Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche
Baden-Württemberg · ÖKVO
Naturraum D57 · D58
Regierungsbezirk Stuttgart

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Böblingen

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) zwischen Schönbuch und Heckengäu.

617,8
km² Kreisfläche
~395k
Einwohner (2024)
26
Städte und Gemeinden
2
Naturräume D57/D58
~11.250 ha
FFH-Gebiet Schönbuch
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Böblingen im Überblick

Der Landkreis Böblingen liegt südwestlich von Stuttgart und gehört zum Regierungsbezirk Stuttgart. Kreisstadt ist Böblingen, bevölkerungsreichste Stadt ist Sindelfingen. Mit rund 395.000 Einwohnern auf 617,8 km² zählt der Kreis zu den am dichtesten besiedelten und wirtschaftsstärksten Landkreisen Baden-Württembergs.

Landschaftlich gliedert sich der Kreis in zwei naturräumliche Großlandschaften. Der Norden und Westen gehören zu den Neckar- und Tauber-Gäuplatten (Naturraum D57) mit den fruchtbaren Lössböden der Oberen Gäue und dem strukturreichen Heckengäu. Der Süden und Osten werden vom bewaldeten Keuperbergland des Schwäbischen Keuper-Liaslandes (Naturraum D58) mit Schönbuch und Glemswald geprägt.

Ökologisch bedeutsam ist vor allem der Naturpark Schönbuch, der erste Naturpark Baden-Württembergs (1972). Große Teile sind als FFH-Gebiet Schönbuch (7420-341) und als Vogelschutzgebiet Schönbuch (7420-441) Teil des europäischen Natura-2000-Netzes. Das Heckengäu mit seinen Wacholderheiden, Kalkmagerrasen und namengebenden Feldhecken sowie die Streuobstgürtel der Schönbuchrandgemeinden bilden weitere wertvolle Lebensräume.

Die Wirtschaft ist von Automobil- und Hightech-Industrie geprägt, unter anderem durch das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen und Forschungsstandorte in Böblingen. Der anhaltende Siedlungs- und Gewerbedruck in der Region Stuttgart sowie Verkehrs- und Energievorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich in Ökopunkten nach der ÖKVO zu erbringen ist.

Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D57
Neckar- und Tauberland, Gäuplatten
Zum Naturraum D57 ›
D58
Schwäbisches Keuper-Liasland
Zum Naturraum D58 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Böblingen (KS)SindelfingenLeonbergHerrenbergHolzgerlingenWeil der StadtRenningenGärtringenEhningenSchönaichWaldenbuchMagstadtRutesheimGäufelden

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturpark Schönbuch, erster Naturpark Baden-Württembergs (1972)
  • FFH-Gebiet Schönbuch (7420-341) und Vogelschutzgebiet Schönbuch (7420-441) im Natura-2000-Netz
  • Heckengäu mit Wacholderheiden, Kalkmagerrasen und namengebenden Feldhecken
  • Streuobstgürtel der Schönbuchrandgemeinden mit hoher Strukturvielfalt
  • Obere Gäue mit fruchtbaren Lössböden und offener Feldflur
  • Fließgewässer Würm, Aich, Schwippe und Ammer als Biotopverbundachsen

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut auch die Region Stuttgart. Wir kennen die naturräumlichen Besonderheiten von Schönbuch und Heckengäu, die Bewertung in Ökopunkten nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Böblingen aus der Praxis.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Böblingen

🍎

Streuobstwiesen

Anlage und Pflege traditioneller Streuobstbestände an den Schönbuchrändern und im Gäu, Lebensraum für Steinkauz, Wendehals und seltene Wildbienen. Hochstämme, extensive Mahd und Nachpflanzung sichern den Bestand langfristig.

🌾

Wacholderheiden und Magerrasen

Wiederherstellung und Beweidung von Kalkmagerrasen und Wacholderheiden im Heckengäu, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, Orchideen und Reptilien. Entbuschung und Schafbeweidung erhalten die offenen Strukturen.

🌳

Naturnaher Waldumbau

Entwicklung struktur- und totholzreicher Laubmischwälder sowie gestufter Waldränder im Schönbuch und Glemswald, Förderung von Alt- und Höhlenbäumen als Quartiere für Fledermäuse und Spechte.

💧

Fließgewässerrenaturierung

Revitalisierung von Würm, Aich, Schwippe und Ammer durch Uferrückbau, Gewässerrandstreifen und Anbindung von Auebereichen, Verbesserung der Lebensraumbedingungen für Eisvogel, Fische und Amphibien.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) für Zauneidechse auf Bahndämmen und Böschungen, Fledermausquartiere in Streuobst und Wald sowie FCS-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, abgestimmt auf das konkrete Vorhaben.

