Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung
Baden-Württemberg · ÖKVO
Naturraum D53 · D57
Regierungsbezirk Karlsruhe

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Karlsruhe

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) im Stadtkreis Karlsruhe, von der Rheinaue über den Hardtwald bis an den Kraichgaurand. Wir begleiten Vorhabenträger von der Bilanzierung bis zur Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.

173
km² Stadtfläche
~308.000
Einwohner
27
Stadtteile
Karlsruhe
Sitz des Regierungsbezirks
D53 · D57 · D54
BfN-Naturräume
Stadt und Ökologie

Die Stadt Karlsruhe im Überblick

Karlsruhe ist eine kreisfreie Stadt (Stadtkreis) im Nordwesten Baden-Württembergs und Sitz des Regierungsbezirks Karlsruhe. Auf rund 173 Quadratkilometern leben etwa 308.000 Menschen in 27 Stadtteilen. Als kreisfreie Stadt nimmt Karlsruhe die Aufgaben der unteren Naturschutzbehörde selbst wahr, zuständig ist das Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz. Die als barocke Fächerstadt angelegte Residenz ist Sitz von Bundesverfassungsgericht und Bundesgerichtshof sowie ein bedeutender Wissenschafts- und Technologiestandort mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Im Norden und Osten grenzt die Stadt an den Landkreis Karlsruhe, im Süden an den Landkreis Rastatt, im Westen bildet der Rhein die Grenze zum rheinland-pfälzischen Landkreis Germersheim.

Landschaftlich gliedert sich das Stadtgebiet in drei Räume. Der weitaus größte Teil liegt in der nördlichen Oberrheinebene mit den Hardtebenen und dem Hardtwald auf Sand und Binnendünen (BfN-Naturraum D53, Oberrheinisches Tiefland). Im Nordosten reichen um Durlach und Grötzingen die lössbedeckten Hügel des Kraichgaus heran, die naturräumlich zu den Neckar- und Tauber-Gäuplatten (D57) zählen. Im Südosten steigen bei Grünwettersbach, Palmbach und Hohenwettersbach die bewaldeten Randhöhen des Nordschwarzwaldes (D54) an. Prägend ist die Kinzig-Murg-Rinne, ein altes Flusssystem mit feuchten Senken und Gräben. Entwässert wird das Gebiet vom Rhein sowie von Alb und Pfinz.

Ökologisch bedeutend sind die großen Waldgebiete und die Rheinauen. Der Hardtwald ist als FFH-Gebiet Hardtwald zwischen Graben und Karlsruhe (6916-342) und als Vogelschutzgebiet Hardtwald nördlich von Karlsruhe geschützt, mit alten Eichenbeständen, Stillgewässern und offenen Sandflächen. Im Westen liegen die Rheinauen mit Altrheinarmen, darunter das Naturschutzgebiet Altrhein Maxau, die als Retentions- und Lebensraum dienen. Hinzu kommen Erlenbruchwälder und Kleingewässer der Kinzig-Murg-Rinne sowie mehrere Landschaftsschutzgebiete, etwa im Bereich des Oberwaldes im Süden der Stadt.

Karlsruhe ist Kern eines dichten Verdichtungsraums am Oberrhein mit Rheinhafen, Raffineriestandort, Technologiepark und Hochschulen. Wohnbau und Nachverdichtung, Konversionsflächen, Gewerbe- und Logistikstandorte, der Ausbau von Stadtbahn und Straßennetz (A5, A8, B10, B36) sowie Hochwasserschutz und die zweite Rheinbrücke erzeugen laufend Eingriffe in Natur und Landschaft. Für den daraus folgenden Ausgleichs- und Ersatzbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG ist in Baden-Württemberg die Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) maßgeblich, die Aufwertungen in Ökopunkten bewertet.

Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung

🗺️ Zugehörige Naturräume

D53
Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland
Zum Naturraum D53 ›
D57
Neckar- und Tauberland, Gäuplatten
Zum Naturraum D57 ›

📍 Stadtteile

Innenstadt-Ost (KS)Innenstadt-WestSüdstadtWeststadtOststadtMühlburgDaxlandenKnielingenNeureutWaldstadtDurlachGrötzingenRüppurrGrünwettersbach

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Hardtwald als eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete auf Sand und Binnendünen der Region, FFH-Gebiet Hardtwald zwischen Graben und Karlsruhe (6916-342)
  • Vogelschutzgebiet Hardtwald nördlich von Karlsruhe als bedeutendes Brutgebiet, geprägt von alten Eichenbeständen
  • Rheinauen im Westen mit Altrheinarmen und dem Naturschutzgebiet Altrhein Maxau als Retentions- und Lebensraum
  • Kinzig-Murg-Rinne mit feuchten Senken, Gräben, Erlenbruchwäldern und Kleingewässern im Stadtgebiet
  • Naturräumlicher Übergang von der Oberrheinebene (D53) über den Kraichgaurand um Durlach und Grötzingen (D57) bis zu den Schwarzwaldrandhöhen bei Grünwettersbach (D54)
  • Mehrere Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete im Stadtgebiet, darunter der Oberwald im Süden

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und arbeitet in Baden-Württemberg konsequent mit der Bewertungssystematik der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). Im Stadtkreis Karlsruhe stimmen wir Maßnahmen mit dem Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz als Unterer Naturschutzbehörde ab, kennen die Unterschiede zwischen Rheinaue, Hardtwald und Kraichgaurand und ordnen Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten passgenau dem jeweiligen Eingriff zu. Gerade im dicht bebauten Stadtraum sind Entsiegelung, Gewässerrenaturierung und die Aufwertung stadtnaher Flächen wirksame Ansätze. Von der Bilanzierung bis zum Monitoring übernehmen wir den gesamten Kompensationsprozess.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Karlsruhe

🌊

Gewässerrenaturierung

Revitalisierung von Alb, Pfinz und Altrheinarmen mit Uferabflachungen, Totholz und der Anbindung von Altgewässern. Das verbessert die Durchgängigkeit und schafft Habitate für Eisvogel, Amphibien und Fische im Stadt- und Auenraum.

🧱

Entsiegelung und Flächenrecycling

Rückbau versiegelter Flächen im Stadtgebiet und Umland, Wiederherstellung durchwurzelbarer Böden und naturnaher Vegetation. Die Aufwertung des Bodens und des Wasserhaushalts lässt sich in Ökopunkten bilanzieren.

🌾

Grünland- und Wiesenaufwertung

Extensivierung und Aufwertung von Grünland im stadtnahen Umland und in den feuchten Senken der Kinzig-Murg-Rinne, mit angepassten Mahdterminen zur Förderung von Wiesenbrütern und blütenreichen Beständen.

🌳

Waldumbau und Habitatbäume

Erhalt und Entwicklung alter Eichenbestände im Hardtwald, Sicherung von Habitat- und Höhlenbäumen sowie Totholz. Dies stützt Fledermäuse, holzbewohnende Käfer und höhlenbrütende Vögel.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse mit Sandlinsen und Steinriegeln sowie Fledermausquartiere.

💧

Kleingewässer und Amphibienbiotope

Anlage und Pflege von Tümpeln und Laichgewässern in Wald und Aue, Trittsteine für Kammmolch und weitere Amphibien und Ergänzung des Biotopverbundes in der Kinzig-Murg-Rinne.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Oberrheinebene, Hardtwald und Kraichgaurand

🦎

Zauneidechse auf Sandstandorten

Sandböden, Waldränder, Bahnanlagen und offene Flächen im Hardtwald sind Kernhabitate der Zauneidechse. Bei Eingriffen sind vorgezogene Umsiedlungen und die Anlage von Ersatzhabitaten mit Sandlinsen, Steinriegeln und Totholz gängige CEF-Praxis.

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🦇

Fledermäuse im Hardtwald

Alte Eichenbestände im Hardtwald, die Rheinauen und Gebäude im Stadtraum bieten Quartiere für mehrere Fledermausarten. Der Erhalt von Höhlenbäumen und die Anlage von Ersatzquartieren zählen zu den typischen Artenschutzmaßnahmen.

