Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung
Baden-Württemberg · ÖKVO
Naturraum D54 · D57
Regierungsbezirk Karlsruhe

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Calw

Der Landkreis Calw liegt im Nordschwarzwald zwischen den Tälern von Enz und Nagold. greeNature plant, sichert und setzt hier Kompensationsmaßnahmen nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) um und begleitet Vorhabenträger von der Eingriffsbilanz bis zur dauerhaften Pflege der Ausgleichsflächen.

797,32 km²
Kreisfläche
rund 161.000 (Stand 31.12.2024)
Einwohner
25 (davon 10 Städte)
Gemeinden
Calw
Kreisstadt
Regierungsbezirk Karlsruhe, Region Nordschwarzwald
Region
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Calw im Überblick

Der Landkreis Calw gehört zu den waldreichsten Landkreisen Baden-Württembergs. Der westliche und mittlere Teil liegt im Nordschwarzwald mit ausgedehnten Nadel- und Mischwäldern, während sich im Osten und Süden die offeneren Landschaften der Oberen Gäue und des Heckengäus anschließen.

Für Eingriffe in Natur und Landschaft gelten die §§ 13 bis 15 BNatSchG. In Baden-Württemberg erfolgt die Bewertung nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) in Ökopunkten. Ausgleichsmaßnahmen lassen sich einem Vorhaben direkt zuordnen oder vorab über ein Ökokonto anlegen.

greeNature entwickelt für Bauherren, Kommunen und Betriebe passende Ausgleichs- und Ökokontoflächen im Landkreis. Wir stimmen die Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde ab und übernehmen auf Wunsch die vollständige Umsetzung einschließlich Monitoring und langfristiger Unterhaltung.

Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung

🗺️ Zugehörige Naturräume

D54
D57
Neckar- und Tauberland, Gäuplatten
Zum Naturraum D57 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Calw (KS)NagoldAltensteigBad WildbadBad LiebenzellBad HerrenalbBad Teinach-ZavelsteinNeubulachWildbergHaiterbachAlthengstettSchömbergSimmersfeld

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Einer der waldreichsten Landkreise Baden-Württembergs, große Teile liegen im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.
  • Im östlichen Heckengäu prägen Streuobstwiesen, Lesesteinriegel und Magerrasen die Kulturlandschaft.
  • 26 Naturschutzgebiete mit rund 2.230 Hektar sowie mehrere FFH- und Vogelschutzgebiete im Netz Natura 2000.
  • Die Flüsse Nagold, Enz und Würm bieten Potenzial für Gewässerrenaturierung und Auenentwicklung.
  • Der Nordschwarzwald zählt zu den Vorranggebieten für Windenergie, entsprechende Anlagen lösen Kompensationsbedarf aus.
  • Infrastrukturvorhaben wie die reaktivierte Hermann-Hesse-Bahn erforderten umfangreiche Artenschutzmaßnahmen.

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben im Landkreis Calw mit Ausgleichs- und Ökokontoflächen, die zum Naturraum passen. Wir berücksichtigen die Vorgaben der Ökokonto-Verordnung, stimmen die Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Calw ab und übernehmen auf Wunsch die Planung, die Umsetzung, das Monitoring und die dauerhafte Pflege.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Calw

🌳

Streuobstwiesen anlegen und pflegen

Neuanlage und Sanierung von Streuobstbeständen im Heckengäu, ein für die Region typischer Lebensraum mit hohem ökologischen Wert.

💧

Fließgewässer renaturieren

Rückbau von Verbauungen und Entwicklung naturnaher Ufer an Nagold, Enz und Würm, verbunden mit Gewässerrandstreifen und Auenentwicklung.

🌲

Naturnaher Waldumbau

Umbau strukturarmer Nadelforste zu standortgerechten Mischwäldern sowie Entwicklung von Alt- und Totholzstrukturen im Schwarzwald.

🪨

Trockenmauern und Lesesteinriegel

Anlage und Pflege von Steinriegeln und Trockenmauern als Lebensraum für Reptilien und Insekten in den Gäulandschaften.

🌾

Grünland extensivieren

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Magerwiesen und Extensivweiden mit angepasster Mahd.

