Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche
Baden-Württemberg · ÖKVO
Naturraum D60
Regierungsbezirk Stuttgart

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Heidenheim

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature entwickelt und vermittelt Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) auf der östlichen Schwäbischen Alb und im Brenztal, von der Bedarfsanalyse bis zur dauerhaften Pflege.

627
km² Kreisfläche
~135k
Einwohner
11
Städte und Gemeinden
43 %
Waldanteil
2
Naturräume D60/D64
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Heidenheim im Überblick

Der Landkreis Heidenheim liegt im Osten Baden-Württembergs an der Grenze zu Bayern und gehört zur Region Ostwürttemberg im Regierungsbezirk Stuttgart. Sein Gebiet umfasst überwiegend die östliche Hochfläche der Schwäbischen Alb mit Albuch und Härtsfeld, im Süden reicht es in die Donauniederung (Donauried).

Die Landschaft ist von verkarstetem Weißjura-Kalkstein geprägt. Trockentäler wie das Wental, markante Felsformationen und Karstquellen wie der Brenztopf bei Königsbronn kennzeichnen die Alb. Rund 43 Prozent des Kreisgebiets sind bewaldet.

Ökologisch bedeutsam sind die Wacholderheiden und Kalkmagerrasen der Ostalb, das Naturschutzgebiet Eselsburger Tal mit seinen Brenzschleifen sowie das EU-Vogelschutzgebiet Donauried, ein großflächiges Feuchtgebiet und Wiesenbrüterlebensraum im Süden des Landkreises.

Wirtschaftlich ist der Landkreis ein traditioneller Industriestandort mit Unternehmen wie Voith, Paul Hartmann und BSH Hausgeräte. Gewerbeerweiterungen, Verkehrsvorhaben und der Ausbau erneuerbarer Energien lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach der Eingriffsregelung (§§ 13 bis 15 BNatSchG) aus, der über Ökopunkte nach der ÖKVO gedeckt wird.

Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D60
Schwäbische Alb
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📍 Ausgewählte Gemeinden

Heidenheim an der Brenz (KS)Giengen an der BrenzHerbrechtingenNiederstotzingenSontheim an der BrenzGerstettenKönigsbronnSteinheim am AlbuchNattheimDischingenHermaringen

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturschutzgebiet Eselsburger Tal, Brenzschleifen und Kalkfelsen, Teil des Natura-2000-Netzes
  • FFH-Gebiet Giengener Alb und Eselsburger Tal mit Kalkmagerrasen und Wacholderheiden
  • EU-Vogelschutzgebiet Donauried, Feuchtgebiet und Wiesenbrüterlebensraum an der Donau
  • Trockental Wental mit markanten Felsformationen auf dem Albuch
  • Karstquelle Brenztopf bei Königsbronn und Höhlen wie die Charlottenhöhle
  • UNESCO-Welterbe Eiszeithöhlen im Lonetal bei Niederstotzingen

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben in ganz Baden-Württemberg. Wir kennen die Bewertung nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO), die naturraumtreue Flächenauswahl auf der Schwäbischen Alb und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Heidenheim aus der Praxis.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Heidenheim

🐑

Wacholderheiden und Magerrasen

Wiederherstellung und Beweidung von Kalkmagerrasen und Wacholderheiden auf der Albhochfläche durch Schafbeweidung und Entbuschung, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, Reptilien und Orchideen.

🍎

Streuobstwiesen

Anlage und Pflege von Streuobstbeständen an den Albhängen und in den Tälern, Lebensraum für Steinkauz, Wendehals und höhlenbewohnende Fledermäuse.

💧

Feuchtgrünland im Donauried

Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland im Donauried, Förderung von Wiesenbrütern wie Kiebitz und Großem Brachvogel sowie von Amphibien.

🦇

Artenschutz CEF/FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Fledermausquartiere an Gebäuden und in Höhlen, Zauneidechsenhabitate auf Bahndämmen und Eisvogel-Steilwände an Brenz und Egau.

🌳

Waldumbau und Erstaufforstung

Entwicklung standortgerechter Laubmischwälder aus Buche, Eiche und Hainbuche auf Kalkverwitterungsböden, Aufwertung strukturarmer Nadelholzforste.

🌾

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Feldflur der Albhochfläche als Trittsteinbiotope für Feldlerche, Feldhase und Wildbienen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Östliche Schwäbische Alb und Brenztal

🦇

Fledermäuse in Höhlen und Streuobst

Die Höhlen und Felsspalten der Alb sowie alte Obstbäume bieten Quartiere für Großes Mausohr, Bechsteinfledermaus und Wimperfledermaus. Quartiersicherung und die Erhaltung von Jagdhabitaten sind typische CEF-Maßnahmen.

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🐦

Wiesenbrüter im Donauried

Das EU-Vogelschutzgebiet Donauried ist ein bedeutender Lebensraum für Kiebitz, Großen Brachvogel und Bekassine. Extensivierung und Wiedervernässung von Feuchtgrünland sichern die Brutbestände.

