
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Biberach
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten, bewertet nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation in Oberschwaben zwischen Donautal, Riß und Federseebecken.
Der Landkreis Biberach im Überblick
Der Landkreis Biberach liegt im Regierungsbezirk Tübingen und bildet mit dem Alb-Donau-Kreis und der Stadt Ulm den baden-württembergischen Teil der Region Donau-Iller. Mit rund 1.410 km² gehört er zu den flächengrößten Landkreisen des Landes. Kreisstadt ist Biberach an der Riß, weitere wirtschaftliche Schwerpunkte sind Laupheim, Riedlingen und Ochsenhausen.
Landschaftlich ist der Kreis Teil Oberschwabens. Der Norden und die Beckenlagen gehören zum BfN-Naturraum D64 (Donau-Iller-Lech-Platten) mit dem Donautal um Riedlingen, den Donau-Ablach-Platten und dem Federseebecken. Der von Drumlins und Moränenzügen der Rißeiszeit geprägte Süden zählt zum Naturraum D66 (Voralpines Hügel- und Moorland, Oberschwäbisches Hügelland).
Ökologisch herausragend ist der Federsee bei Bad Buchau, das größte zusammenhängende Moorgebiet Südwestdeutschlands. Es ist Naturschutzgebiet, Europäisches Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet (Federsee und Blinder See bei Kanzach) und trägt für die prähistorischen Pfahlbauten den Titel UNESCO-Welterbe. Hinzu kommen die Donauauen, die Fließgewässer Riß und Rot sowie zahlreiche Nieder- und Übergangsmoore.
Die Wirtschaft ist überdurchschnittlich stark und breit aufgestellt, mit Unternehmen wie Boehringer Ingelheim, Liebherr und Handtmann in Biberach sowie Diehl Aviation und Kässbohrer in Laupheim. Betriebserweiterungen, Verkehrsvorhaben wie der Ausbau der B30, Gewerbeflächen und Freiflächen-Photovoltaik lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich in Baden-Württemberg nach ÖKVO in Ökopunkten zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Federsee bei Bad Buchau, größtes zusammenhängendes Moorgebiet Südwestdeutschlands, Naturschutzgebiet und Europäisches Vogelschutzgebiet
- FFH-Gebiet Federsee und Blinder See bei Kanzach, zugleich UNESCO-Welterbe (prähistorische Pfahlbauten)
- Donautal und Donauried im Norden um Riedlingen mit Auwäldern und Feuchtwiesen
- Riß und Rot als prägende Fließgewässer der Oberschwäbischen Hochebene
- Moränenlandschaft aus der Rißeiszeit mit Drumlins, Toteislöchern und Kleinseen
- Bussen als markanter Zeugenberg mit Magerrasen und Streuobst
- Zahlreiche Nieder- und Übergangsmoore als Ökopunkt-starke Kompensationskulisse nach ÖKVO
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und entwickelt Ausgleichsflächen auch in Oberschwaben. Wir arbeiten routiniert mit der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO), kennen die Ökokonto-Praxis in Baden-Württemberg und die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Biberach. Gerade die Moor- und Grünlandstandorte rund um den Federsee bieten eine hochwertige Kulisse für Kompensationsmaßnahmen.
Typische Maßnahmen im Landkreis Biberach
Moorrenaturierung und Wiedervernässung
Anhebung der Wasserstände in entwässerten Nieder- und Übergangsmooren Oberschwabens, etwa im Umfeld des Federseebeckens. Wiedervernässung bindet Kohlenstoff, schafft Torfbildner-Lebensräume und erzeugt nach ÖKVO eine hohe Aufwertung in Ökopunkten.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Wiesen und Äcker in artenreiches, spät gemähtes Feuchtgrünland. Die Streuwiesen und Nasswiesen sind Lebensraum für Wiesenvögel wie den Kiebitz sowie für zahlreiche Insektenarten.
Fließgewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbauungen, Anlage von Gewässerrandstreifen und Wiederherstellung der Durchgängigkeit an Riß, Rot und Donau. Naturnahe Ufer bieten Habitate für Eisvogel, Biber und Fische.
Streuobstwiesen
Anlage und Pflege hochstämmiger Obstbestände auf den Moränenhängen Oberschwabens. Alte Obstbäume schaffen Höhlen für Fledermäuse und Höhlenbrüter und verbinden Offenland mit Siedlungsrand.
Artenschutz CEF und FCS
Maßgeschneiderte Maßnahmen für artenschutzrechtliche Konflikte, etwa Habitatflächen und Reptilienbänder für die Zauneidechse, Laichgewässer für Amphibien sowie Quartiere für Fledermäuse, abgestimmt auf die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung.
Hecken und Biotopverbund
Neuanlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen in der ausgeräumten Feldflur der Oberschwäbischen Hochebene, um Lebensräume für Feldlerche, Feldhase und Wildbienen zu vernetzen.
Geschützte Arten im Oberschwaben und Federseebecken
Kiebitz und Wiesenvögel am Federsee
Das Federseeried und die umliegenden Feuchtwiesen zählen zu den wichtigsten Wiesenvogelgebieten Südwestdeutschlands. Typische Maßnahmen sind Wiedervernässung, extensive Grünlandnutzung und die Anlage von Blänken als vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF).
Mehr zur Art ›Kammmolch in Moortümpeln
In den Kleingewässern und Moorschlenken Oberschwabens kommt der Kammmolch (Anhang II und IV FFH-Richtlinie) vor. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer sind eine wirksame CEF-Maßnahme zur Sicherung der Fortpflanzungsstätten.
Mehr zur Art ›Eisvogel und Biber an Riß und Donau
Naturnahe Ufer mit Steilwänden und Altarmen an Riß, Rot und Donau bieten Lebensraum für den Eisvogel und den Biber. Uferrenaturierungen und Gewässerrandstreifen verbessern diese Habitate.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wäldern und Streuobst
Alte Laubwälder, Streuobstbestände und Gebäude im Kreisgebiet sind Jagd- und Quartierlebensraum für mehrere Fledermausarten. Quartierhilfen und der Erhalt von Höhlenbäumen sichern nach § 44 BNatSchG geschützte Fortpflanzungs- und Ruhestätten.
Mehr zur Art ›Feldlerche in der Feldflur
In der offenen Ackerlandschaft der Oberschwäbischen Hochebene brütet die Feldlerche als Bodenbrüter. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensiv bewirtschaftete Ackerflächen dienen als CEF- und FCS-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an Bahndämmen und Abbauflächen
Bahndämme, Kiesgruben und Böschungen sind Lebensraum der streng geschützten Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Bauvorhaben sind Habitatflächen mit Lesesteinhaufen und Vergrämung häufige artenschutzrechtliche Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Pharma und Industrie
Standorte wie Boehringer Ingelheim, Liebherr und Handtmann in Biberach sowie Diehl Aviation und Kässbohrer in Laupheim erweitern regelmäßig Produktions- und Forschungsflächen. Solche Vorhaben erzeugen Kompensationsbedarf, der nach ÖKVO in Ökopunkten auszugleichen ist.
Infrastruktur und Verkehr
Der Ausbau der B30 zwischen Ulm und Bodensee, Maßnahmen an B311 und B312 sowie Ortsumgehungen und Bahnprojekte lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.
Siedlung und Gewerbe
Neue Wohn- und Gewerbegebiete in Biberach, Laupheim, Riedlingen und den Umlandgemeinden erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Grundeigentümer können ihre Flächen als Ökokonto einbringen.
Energie und Erneuerbare
Freiflächen-Photovoltaik auf Ackerstandorten und Windenergieanlagen in den Wäldern Oberschwabens benötigen Kompensation und, bei Betroffenheit windkraftsensibler Arten, Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS).
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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