🐸

Kleingewässer entwickeln

Anlage von Laichgewässern und Tümpeln für Amphibien und Libellen an geeigneten Standorten.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Nordschwarzwald und Obere Gäue

🦎

Zauneidechse

Besiedelt Lesesteinriegel, Bahndämme und sonnige Böschungen im Heckengäu. Bei Eingriffen sind häufig vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Umsiedlungen erforderlich.

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🐦

Feldlerche

Brütet in den offenen Ackerfluren der Oberen Gäue. Der Bodenbrüter reagiert empfindlich auf Flächenverlust, weshalb Ausgleich über Feldlerchenfenster und extensive Randstreifen erfolgt.

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🐈

Wildkatze

Die Europäische Wildkatze hat den Nordschwarzwald wiederbesiedelt. Sie benötigt störungsarme, totholzreiche Wälder und durchgängige Biotopverbünde.

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🐿️

Haselmaus

Lebt in strukturreichen Waldrändern, Hecken und Gebüschen. Als streng geschützte Art nach § 44 BNatSchG erfordert sie besondere Rücksicht bei Gehölzrodungen.

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🦇

Fledermäuse

Mehrere Arten nutzen die Wälder und Gewässer als Jagd- und Quartierräume. Bei der Hermann-Hesse-Bahn führten Fledermausvorkommen zu umfangreichen Schutzauflagen.

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🐦

Eisvogel

Brütet an naturnahen Abschnitten von Nagold und Enz in Steilufern. Gewässerrenaturierungen verbessern sein Nahrungs- und Bruthabitat.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🚆

Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn

Die Schienenverbindung von Calw nach Weil der Stadt wurde reaktiviert. Eingriffe in Gehölze und Fledermausquartiere machten Artenschutz- und Ausgleichsmaßnahmen erforderlich.

💨

Windenergie im Nordschwarzwald

Der Ausbau und das Repowering von Windparks in den Höhenlagen des Schwarzwalds lösen Ausgleichsbedarf für Wald, Boden und Landschaftsbild aus.

🛣️

Bundesstraßen und Ortsumfahrungen

Ausbau und Verlegung von Bundesstraßen wie der B 463 und der B 295 erfordern Kompensation für Bodenversiegelung und Lebensraumverlust.

🏘️

Wohn- und Gewerbeflächen

Neue Bau- und Gewerbegebiete in Calw, Nagold und weiteren Kommunen ziehen Eingriffe nach sich, die über Ökopunkte ausgeglichen werden.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Calw

In Baden-Württemberg richtet sich der Ausgleich von Eingriffen nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). Der Umfang eines Eingriffs und der Ausgleichsmaßnahmen wird dabei in Ökopunkten bewertet.
Ökopunkte sind die Recheneinheit der ÖKVO. Aufwertungen von Natur und Landschaft werden in Ökopunkten gutgeschrieben und lassen sich einem Eingriff zuordnen. Maßnahmen können vorab in einem Ökokonto angelegt und später verrechnet werden.
Zuständig ist in der Regel die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Calw in der Vogteistraße 42-46, 75365 Calw. Sie prüft die Eingriffsbilanz, genehmigt Maßnahmen und führt das Ökokonto.
Unabhängig von der Eingriffsbilanz sind die artenschutzrechtlichen Verbote des § 44 BNatSchG zu beachten. Für Arten wie Zauneidechse, Haselmaus oder Fledermäuse können vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) nötig sein, um den günstigen Erhaltungszustand (FCS) der Populationen zu sichern.
Zum Naturraum passen unter anderem Streuobstwiesen und Steinriegel im Heckengäu, naturnaher Waldumbau im Schwarzwald sowie die Renaturierung von Nagold, Enz und Würm. Die Auswahl richtet sich nach Standort und beeinträchtigten Funktionen.
Ja. Über ein anerkanntes Ökokonto lassen sich Maßnahmen bereits vor einem konkreten Eingriff umsetzen und die entstehenden Ökopunkte später einem Vorhaben zuordnen. Das schafft Planungssicherheit und kann Genehmigungsverfahren beschleunigen.
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