Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche
Baden-Württemberg · ÖKVO
Naturraum D60 · D64
Regierungsbezirk Tübingen

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Alb-Donau-Kreis

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Eingriffe im Alb-Donau-Kreis. greeNature begleitet Ihre Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) als Full-Service-Partner, von der Bedarfsanalyse über die Flächenzuordnung bis zur Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.

1.357
km² Kreisfläche
~200k
Einwohner
55
Gemeinden
2
Naturräume D60/D64
11
FFH-Gebiete (Natura 2000)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Alb-Donau-Kreis im Überblick

Der Alb-Donau-Kreis liegt im Osten Baden-Württembergs und gehört zum Regierungsbezirk Tübingen. Er umschließt die kreisfreie Stadt Ulm, in der das Landratsamt seinen Verwaltungssitz hat, obwohl Ulm selbst nicht zum Kreisgebiet zählt. Mit 55 Gemeinden ist der Kreis eine der gemeindereichsten Verwaltungseinheiten des Landes.

Landschaftlich reicht der Kreis von der Hochfläche der Schwäbischen Alb im Norden bis in das Donautal im Süden. Der BfN gliedert das Gebiet in zwei Naturräume, die Schwäbische Alb (D60) mit ihrer verkarsteten Kuppen- und Flächenalb, den Trockentälern von Lone, Lauter und Schmiech und dem Blautopf bei Blaubeuren, sowie die Donau-Iller-Lech-Platte (D64) mit Schotterterrassen und weiten Flussniederungen entlang der Donau.

Ökologisch bedeutsam sind das Donauried mit dem Donaumoos als großflächiges Feucht- und Wiesenbrütergebiet, die Wacholderheiden und Kalkmagerrasen der Kuppenalb sowie die höhlenreichen Kalkhänge, darunter die UNESCO-Welterbe-Eiszeithöhlen im Lonetal. Der Kreis hat Anteil an elf FFH-Gebieten des Natura-2000-Netzes.

Wirtschaftlich prägen die Zement- und Kalksteinindustrie um Schelklingen, Rohstoffabbau im Donautal, die Verkehrsachsen der A8 und der Donautalstraßen sowie Windenergie und Siedlungsentwicklung im Ulmer Umland den Kreis. Diese Vorhaben lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus, die in Baden-Württemberg über die Ökokonto-Verordnung in Ökopunkten bewertet werden.

Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D60
Schwäbische Alb
Zum Naturraum D60 ›
D64
Donau-Iller-Lech-Platten
Zum Naturraum D64 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Ehingen (Donau) (KS)BlaubeurenBlausteinLangenauLaichingenErbachDietenheimMunderkingenSchelklingenDornstadtMerklingenIllerkirchberg

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Anteil an elf FFH-Gebieten des Natura-2000-Netzes, darunter Blau und Kleine Lauter sowie Donau zwischen Munderkingen und Riedlingen
  • Vogelschutzgebiet Täler der Mittleren Flächenalb (7624-441)
  • FFH-Gebiet Tiefental und Schmiechtal (DE-7426-341)
  • Donauried und Donaumoos als großflächiges Feuchtgebiet und Wiesenbrüterlebensraum
  • Lonetal mit Trockentalcharakter und UNESCO-Welterbe-Eiszeithöhlen
  • Blautopf bei Blaubeuren, bedeutende Karstquelle des Blautals
  • Wacholderheiden und Kalkmagerrasen der Kuppenalb bei Laichingen

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und arbeitet in Baden-Württemberg konsequent mit der Bewertungssystematik der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Alb-Donau-Kreises ab, kennen die naturräumlichen Unterschiede zwischen Schwäbischer Alb und Donautal und ordnen Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten passgenau dem jeweiligen Eingriff zu. Von der Bedarfsanalyse bis zur Dokumentation übernehmen wir den gesamten Kompensationsprozess.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Alb-Donau-Kreis

🐑

Wacholderheiden und Magerrasen

Pflege und Wiederherstellung von Wacholderheiden und Kalkmagerrasen der Kuppenalb durch extensive Schafbeweidung und Entbuschung, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, Zauneidechse und seltene Pflanzenarten.

🍎

Streuobstwiesen

Anlage und Reaktivierung traditioneller Streuobstbestände an Albtrauf und Talrändern, Lebensraum für höhlenbrütende Vögel, Fledermäuse und Wildbienen.

💧

Feucht- und Auenwiesen im Donauried

Extensivierung und Vernässung von Grünland im Donauried und Donaumoos, Förderung von Wiesenbrütern wie Kiebitz und Braunkehlchen sowie von Amphibien in neu angelegten Kleingewässern.

🌊

Gewässerrenaturierung

Revitalisierung von Blau, Lauter, Schmiech und Donau mit Uferabflachungen, Totholz und Anbindung von Altgewässern, Verbesserung der Durchgängigkeit und Schaffung von Habitaten für Eisvogel und Fische.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse, Fledermausquartiere und Laichgewässer für die Gelbbauchunke.

🌿

Trockenmauern und Biotopverbund

Anlage von Trockenmauern, Lesesteinriegeln und Hecken auf der Alb, Trittsteinbiotope für Reptilien, Kleinsäuger und Insekten zwischen den verinselten Magerstandorten.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Schwäbische Alb und Donautal um Ulm

🦇

Fledermäuse der Albhöhlen

Die höhlen- und felsenreiche Alb bietet bedeutende Quartiere, etwa für Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus. Streuobst und strukturreiche Wälder dienen als Jagdgebiete. Quartiersschutz und der Erhalt von Höhlenbäumen sind typische CEF-Maßnahmen.

