
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Konstanz
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Konstanz, bewertet nach dem Biotopwertverfahren der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) und geführt über anerkannte Ökokonten. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung, Artenschutz und CEF-Maßnahmen zwischen Hegau, Bodensee und Bodanrück.
Der Landkreis Konstanz im Überblick
Der Landkreis Konstanz liegt im äußersten Süden Baden-Württembergs am Bodensee und grenzt an die Schweizer Kantone Thurgau und Schaffhausen. Er gehört zum Regierungsbezirk Freiburg. Sitz der Kreisverwaltung ist die Große Kreisstadt Konstanz, weitere große Städte sind Singen (Hohentwiel) und Radolfzell am Bodensee. Auf rund 818 Quadratkilometern leben etwa 292.000 Menschen in 25 Städten und Gemeinden.
Landschaftlich ist der Kreis zweigeteilt. Der überwiegende Teil gehört zur BfN-Großlandschaft Voralpines Hügel- und Moorland (D66) mit dem Bodenseebecken, dem Bodanrück zwischen Untersee und Überlinger See sowie dem vulkanisch geprägten Hegau mit seinen markanten Kegelbergen wie Hohentwiel und Hohenhewen. Der nordwestliche Rand um Tengen und Watterdingen hat mit der Hegaualb Anteil an der Schwäbischen Alb (D60).
Ökologisch prägend sind die Feuchtgebiete am Untersee. Das FFH-Gebiet Mettnau und Radolfzeller Aach sowie das Vogelschutzgebiet Untersee des Bodensees bilden zusammen ein großflächiges Natura-2000-Gebiet, hinzu kommen Naturschutzgebiete wie der Mindelsee bei Möggingen und das Radolfzeller Aachried. Ried- und Streuwiesen, Trockenhänge im Hegau und die naturnahen Ufer sind Lebensraum für zahlreiche europarechtlich geschützte Arten.
Wirtschaftlich prägen Industrie in Singen (unter anderem Aluminiumverarbeitung sowie Nahrungsmittel- und Pharmaproduktion), Tourismus am Bodensee, ein starker Mittelstand und die Hochschulstandorte den Kreis. Siedlungs- und Gewerbeentwicklung, der Ausbau von Straßen wie der A81 und der B33 sowie Schienenprojekte wie die Elektrifizierung der Hochrheinbahn lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich über Ökopunkte nach der ÖKVO zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Mettnau und Radolfzeller Aach unterhalb Singen sowie Vogelschutzgebiet Untersee des Bodensees als Natura-2000-Gebiet am Untersee
- Naturschutzgebiet Mindelsee bei Möggingen mit Verlandungszonen, Streuwiesen und Mooren
- Radolfzeller Aachried an der Mündung der Radolfzeller Aach in den Untersee
- Vulkanische Kegelberge des Hegaus (Hohentwiel, Hohenhewen, Hohenstoffeln) mit Trockenhängen und Felsbiotopen
- Halbinsel Bodanrück mit ausgedehnten Wäldern zwischen Untersee und Überlinger See
- Insel Reichenau als UNESCO-Welterbe mit Gemüseanbau und Uferzonen am Gnadensee
- 68 Naturschutzgebiete auf rund 4,5 Prozent der Kreisfläche
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch am Bodensee und im Hegau. Wir kennen das in Baden-Württemberg maßgebliche Biotopwertverfahren, die Anforderungen der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Konstanz. Für Eingriffe im Landkreis entwickeln wir passgenaue Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen in den Rieden des Untersees, an den Fließgewässern und auf den Trockenstandorten der Naturräume D66 und D60.
Typische Maßnahmen im Landkreis Konstanz
Ried- und Feuchtwiesenpflege am Untersee
Extensivierung und angepasste Mahd von Streu- und Feuchtwiesen im Umfeld von Mettnau, Radolfzeller Aachried und Mindelsee. Wiedervernässung und späte Mahdtermine sichern Lebensräume für Wiesenbrüter und feuchtwiesengebundene Arten und erzeugen anrechenbare Ökopunkte.
Gewässer- und Auenentwicklung
Rückbau von Uferverbauungen, naturnahe Entwicklung und Anbindung von Altarmen an Radolfzeller Aach und Stockacher Aach. So entstehen Steilufer, Flachwasserzonen und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.
