
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Bodenseekreis
Ökopunkte im Bodenseekreis, kurzfristig verfügbar. greeNature entwickelt, sichert und betreut Ausgleichsflächen nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) und übernimmt die Kompensation von der Eingriffsbilanzierung bis zur dauerhaften Pflege.
Der Landkreis Bodenseekreis im Überblick
Der Bodenseekreis liegt im äußersten Süden von Baden-Württemberg am nördlichen Ufer des Bodensees und gehört zum Regierungsbezirk Tübingen. Kreisstadt und Sitz des Landratsamts ist Friedrichshafen. Nach Süden bildet der See die Grenze zu Österreich und der Schweiz, im Norden geht der Kreis in das Oberschwäbische Hügelland über. Auf gut 664 km² leben rund 220.800 Menschen in 23 Städten und Gemeinden.
Landschaftlich prägen zwei Räume den Kreis. Das Bodenseebecken wurde vom Rheingletscher glazial geformt und ist von Flachwasserzonen, Uferwiesen und Riedgebieten gesäumt. Im Hinterland schließt das Oberschwäbische Hügelland mit Moränenzügen, Drumlins und einzelnen Moorresten an. Beide Einheiten fasst die naturräumliche Gliederung des BfN im Naturraum D66, Voralpines Hügel- und Moorland, zusammen.
Ökologisch ist der Kreis von hoher Bedeutung. Das Eriskircher Ried zwischen Rotach- und Schussenmündung ist das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet am nördlichen Bodenseeufer und zugleich FFH- sowie Vogelschutzgebiet im europäischen Netz Natura 2000. Streuwiesen, Auwaldreste, Schilfbestände und die Flachwasserzone bieten Lebensraum für zahlreiche streng geschützte Arten, was den Artenschutz nach § 44 BNatSchG bei Vorhaben regelmäßig zum zentralen Thema macht.
Wirtschaftlich zählt der Bodenseekreis zu den innovationsstärksten Regionen des Landes. Um Friedrichshafen konzentrieren sich Fahrzeug- und Antriebstechnik (ZF Friedrichshafen, Rolls-Royce Power Systems) sowie Luft- und Raumfahrt, dazu kommen Obst- und Weinbau, der Tettnanger Hopfen und ein starker Tourismus. Siedlungs-, Gewerbe- und Infrastrukturvorhaben lösen entsprechend häufig eine Ausgleichspflicht nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus, die über Ökopunkte gedeckt wird.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D66 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Eriskircher Ried, das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet am nördlichen Bodenseeufer, zugleich FFH- und Vogelschutzgebiet.
- Bodenseeufer mit Flachwasserzonen, Schilfgürteln und Streuwiesen als Natura-2000-Kulisse von europäischem Rang.
- Schussen und Rotach mit Mündungsbereichen und Auwaldresten als Verbundachsen für Fische, Amphibien und den Eisvogel.
- Oberschwäbisches Hügelland mit Moränen, Drumlins und Moorresten im nördlichen Kreisgebiet.
- Streuobst-, Wein- und Obstbaulandschaft rund um Meersburg, Hagnau und Kressbronn sowie Tettnanger Hopfen.
- Hoher Nutzungsdruck durch Hightech-Industrie, Tourismus und Siedlung im Raum Friedrichshafen.
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und begleitet Vorhabenträger auch im Bodenseekreis von der ersten Eingriffsbilanzierung bis zur langfristigen Flächenpflege. Wir sichern Ökopunkte aus anerkannten Ökokonto-Maßnahmen nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO), stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde ab und übernehmen die Herstellung, das Monitoring und die dauerhafte Unterhaltung. So werden Kompensationsverpflichtungen aus Gewerbe-, Verkehrs- und Wohnbauvorhaben rechtssicher und ohne Verzögerung im Genehmigungsverfahren erfüllt.
Typische Maßnahmen im Landkreis Bodenseekreis
Streu- und Feuchtwiesen
Wiederherstellung und extensive Pflege von Nass- und Streuwiesen in den Riedgebieten am Bodenseeufer, mit später Mahd und ohne Düngung zugunsten seltener Wiesenarten.
Gewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbauungen sowie Anlage von Gewässerrandstreifen an Schussen, Rotach und ihren Zuflüssen, um Auendynamik und Durchgängigkeit zu verbessern.
Streuobstwiesen
Neuanlage und Sanierung von Streuobstbeständen mit hochstämmigen Sorten, die Lebensraum für Höhlenbrüter, Fledermäuse und Insekten schaffen.
Kleingewässer und Laichhabitate
Anlage besonnter Tümpel und Laichgewässer für Amphibien, ergänzt um Landlebensräume aus Hecken, Säumen und Lesesteinhaufen.
Auwald und Ufergehölze
Entwicklung standortgerechter Auwaldbestände und Ufergehölze entlang der Fließgewässer als Verbundachsen und Beschattung.
Grünlandextensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Flächen im Hügelland in artenreiches Extensivgrünland mit angepasster Beweidung oder Mahd.
Geschützte Arten im Nördliches Bodenseeufer und westliches Oberschwaben
Kiebitz
Der Kiebitz brütet in offenen, feuchten Wiesen und Riedflächen. Bodenbrüter reagieren empfindlich auf Entwässerung und Nutzungsintensivierung, weshalb wiedervernässte Feuchtwiesen als Ausgleich besonders wirksam sind.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Zauneidechse besiedelt Böschungen, Bahndämme und Säume. Bei Eingriffen sind oft vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) mit Ersatzhabitaten aus Steinriegeln und Sandlinsen erforderlich.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Auwälder, Streuobst und Gebäude im Kreisgebiet dienen Fledermäusen als Quartier und Jagdrevier. Alle Arten sind streng geschützt, Quartierverluste werden über Ersatzquartiere und Habitatstrukturen ausgeglichen.
Mehr zur Art ›Amphibien
Riede, Tümpel und Grabensysteme beherbergen zahlreiche Amphibienarten. Neue besonnte Laichgewässer mit vernetzten Landlebensräumen sichern die Populationen im Rahmen der Kompensation.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Schussen und Rotach ist der Eisvogel auf strukturreiche Ufer mit Steilwänden und klarem Wasser angewiesen. Gewässerrenaturierungen fördern Brutmöglichkeiten und Nahrungsangebot.
Mehr zur Art ›Feldlerche
In der offenen Agrarlandschaft des Hügellandes brütet die Feldlerche am Boden. Lerchenfenster und extensiv bewirtschaftete Ackerrandstreifen dienen als geeignete Ausgleichsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe- und Industrieflächen
Erweiterungen der Fahrzeug-, Antriebs- sowie Luft- und Raumfahrtindustrie rund um Friedrichshafen führen zu Flächenverbrauch und entsprechendem Kompensationsbedarf.
Verkehrsinfrastruktur
Aus- und Umbau von Straßen wie der B31, Radwege und Maßnahmen am Bodensee-Airport Friedrichshafen lösen Eingriffe in Natur und Landschaft aus.
Wohn- und Siedlungsbau
Neue Baugebiete in den wachsenden Städten und Gemeinden am Seeufer erfordern Ausgleich nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Erneuerbare Energien
Freiflächen-Photovoltaik im Oberschwäbischen Hügelland und Netzausbau bringen zusätzlichen Bedarf an Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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