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🐸

Kammmolch in Waldtümpeln

Stillgewässer im Hardtwald und Altrheinarme in der Rheinaue beherbergen den Kammmolch. Die Anlage und Vernetzung besonnter, fischfreier Kleingewässer ist ein zentrales Element der Ausgleichsplanung.

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🐦

Eisvogel an Alb und Pfinz

Naturnahe Uferabschnitte an Alb, Pfinz und den Altrheinarmen bieten dem Eisvogel Brutplätze in Steilwänden. Renaturierungen mit Uferabbrüchen und strukturreichen Gewässerrändern schaffen neue Habitate.

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🌾

Feldlerche der Feldfluren

Die offenen Ackerfluren um Neureut, Grötzingen und die Höhenstadtteile sind Lebensraum der Feldlerche. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstrukturen zählen zu den passenden Aufwertungsmaßnahmen.

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🐤

Kiebitz in der Rheinniederung

Die feuchten Wiesen und Senken der Rheinniederung sind Lebensraum des Kiebitz und weiterer Wiesenbrüter. Extensive Grünlandnutzung, Vernässung und angepasste Mahd fördern die Bestände.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbau und Konversion

Neue Stadtquartiere, Nachverdichtung und die Entwicklung von Konversionsflächen decken den Wohnraumbedarf im Verdichtungsraum. Die damit verbundene Flächeninanspruchnahme löst regelmäßig Ausgleichspflichten aus. greeNature entwickelt hierfür passende Ökokonto-Maßnahmen.

🏭

Gewerbe, Logistik und Technologie

Technologiepark, Rheinhafen und Industriestandorte prägen die Wirtschaft der Stadt. Erweiterungen und neue Gewerbe- und Logistikflächen führen zu Versiegelung und damit zu Kompensationsbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.

🛤️

Verkehr und Stadtbahn

Der Ausbau von Stadtbahn und Schienennetz sowie von Bundes- und Landesstraßen (A5, A8, B10, B36) erzeugt Ausgleichs- und Ersatzpflichten. greeNature stellt hierfür Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten bereit.

🌊

Rheinbrücke und Hochwasserschutz

Die zweite Rheinbrücke bei Karlsruhe und Maßnahmen des Hochwasserschutzes in der Rheinaue greifen in wertvolle Auenlebensräume ein. Solche Vorhaben erfordern umfangreiche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

KA
Landkreis Karlsruhe
Umschließender Landkreis im Norden und Osten
RA
Landkreis Rastatt
Südlicher Nachbar, Rheinaue und Murgtal
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Karlsruhe

Maßgeblich ist die Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) des Landes Baden-Württemberg. Eingriffe und Ausgleichsmaßnahmen werden auf Grundlage der §§ 13 bis 15 BNatSchG in Ökopunkten bilanziert.
Als kreisfreie Stadt ist Karlsruhe selbst Untere Naturschutzbehörde. Zuständig ist das Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe, Markgrafenstraße 14, 76131 Karlsruhe. greeNature übernimmt die Abstimmung mit der Behörde für Sie.
Der größte Teil des Stadtgebiets gehört zum Oberrheinischen Tiefland (D53) mit Hardtebenen und Hardtwald. Der Nordosten um Durlach und Grötzingen zählt zu den Neckar- und Tauber-Gäuplatten (D57), der Südosten bei Grünwettersbach zu den Randhöhen des Schwarzwaldes (D54).
Jedem Biotoptyp ist ein Wert in Ökopunkten je Quadratmeter zugeordnet. Die Aufwertung einer Fläche ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Ausgangszustand und dem Zustand nach Durchführung der Maßnahme. Diese Differenz wird als Ökopunkte gutgeschrieben.
Ja. Der besondere Artenschutz nach § 44 BNatSchG ist neben der Eingriffsregelung eigenständig zu prüfen. Sind Arten wie Zauneidechse oder Fledermäuse betroffen, können vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) erforderlich sein.
Ja. Vorhabenträger ohne eigene Flächen können auf Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten Dritter zurückgreifen. greeNature stellt passende, behördlich anerkannte Maßnahmen bereit und übernimmt die Bilanzierung, Flächensicherung und Dokumentation.
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