
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Emmendingen
Der Landkreis Emmendingen reicht von der Rheinaue über den Kaiserstuhl bis in die Schwarzwaldtäler. Für Eingriffe in Natur und Landschaft übernimmt greeNature die Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung, von der Ökopunkte-Bilanz bis zur dauerhaften Umsetzung.
Der Landkreis Emmendingen im Überblick
Der Landkreis Emmendingen liegt im Regierungsbezirk Freiburg und umfasst auf rund 680 Quadratkilometern 24 Städte und Gemeinden mit etwa 170.000 Einwohnern. Sitz der Verwaltung ist die Große Kreisstadt Emmendingen. Der Kreis vereint drei sehr unterschiedliche Landschaften, die Rheinniederung im Westen, den Kaiserstuhl im Südwesten und die Schwarzwaldtäler im Osten.
Naturräumlich gehören der westliche und mittlere Kreisteil zum Oberrheinischen Tiefland (D53), zu dem auch der vulkanische Kaiserstuhl zählt. Der östliche Kreisteil mit Elztal, Simonswald und Freiamt liegt im Schwarzwald (D54). Aus dieser Vielfalt ergibt sich eine hohe Zahl planungsrelevanter Arten und Lebensräume, die bei Eingriffen zu berücksichtigen sind.
Kompensationsbedarf entsteht im Landkreis vor allem durch den Ausbau der Rheintalbahn, den weiteren Ausbau der Windenergie im Schwarzwald sowie durch Gewerbe- und Wohnbauflächen entlang der Achse zwischen Freiburg und Offenburg. Für diese Vorhaben gelten die Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG und die artenschutzrechtlichen Vorgaben des § 44 BNatSchG.
Die Bewertung von Eingriff und Ausgleich erfolgt in Baden-Württemberg nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) in Ökopunkten. greeNature entwickelt, sichert und betreut passende Kompensationsflächen und begleitet Vorhabenträger von der ersten Bilanz bis zur Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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Zum Naturraum D53 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Der Kaiserstuhl mit seinen Rebterrassen, Trockenrasen und Lösshohlwegen ist ein bundesweit bedeutender Hotspot für wärmeliebende Arten.
- Die Rheinniederung mit Taubergießen, Elz und Ettenbach zählt zu den wertvollsten Auenlandschaften am südlichen Oberrhein und ist Teil des Natura-2000-Netzes.
- Im Kreisgebiet treffen mit dem Oberrheinischen Tiefland und dem Schwarzwald zwei BfN-Großlandschaften aufeinander.
- Der östliche Kreisteil reicht mit Elztal, Simonswald und Freiamt tief in den Schwarzwald hinein.
- Freiamt gilt als Pionier der Bürgerenergie mit Windkraft, Photovoltaik und Wasserkraft.
- Die Elzwiesen dienen als Retentions- und Naturschutzraum entlang der Elz und verbinden Rheinebene und Vorbergzone.
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch im Landkreis Emmendingen und am südlichen Oberrhein. Wir entwickeln Ökokonto- und Ausgleichsflächen, bilanzieren Eingriff und Ausgleich nach der Ökokonto-Verordnung in Ökopunkten und stimmen die Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde ab. Vom Kaiserstuhl über die Rheinaue bis in die Schwarzwaldtäler kennen wir die planungsrelevanten Arten und Lebensräume und richten Maßnahmen wie Rebböschungen, Auenrenaturierung oder Waldrandgestaltung gezielt darauf aus.
Typische Maßnahmen im Landkreis Emmendingen
Rebböschungen und Trockenmauern
Anlage und Pflege besonnter Böschungen, Lesesteinriegel und Trockenmauern im Kaiserstuhl, die wärmeliebenden Arten wie der Zauneidechse Lebensraum bieten und als CEF-Maßnahme anerkannt werden können.
Auen und Gewässerrandstreifen
Renaturierung von Altarmen, Anlage von Gewässerrandstreifen und Feuchtwiesen an Elz und in der Rheinniederung zur Aufwertung des Auenverbunds.
Streuobstwiesen
Neuanlage und dauerhafte Pflege extensiver Streuobstbestände am Übergang zum Schwarzwald, wertvoll für Fledermäuse, Vögel und Insekten.
Waldrand und Waldumbau
Strukturreiche Waldränder und naturnaher Waldumbau in den Schwarzwaldlagen, die Lebensräume für Haselmaus, Schwarzstorch und Fledermäuse verbessern.
Extensivierung und Entsiegelung
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Grünland sowie Rückbau und Entsiegelung nicht mehr benötigter Flächen in der Rheinebene.
Amphibienlaichgewässer
Neuanlage besonnter Kleingewässer und Tümpel für Amphibien wie den Kammmolch, ergänzt durch Landlebensräume und Leiteinrichtungen.
Geschützte Arten im Breisgau zwischen Rhein, Kaiserstuhl und Schwarzwald
Zauneidechse
Charakterart der besonnten Rebböschungen, Trockenmauern und Lösshänge im Kaiserstuhl. Bei Eingriffen sind häufig vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) nach § 44 BNatSchG nötig.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Die Europäische Wildkatze nutzt die zusammenhängenden Wälder des Schwarzwalds und die Auwälder der Rheinniederung als Lebensraum und Wanderkorridor.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Scheuer Brutvogel naturnaher, gewässerreicher Wälder in den Schwarzwaldtälern des Kreises, empfindlich gegenüber Störungen im Umfeld des Horstes.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Brutvogel der offenen Feldflur in der Rheinebene, dessen Bestände unter dem Verlust extensiv genutzter Ackerflächen leiden.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Verschiedene Fledermausarten nutzen Streuobstwiesen, Wälder und Gebäude als Jagd- und Quartierstandorte und sind bei Bau- und Abrissvorhaben zu prüfen.
Mehr zur Art ›Amphibien
Arten wie Gelbbauchunke, Laubfrosch und Kammmolch besiedeln die Kleingewässer der Rheinaue und der Elzwiesen und benötigen vernetzte Laich- und Landlebensräume.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Ausbau der Rheintalbahn
Der Aus- und Neubau der Rheintalbahn zwischen Kenzingen und Riegel/Malterdingen greift in Offenland und Auenlebensräume ein und löst umfangreichen Kompensationsbedarf aus.
Windenergie im Schwarzwald
Neubau und Repowering von Windenergieanlagen in den Schwarzwaldlagen, etwa im Raum Freiamt, erfordern artenschutzrechtliche Prüfungen und Ausgleich für betroffene Arten und Waldlebensräume.
Gewerbegebietsentwicklung
Die Erweiterung von Gewerbeflächen in Orten wie Herbolzheim, Kenzingen, Endingen und Waldkirch beansprucht Freiflächen und erfordert Ausgleich nach der Eingriffsregelung.
Wohnbau und Straßeninfrastruktur
Neue Wohnbauflächen und Straßenbaumaßnahmen entlang der Verkehrsachse zwischen Freiburg und Offenburg führen zu Flächenverbrauch und entsprechendem Kompensationsbedarf.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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