwischen dem Muschelkalk-Tauberland und den Buntsandsteinlagen des Odenwald- und Spessartrands und ordnen Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten passgenau dem jeweiligen Eingriff zu. Von der Bedarfsanalyse über die Flächenzuordnung bis zu Herstellung, Pflege und Monitoring übernehmen wir den gesamten Kompensationsprozess.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Main-Tauber-Kreis

🐑

Kalkmagerrasen und Wacholderheiden

Wiederherstellung und Pflege der Muschelkalk-Trockenhänge im Tauberland durch extensive Schafbeweidung und Entbuschung, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, Orchideen, Zauneidechse und seltene Pflanzenarten.

🧱

Trockenmauern und Lesesteinriegel

Instandsetzung und Neuanlage von Trockenmauern, Weinbergsmauern und Steinriegeln in der Terrassenlandschaft des Taubertals, Trittsteinbiotope für Reptilien, Wildbienen und wärmeliebende Arten zwischen den Magerstandorten.

🍎

Streuobstwiesen

Anlage und Reaktivierung hochstämmiger Streuobstbestände an den Talrändern und Ortsrändern, Lebensraum für höhlenbrütende Vögel, Fledermäuse und Wildbienen, gesichert durch extensive Mahd und Nachpflanzung.

💧

Gewässerrenaturierung an Tauber und Main

Rückbau von Uferverbauungen, Anlage von Gewässerrandstreifen und Anbindung von Auebereichen an Tauber, Main und ihren Zuflüssen, Verbesserung der Durchgängigkeit und Schaffung von Habitaten für Eisvogel, Biber und Fische.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse, Fledermausquartiere und Laichgewässer für die Gelbbauchunke.

🌳

Naturnaher Waldumbau und Waldränder

Entwicklung struktur- und totholzreicher Laubmischwälder sowie gestufter Waldränder in den Buntsandsteinwäldern des Odenwald- und Spessartrands, Förderung von Alt- und Höhlenbäumen als Quartiere für Fledermäuse, Spechte und die Wildkatze.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Tauberland und Sandsteinodenwald im fränkisch geprägten Norden Baden-Württembergs

🦎

Zauneidechse auf Trockenstandorten

Kalkmagerrasen, Trockenmauern, Weinbergsbrachen und Bahndämme im Taubertal sind Kernhabitate der Zauneidechse. Bei Eingriffen sind vorgezogene Umsiedlungen und die Anlage von Ersatzhabitaten mit Steinriegeln und Totholz gängige Praxis.

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🐈

Wildkatze in den Buntsandsteinwäldern

Die zusammenhängenden Laubwälder von Odenwald und Spessart im Norden des Kreises zählen zu den Rückzugsräumen der Europäischen Wildkatze. Störungsarme, totholzreiche Wälder und vernetzte Gehölzstrukturen fördern die streng geschützte Art.

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🦇

Fledermäuse in Wäldern und Streuobst

Alte Laubwälder, Streuobstbestände und Gebäude im Kreisgebiet dienen mehreren Fledermausarten als Quartier und Jagdlebensraum. Der Erhalt von Höhlenbäumen und Quartierhilfen sichern nach § 44 BNatSchG geschützte Fortpflanzungs- und Ruhestätten.

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🌾

Feldlerche der offenen Gäulandschaft

Die offenen Ackerfluren des Tauberlands und des Baulands sind Lebensraum der Feldlerche und weiterer Feldvögel, darunter die im Taubergrund brütende Wiesenweihe. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstrukturen zählen zu den passenden Aufwertungsmaßnahmen.

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🐸

Gelbbauchunke und Amphibien

Steinbrüche und Abbaustellen im Muschelkalk sowie Auen an Tauber und Main beherbergen Pionierarten wie die Gelbbauchunke sowie den Kammmolch. Temporäre Kleingewässer und fischfreie Laichgewässer sind zentrale Elemente der Ausgleichsplanung.

