
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Göppingen
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für Kompensation im Filstal und im Vorland der mittleren Schwäbischen Alb.
Der Landkreis Göppingen im Überblick
Der Landkreis Göppingen liegt im Regierungsbezirk Stuttgart und erstreckt sich entlang des Filstals vom Vorland der Schwäbischen Alb bis auf die Albhochfläche. Als Kern des historischen Stauferlandes reicht er von den waldreichen Höhen im Norden bis zum markanten Albtrauf im Süden.
Geologisch verläuft im Kreisgebiet der Übergang vom Schwäbischen Keuper-Liasland (BfN-Großlandschaft D58) zur Schwäbischen Alb (D60). Schichten aus Schwarz-, Braun- und Weißjura bilden ein kleinräumiges Mosaik aus Streuobsthängen, Kalkmagerrasen und den Felsbiotopen des Albtraufs.
Ökologisch bedeutsam ist das EU-Vogelschutzgebiet Vorland der mittleren Schwäbischen Alb (7323-441) mit rund 17.000 Hektar in den Kreisen Göppingen und Esslingen. Hinzu kommen das FFH-Gebiet Filsalb (7423-342) sowie insgesamt 20 Naturschutzgebiete auf etwa 4,5 Prozent der Kreisfläche.
Die Wirtschaft ist stark vom Maschinenbau und der Industrie im Filstal geprägt. Gewerbeentwicklung, Verkehrsvorhaben und Wohnbau erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf, der in Baden-Württemberg über die Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) in Ökopunkten bewertet wird.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D58 ›
Zum Naturraum D60 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- EU-Vogelschutzgebiet Vorland der mittleren Schwäbischen Alb (7323-441), rund 17.000 ha in den Kreisen Göppingen und Esslingen
- FFH-Gebiet Filsalb (7423-342) mit Kalkmagerrasen und naturnahen Wäldern am Albtrauf
- 20 Naturschutzgebiete auf rund 2.887 ha, etwa 4,5 Prozent der Kreisfläche
- Wacholderheiden und Kalkmagerrasen der mittleren Schwäbischen Alb, traditionell durch Schafbeweidung gepflegt
- Ausgedehnte Streuobstbestände im Albvorland und in den Seitentälern der Fils
- Albtrauf mit Felsbiotopen, Höhlen und alten Buchenwäldern als Lebensraum spezialisierter Arten
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und mit dem Kompensationsrecht in Baden-Württemberg vertraut. Wir kennen die Bewertung in Ökopunkten nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO), die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Göppingen und die naturräumlichen Besonderheiten zwischen Filstal und Schwäbischer Alb. So begleiten wir Vorhabenträger und Flächeneigentümer von der ersten Einschätzung bis zur anerkannten Kompensationsmaßnahme.
Typische Maßnahmen im Landkreis Göppingen
Streuobstwiesen
Anlage und Sanierung traditioneller Streuobstbestände an den Hängen des Albvorlandes, hochwertiger Lebensraum für Halsbandschnäpper, Wendehals und Gartenrotschwanz und ein bewährter Baustein für Ökopunkte nach ÖKVO.
Wacholderheiden und Magerrasen
Wiederherstellung und Pflege von Kalkmagerrasen und Wacholderheiden der Schwäbischen Alb durch extensive Schafbeweidung und Entbuschung, wertvoll für Tagfalter, Wildbienen und Reptilien.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Wiesen in artenreiches Extensivgrünland im Vorland der mittleren Schwäbischen Alb, abgestimmt auf die Schutzziele des Vogelschutzgebiets für Wiesenbrüter.
Gewässerrenaturierung Fils
Renaturierung der Fils und ihrer Zuflüsse, Uferrückbau, Anlage von Kies- und Steilufern sowie Auwaldentwicklung als Lebensraum für Eisvogel, Groppe und Libellen.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG, etwa Zauneidechsen-Habitate, Fledermausquartiere und Amphibiengewässer.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen in der Agrarlandschaft des Filstals, um Streuobsthänge, Talauen und Albtrauf ökologisch zu vernetzen.
Geschützte Arten im Filstal und Vorland der mittleren Schwäbischen Alb
Feldlerche und Wiesenbrüter
Im offenen Albvorland brüten Feldlerche, Wachtel und weitere Arten des Vogelschutzgebiets Vorland der mittleren Schwäbischen Alb. Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensives Grünland sind typische CEF-Maßnahmen bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Magerrasen
Wacholderheiden, Bahndämme und Böschungen der Alb sind Kernlebensräume der Zauneidechse. Die Anlage von Sandlinsen, Lesesteinhaufen und Totholzstrukturen ist eine häufige Ausgleichsmaßnahme bei Infrastrukturprojekten.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Streuobst und Höhlen
Große Streuobstbestände und die Höhlen der Schwäbischen Alb bieten Quartiere für Großes Mausohr, Bechsteinfledermaus und Braunes Langohr. Quartier- und Jagdgebietsmaßnahmen sichern den Erhaltungszustand nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Amphibien der Alb und Talauen
Gelbbauchunke und Kammmolch besiedeln Kleingewässer, Steinbrüche und Feuchtstellen im Kreisgebiet. Neu angelegte Laichgewässer und Tümpel sind bewährte Kompensationsmaßnahmen für diese streng geschützten Arten.
Mehr zur Art ›Eisvogel an der Fils
Die Fils und ihre Nebengewässer bieten dem Eisvogel Brutmöglichkeiten an naturnahen Steilufern. Uferrenaturierung und Steilwandmodellierung schaffen gezielt neue Brutstandorte.
Mehr zur Art ›Vögel des Albtraufs
An den Felsen und in den Wäldern des Albtraufs kommen Uhu, Wanderfalke und Schwarzspecht vor. Felssicherung, Störungsberuhigung und Alt- und Totholzkonzepte kommen als Maßnahmen in Betracht.
Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Maschinenbau und Industrie im Filstal
Der Landkreis ist ein traditioneller Standort des Maschinenbaus und der Metallverarbeitung. Betriebserweiterungen und neue Gewerbeflächen entlang der Fils lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die in Ökopunkten nach ÖKVO bilanziert werden.
Schienenverkehr und Filstal
Der Ausbau und die Modernisierung der Bahninfrastruktur im Filstal, einschließlich der Neubaustrecke im Raum der oberen Fils, greifen in Natur und Landschaft ein und erzeugen erheblichen Kompensationsbedarf mit CEF-Maßnahmen für Reptilien und Vögel.
Straßenbau und Albaufstieg
Ortsumfahrungen, Brückenbauwerke und der geplante Ausbau des Albaufstiegs der A8 zwischen Alb und Vorland führen zu Eingriffen, für die Ausgleich in räumlich passenden Naturräumen bereitgestellt werden muss.
Siedlung und Erneuerbare Energien
Wohnbau- und Gewerbegebiete in Göppingen, Geislingen und Eislingen sowie Photovoltaik- und Windkraftvorhaben auf der Alb erfordern naturschutzrechtliche Kompensation. Flächeneigentümer können ihre Grundstücke als Ökokonto-Flächen einbringen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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