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🐟

Eisvogel und Biber an der Brenz

Die naturnahen Abschnitte von Brenz, Egau und Lone bieten Lebensraum für Eisvogel und Biber. Steilwände, Uferrenaturierungen und Gewässerstrukturen sind bewährte Maßnahmen.

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🦎

Zauneidechse auf Heiden und Bahndämmen

Wacholderheiden, Steinbrüche und Bahndämme sind Kernhabitate der Zauneidechse, einer häufigen Zielart bei Infrastruktur- und Gewerbevorhaben. Umsiedlung und Habitataufwertung erfolgen als vorgezogene Ausgleichsmaßnahme.

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🐸

Amphibien in Alb und Ried

Gelbbauchunke, Kammmolch und Kreuzkröte besiedeln Tümpel, Steinbrüche und die Feuchtflächen des Donaurieds. Die Neuanlage von Kleingewässern ist eine wirksame Kompensationsmaßnahme.

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🌾

Feldlerche auf der Albhochfläche

In der offenen Feldflur von Albuch und Härtsfeld brütet die Feldlerche. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerränder sind typische CEF-Maßnahmen bei Eingriffen in die Agrarlandschaft.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Industrie und Gewerbe

Der Landkreis ist ein starker Industriestandort mit Unternehmen wie Voith, Paul Hartmann und BSH Hausgeräte. Betriebserweiterungen und neue Gewerbegebiete in Heidenheim, Giengen und Herbrechtingen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach der ÖKVO.

🛤️

Infrastruktur und Verkehr

Der Ausbau von Bundes- und Landesstraßen, Ortsumgehungen sowie Maßnahmen an der Brenzbahn lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die naturraumtreu im betroffenen Raum umzusetzen sind.

🌬️

Erneuerbare Energien

Windenergie auf dem Härtsfeld und der Albhochfläche sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen, insbesondere für Fledermäuse und windkraftsensible Vogelarten.

🏘️

Siedlungsentwicklung

Wohn- und Gewerbebauleitplanung in den Städten und Gemeinden erfordert Ausgleichsmaßnahmen. Eigentümer geeigneter Flächen können diese als Ökokonto einbringen und von der Bewertung in Ökopunkten profitieren.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

OS
Landkreis Ostalbkreis
Nördlicher Nachbar, Ostwürttemberg
GÖ
Landkreis Göppingen
Westlicher Nachbar, mittlere Alb
AL
Landkreis Alb-Donau-Kreis
Südwestlicher Nachbar, Donautal
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Heidenheim

Der Landkreis Heidenheim liegt überwiegend im BfN-Naturraum D60 (Schwäbische Alb), geprägt durch die verkarstete Albhochfläche von Albuch und Härtsfeld. Der Süden des Landkreises reicht mit dem Donauried in den Naturraum D64 (Donau-Iller-Lech-Platten). Für die Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) ist die naturraumtreue Lage der Ausgleichsfläche wichtig, greeNature ordnet Ihren Eingriff kostenlos zu.
In Baden-Württemberg werden Ökopunkte nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) bewertet. Eine Fläche wird ökologisch aufgewertet, die Differenz zwischen Ausgangs- und Zielzustand ergibt das Guthaben in Ökopunkten, das auf einem anerkannten Ökokonto geführt wird. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Flächenzuordnung, die Abstimmung mit dem Landratsamt Heidenheim und die gesamte Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Heidenheim, Untere Naturschutzbehörde, Felsenstraße 36, 89518 Heidenheim an der Brenz. greeNature koordiniert die behördliche Abstimmung vollständig, von der Maßnahmenplanung bis zur Anerkennung des Ökokontos.
Typische Maßnahmen sind die Pflege und Wiederherstellung von Wacholderheiden und Kalkmagerrasen, die Anlage von Streuobstwiesen, der Waldumbau zu standortgerechten Laubmischwäldern sowie Artenschutzmaßnahmen für Fledermäuse und Zauneidechse. Im Donauried stehen die Extensivierung und Wiedervernässung von Feuchtgrünland im Vordergrund.
Ja. Im Landkreis liegen unter anderem das FFH-Gebiet Giengener Alb und Eselsburger Tal sowie das EU-Vogelschutzgebiet Donauried. Vorhaben in ihrem Umfeld können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung nach § 34 BNatSchG und, bei Betroffenheit geschützter Arten, Maßnahmen zur Wahrung des Erhaltungszustands (FCS) nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature prüft die artenschutz- und FFH-rechtlichen Anforderungen und setzt die erforderlichen CEF- und FCS-Maßnahmen um.
Ja. Besonders geeignet sind extensivierbares Grünland im Donauried, Flächen mit Potenzial für Wacholderheiden und Streuobst an den Albhängen sowie strukturarme Waldbestände. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring und führt die Aufwertung als Ökokonto nach der ÖKVO.
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