Streuobst und Trockenhänge im Hegau
Neuanlage und Pflege von Streuobstwiesen sowie Entbuschung und Beweidung von Magerrasen und Trockenhängen an den Hegauvulkanen. Diese besonnten, mageren Standorte fördern Zauneidechse, Insekten und wärmeliebende Pflanzenarten.
Waldumbau am Bodanrück
Umbau strukturarmer Bestände in standortgerechte Laub- und Mischwälder mit Förderung von Alt- und Totholz sowie Waldrandgestaltung. Struktur- und höhlenreiche Wälder verbessern Lebensräume für Fledermäuse, Spechte und Haselmaus.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Böschungen und Bahndämmen, Fledermausquartiere sowie besonnte Ersatzlaichgewässer für Amphibien und Kammmolch.
Moor- und Kleingewässerschutz
Wiedervernässung von Nieder- und Übergangsmooren sowie Anlage besonnter Kleingewässer im Umfeld von Mindelsee und Hegauer Rieden. Solche Maßnahmen sichern amphibientypische Lebensräume und binden Kohlenstoff.
Geschützte Arten im Hegau, Bodensee und Bodanrück
Kiebitz und Wiesenbrüter
Die Riede und Feuchtwiesen am Untersee bieten Lebensraum für Kiebitz und weitere wiesenbrütende Arten. Wiedervernässung, angehobene Wasserstände und extensive Grünlandpflege mit späten Mahdterminen sind hier wirksame Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Aach und Bodenseeufer
Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden an Radolfzeller und Stockacher Aach sowie am Bodensee bieten dem streng geschützten Eisvogel Brutplätze. Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen sind typische CEF-Maßnahmen bei Eingriffen an Gewässern.
Mehr zur Art ›Zauneidechse im Hegau
Trockenhänge, Magerrasen, Böschungen und Bahndämme im Hegau sind Lebensraum der Zauneidechse und häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsprojekten. Ersatzhabitate mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen gehören zum Standard der artenschutzrechtlichen Kompensation.
Mehr zur Art ›Amphibien in Rieden und Kleingewässern
Laubfrosch, Gelbbauchunke und weitere Amphibien besiedeln Riede, Streuwiesen und wechselfeuchte Senken am Untersee und im Hegau. Neu angelegte, besonnte Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.
Mehr zur Art ›Fledermäuse am Bodanrück
Wälder, Baumhöhlen, Gebäude und die strukturreiche Kulturlandschaft dienen Fledermäusen wie Großem Mausohr und Zwergfledermaus als Quartier und Jagdgebiet. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Kammmolch in besonnten Gewässern
Der Kammmolch besiedelt fischfreie, gut besonnte Stillgewässer im Umfeld von Mindelsee und Hegauer Rieden. Anlage und Erhalt geeigneter Laichgewässer mit strukturreichem Umland sind hier wirksame Maßnahmen der Eingriffskompensation.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Siedlungs- und Gewerbeentwicklung
Wohn- und Gewerbegebiete in Konstanz, Singen und Radolfzell sowie die Erweiterung von Industriebetrieben führen zu Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Grundeigentümer können als Flächenanbieter über Ökopunkte profitieren.
Straßenbau und Verkehr
Ausbau und Sanierung von Bundes- und Landesstraßen wie der A81 mit Zulauf nach Singen und der B33 im Raum Allensbach sowie Ortsumgehungen lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die über das Biotopwertverfahren der ÖKVO bilanziert werden.
Schienenausbau am Hochrhein
Die Elektrifizierung und der Ausbau der Hochrheinbahn zwischen Basel und Singen sowie Vorhaben an der Gäu- und Bodenseegürtelbahn greifen in Böschungen, Gehölze und Gewässer ein und erfordern häufig artenschutzrechtliche Prüfungen und CEF-Maßnahmen.
Rohstoffgewinnung
Kies- und Gesteinsabbau im Hegau und im Bodenseeraum greift in Boden und Landschaft ein. Rekultivierung und begleitende Kompensation können neue Lebensräume schaffen, etwa besonnte Abgrabungsgewässer und Trockenstandorte für Amphibien und Reptilien.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Konstanz
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Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Konstanz.