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🦎

Zauneidechse auf Magerstandorten

Wacholderheiden, Kalkmagerrasen, Bahndämme und Steinbruchböschungen sind Kernhabitate der Zauneidechse. Bei Eingriffen sind vorgezogene Umsiedlungen und die Anlage von Ersatzhabitaten mit Steinriegeln und Totholz gängige Praxis.

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🐦

Kiebitz und Wiesenbrüter im Donauried

Das Donauried und Donaumoos zählen zu den bedeutenden Wiesenbrütergebieten der Region. Kiebitz, Braunkehlchen und weitere Arten profitieren von extensiver Grünlandnutzung, Vernässung und angepassten Mahdterminen.

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🐟

Eisvogel an Blau und Donau

Naturnahe Uferabschnitte an Blau, Lauter, Schmiech und Donau bieten dem Eisvogel Brutplätze in Steilwänden. Renaturierungen mit Uferabbrüchen und strukturreichen Gewässerrändern schaffen neue Habitate.

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🐸

Gelbbauchunke und Amphibien

Steinbrüche, Abbaustellen und Auen im Donautal beherbergen Pionierarten wie die Gelbbauchunke sowie den Kammmolch. Temporäre Kleingewässer und wassergefüllte Fahrspuren sind zentrale Elemente der Ausgleichsplanung.

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🌾

Feldlerche der Albhochfläche

Die offenen Ackerlandschaften der Laichinger Alb und der Flächenalb sind Lebensraum der Feldlerche und weiterer Feldvögel. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstrukturen zählen zu den passenden Aufwertungsmaßnahmen.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

⛏️

Zementindustrie und Rohstoffabbau

Der Kalksteinabbau und die Zementproduktion um Schelklingen sowie Kies- und Schotterabbau im Donautal gehören zu den bedeutenden Rohstoffvorhaben der Region. Erweiterungen und Rekultivierungen lösen regelmäßig Kompensationsbedarf aus. greeNature entwickelt hierfür passende Ökokonto-Maßnahmen.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Der Ausbau der A8 über die Alb, der neue ICE-Halt Merklingen an der Neubaustrecke sowie Bundes- und Landesstraßen im Donautal erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.

⚡

Windenergie auf der Alb

Windenergievorhaben auf der Schwäbischen Alb erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG, insbesondere FCS-Maßnahmen für windkraftsensible Arten wie Fledermäuse und Greifvögel.

🏘️

Siedlungs- und Gewerbeentwicklung

Wohn- und Gewerbegebiete im Ulmer Umland, etwa in Dornstadt, Blaustein und Erbach, führen zu Flächenversiegelung. Grundstückseigentümer können geeignete Flächen als Ausgleichsflächen einbringen, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung und Monitoring.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

BI
Landkreis Biberach
Südlicher Nachbar, oberschwäbisches Donautal
RE
Landkreis Reutlingen
Westlicher Nachbar, Schwäbische Alb
GÖ
Landkreis Göppingen
Nordwestlicher Nachbar, Albtrauf
HE
Landkreis Heidenheim
Nördlicher Nachbar, Ostalb und Lonetal
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Alb-Donau-Kreis

Der Kreis hat Anteil an zwei BfN-Naturräumen. Der Norden gehört zur Schwäbischen Alb (D60) mit Kuppen- und Flächenalb, Trockentälern und verkarsteten Kalkhängen. Der Süden zählt zur Donau-Iller-Lech-Platte (D64) mit Schotterterrassen und den Flussniederungen der Donau. Die genaue Naturraumzuordnung des Eingriffs ist für die Bewertung der Kompensation maßgeblich, greeNature ermittelt sie für Ihr Vorhaben.
In Baden-Württemberg richtet sich die Bewertung nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). Aufwertungen von Natur und Landschaft werden dabei in Ökopunkten ausgedrückt und in einem behördlich anerkannten Ökokonto geführt. Sie dienen dem Ausgleich von Eingriffen nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Flächenzuordnung und die Abstimmung mit der Behörde.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Alb-Donau-Kreis, Untere Naturschutzbehörde, Schillerstraße 30, 89077 Ulm. Das Landratsamt hat seinen Sitz in der kreisfreien Stadt Ulm, die selbst nicht zum Kreisgebiet gehört. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie.
Auf der Alb sind Pflege von Wacholderheiden und Kalkmagerrasen, Streuobstwiesen und Trockenmauern verbreitet. Im Donautal und Donauried stehen die Extensivierung von Feuchtwiesen, die Gewässerrenaturierung an Blau, Lauter, Schmiech und Donau sowie Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse, Fledermäuse und Gelbbauchunke im Vordergrund.
Bei Betroffenheit streng geschützter Arten sind vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) erforderlich, damit die ökologische Funktion durchgehend erhalten bleibt. Reichen diese nicht aus, kommen Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) in Betracht. Liegen Vorhaben nahe an FFH-Gebieten, ist zusätzlich eine Verträglichkeitsprüfung nötig. greeNature bindet den Artenschutz von Anfang an in die Planung ein.
Ja. Besonders geeignet sind Ackerflächen der Albhochfläche, Feuchtgrünland im Donauried und Talstandorte mit Potenzial für Streuobst oder Magerrasen. Sie bleiben Eigentümer der Fläche und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring der Maßnahmen.
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