🌿

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Feldhecken, Säumen und Trittsteinbiotopen in der offenen Gäulandschaft, Vernetzung von Lebensräumen für Feldlerche, Haselmaus, Feldhase und Wildbienen zwischen Heckengäu und Schönbuch.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Schönbuch und Heckengäu in der Region Stuttgart

🦎

Zauneidechse

Häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben. Bahndämme, Böschungen und Magerstandorte im Kreis bieten Lebensraum. Typisch sind vorgezogene CEF-Maßnahmen mit Steinriegeln, Sandlinsen und Habitatgestaltung.

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🐦

Feldlerche

Charaktervogel der offenen Gäulandschaft mit ihren Lössackerböden. Der Rückgang durch Nutzungsintensivierung macht sie zu einer wichtigen Zielart. Maßnahmen sind Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstrukturen.

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🦇

Fledermäuse

Schönbuch und Glemswald beherbergen waldgebundene Arten wie Bechsteinfledermaus und Großes Mausohr. Alt- und Höhlenbäume sowie Streuobstbestände dienen als Quartiere und Jagdgebiete. Quartierschutz und Waldrandpflege sind typische Maßnahmen.

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🌰

Haselmaus

Die Haselmaus besiedelt strukturreiche Waldränder, Hecken und Gebüsche im Schönbuch und Heckengäu. Sie ist als streng geschützte Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie bei Gehölzeingriffen zu berücksichtigen, etwa durch Habitatvernetzung.

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🐸

Amphibien

Gelbbauchunke und Kammmolch nutzen wechselfeuchte Kleingewässer und Waldtümpel im Kreis. Neu angelegte Laichgewässer und die Vernetzung von Feuchtbiotopen sind häufige Kompensationsmaßnahmen bei Eingriffen in ihre Lebensräume.

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🐈

Wildkatze

Für die Waldgebiete des Schönbuchs liegen Nachweise der Europäischen Wildkatze vor, die sich in Baden-Württemberg wieder ausbreitet. Störungsarme, totholzreiche Wälder und vernetzte Gehölzstrukturen fördern die Art.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Automobil- und Hightech-Industrie

Das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen und Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Böblingen prägen den Kreis. Werks- und Gewerbeerweiterungen sowie neue Produktions- und Logistikflächen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach §§ 13 bis 15 BNatSchG.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Die Autobahnen A81 und A8, der Ausbau der Gäubahn und der S-Bahn sowie Ortsumgehungen und Brückenbauwerke lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die über Ökopunkte nach ÖKVO gedeckt werden.

🏘️

Siedlungs- und Gewerbeentwicklung

Der anhaltende Wohn- und Gewerbedruck in der Region Stuttgart führt zu Baugebietsausweisungen in vielen Kreisgemeinden. Eingriffe in Boden und Natur sind naturschutzrechtlich auszugleichen, häufig über anerkannte Ökokonten.

⚡

Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Gäuflächen und Windkraftstandorte auf den Höhenzügen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie artenschutzrechtliche Prüfungen und gegebenenfalls FCS-Maßnahmen für Greifvögel und Fledermäuse.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Böblingen

Der Landkreis Böblingen hat Anteil an zwei BfN-Großlandschaften. Der Norden und Westen gehören zu den Neckar- und Tauber-Gäuplatten (Naturraum D57) mit den Oberen Gäuen und dem Heckengäu. Der Süden und Osten liegen im Schwäbischen Keuper-Liasland (Naturraum D58) mit Schönbuch und Glemswald. Für die Kompensation ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs maßgeblich, greeNature ermittelt sie für Sie.
In Baden-Württemberg werden Kompensationsmaßnahmen nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) bewertet und in Ökopunkten ausgedrückt. Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten lassen sich einem Eingriff zuordnen. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Naturraum-Zuordnung, Flächenbereitstellung aus dem Portfolio, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und die Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Böblingen, Amt für Landwirtschaft und Naturschutz, Parkstraße 16, 71034 Böblingen. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung des Ökokontos bis zur Abnahme.
Häufige Maßnahmen sind die Pflege und Neuanlage von Streuobstwiesen, die Wiederherstellung von Wacholderheiden und Kalkmagerrasen im Heckengäu, naturnaher Waldumbau im Schönbuch, die Renaturierung von Würm, Aich und Schwippe sowie Hecken- und Biotopverbund in der offenen Gäulandschaft. Hinzu kommen artenschutzrechtliche CEF-Maßnahmen, etwa für Zauneidechse und Fledermäuse.
Ja. Große Teile des Schönbuchs sind als FFH-Gebiet Schönbuch (7420-341) und als Vogelschutzgebiet Schönbuch (7420-441) Teil des Natura-2000-Netzes, hinzu kommen wertvolle Lebensräume im Heckengäu. Eingriffe in oder nahe diesen Gebieten können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu den Anforderungen.
Ja. Geeignet sind unter anderem intensiv genutzte Ackerflächen im Gäu, aufgabegefährdete Streuobstbestände, brachfallende Magerrasen und Uferflächen an den Fließgewässern. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Anerkennung nach ÖKVO, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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