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🐦

Eisvogel an Tauber und Main

Naturnahe Uferabschnitte an Tauber und Main bieten dem Eisvogel Brutplätze in Steilwänden. Renaturierungen mit Uferabbrüchen und strukturreichen Gewässerrändern schaffen neue Habitate für die streng geschützte Art.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Der Ausbau von Bundes- und Landesstraßen im Tauber- und Maintal, Ortsumgehungen sowie Maßnahmen an der Bahnstrecke erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG. greeNature entwickelt hierfür naturraumtreue Ökokonto-Maßnahmen.

⚡

Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik

Windenergievorhaben auf den Höhen des Tauberlands und Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Ackerstandorten erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG, insbesondere FCS-Maßnahmen für windkraftsensible Arten wie Fledermäuse und Greifvögel.

🏘️

Siedlungs- und Gewerbeentwicklung

Wohn- und Gewerbegebiete in Bad Mergentheim, Wertheim, Tauberbischofsheim und den Umlandgemeinden führen zu Flächenversiegelung. Grundstückseigentümer können geeignete Flächen als Ausgleichsflächen einbringen, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung und Monitoring.

🏭

Industrie und Rohstoffabbau

Maschinenbau, Holzverarbeitung und die Glasindustrie in Wertheim sowie der Muschelkalkabbau erweitern regelmäßig ihre Flächen. Solche Vorhaben erzeugen Kompensationsbedarf, der nach ÖKVO in Ökopunkten auszugleichen ist.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

NE
Landkreis Neckar-Odenwald-Kreis
Westlicher Nachbar, Bauland und Odenwald
HO
Landkreis Hohenlohekreis
Südlicher Nachbar, Hohenloher Ebene
SC
Landkreis Schwäbisch Hall
Südöstlicher Nachbar, Hohenlohe-Franken
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Main-Tauber-Kreis

Der Kreis hat Anteil an zwei BfN-Naturräumen. Der größte Teil mit dem Muschelkalk-Tauberland gehört zu den Neckar- und Tauber-Gäuplatten (Naturraum D57). Der von Buntsandstein geprägte Norden um Wertheim und Freudenberg zählt mit den Ausläufern von Odenwald und Spessart zum Naturraum D55 (Odenwald, Spessart und Südrhön). Die genaue Naturraumzuordnung des Eingriffs ist für die Bewertung der Kompensation maßgeblich, greeNature ermittelt sie für Ihr Vorhaben.
In Baden-Württemberg richtet sich die Bewertung nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). Aufwertungen von Natur und Landschaft werden dabei in Ökopunkten ausgedrückt und in einem behördlich anerkannten Ökokonto geführt. Sie dienen dem Ausgleich von Eingriffen nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Flächenzuordnung und die Abstimmung mit der Behörde.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Umweltschutzamt, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung des Ökokontos bis zur Abnahme.
Im Tauberland stehen die Pflege von Kalkmagerrasen und Wacholderheiden, die Instandsetzung von Trockenmauern und Lesesteinriegeln sowie Streuobstwiesen im Vordergrund. Entlang von Tauber und Main sind Gewässerrenaturierungen verbreitet, in den Buntsandsteinwäldern des Nordens naturnaher Waldumbau. Hinzu kommen artenschutzrechtliche CEF-Maßnahmen, etwa für Zauneidechse, Fledermäuse und Gelbbauchunke.
Bei Betroffenheit streng geschützter Arten sind vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) erforderlich, damit die ökologische Funktion durchgehend erhalten bleibt. Reichen diese nicht aus, kommen Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) in Betracht. Liegen Vorhaben nahe an FFH-Gebieten, ist zusätzlich eine Verträglichkeitsprüfung nötig. greeNature bindet den Artenschutz von Anfang an in die Planung ein.
Ja. Besonders geeignet sind aufgabegefährdete Magerrasen und Weinbergsterrassen, Ackerflächen des Tauberlands und Baulands sowie Talstandorte mit Potenzial für Streuobst oder Feuchtgrünland. Sie bleiben Eigentümer der Fläche und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Anerkennung nach ÖKVO, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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