A white butterfly on a field scabious in a species-rich meadow
Thuringia · Bilanzierungsmodell (ThürNatG)
Natural region D18

Eco-points and compensation areas
City of Jena

eco-points und compensation areas in der kreisfreien Stadt Jena, bewertet nach dem Thuringian compensationsmodell. greeNature begleitet Vorhaben im Saaletal und auf den Muschelkalkhängen von der assessment bis zur dauerhaften Sicherung der Maßnahmen, bundesweit und mit regionalem Bezug.

114,77 km²
Stadtfläche
rund 111.000
Einwohner
30
Ortsteile
Ilm-Saale-Platte (D18)
natural region (BfN)
rund 44 % der Stadtfläche
Natura 2000
City of and ecology

The City of Jena at a glance

Jena ist nach Erfurt die zweitgrößte Stadt Thuringias und eine independent city im mittleren Saaletal. Die Stadt liegt in einem engen Talkessel, den beidseitig steile Muschelkalkhänge und die Hochflächen der Ilm-Saale-Platte begrenzen. Als eigenständige Kreisverwaltung nimmt die Stadt die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr.

Naturräumlich gehört Jena zur Ilm-Saale-Platte in the east of the Thuringian Beckens (BfN-Großlandschaft D18). Prägend sind die Talaue der Saale, die trockenwarmen Muschelkalkhänge mit ihren Halbtrockenrasen und Orchideenvorkommen sowie die bewaldeten Hochflächen von Kernberge und Wöllmisse. Nach Südosten schließt die waldreiche Saale-Elster-Sandsteinplatte an.

Rund 44 Prozent der Stadtfläche sind als Natura-2000-Gebiete gemeldet. Ein Ring aus mehreren FFH-Gebieten und das Vogelschutzgebiet der westlichen Saaleplatte umschließen die Stadt, darunter das bekannte Leutratal mit einem der artenreichsten Orchideenstandorte Mitteleuropas.

Economically, Jena von Hochtechnologie geprägt, insbesondere von der Optik- und Photonikbranche sowie von der Friedrich-Schiller-Universität und mehreren Forschungseinrichtungen. Wachsender Wohnungsbedarf, Gewerbe- und Campuserweiterungen sowie Verkehrsvorhaben regularly trigger impacte aus, deren Ausgleich nach dem Thuringian compensationsmodell auf Grundlage des ThürNatG zu erbringen ist.

A white butterfly on a field scabious in a species-rich meadow

🗺️ Associated natural regions

D18
Thüringer Becken und Randplatten
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📍 City districts

Zentrum (seat)Jena-NordJena-OstJena-WestJena-SüdLobedaWinzerlaWenigenjenaGöschwitzBurgauZwätzenCospedaKunitzAmmerbach

🌿 Ecological features

  • Ring aus rund sieben FFH-Gebieten um die Stadt, Natura-2000-Anteil von etwa 44 Prozent der Stadtfläche
  • NSG und FFH-Gebiet Leutratal und Cospoth, überregional bedeutender Muschelkalk-Trockenrasen mit außergewöhnlichem Orchideenreichtum
  • NSG Kernberge und Wöllmisse bei Jena mit Trockenhängen, Buchenwäldern und Felsfluren über dem Saaletal
  • FFH-Gebiet Tautenburger Forst, Hohe Lehde und Gleistalhänge in the north of the Stadtgebiets
  • Vogelschutzgebiet Muschelkalkhänge der westlichen Saaleplatte
  • Die Saale als characterisedes Fließgewässer mit floodplainnresten und Nebenbächen wie Leutra und Gembdenbach
  • Trockenwarme Muschelkalkhänge mit Halbtrockenrasen, Streuobst und wärmeliebender Insekten- und Reptilienfauna

✅ greeNature on the ground

greeNature entwickelt und sichert in Jena compensationsmaßnahmen, die zum Saaletal und zu den Muschelkalkhängen der Ilm-Saale-Platte passen. Wir bilanzieren impacte nach dem Thuringian compensationsmodell auf Grundlage des ThürNatG und der Thuringian compensationsverordnung, stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt ab und übernehmen Planung, Umsetzung, monitoring und die dauerhafte rechtliche Sicherung. Schwerpunkte liegen auf der restoration von Saale und Nebenbächen, der Entsiegelung innerstädtischer Flächen, der management of the site und Entwicklung der Halbtrockenrasen sowie der Aufwertung stadtnaher Grünland- und Streuobstflächen. Als bundesweit tätiges Unternehmen begleiten wir kommunale wie private project developer.

Compensation in the city

Typical measures in the city of Jena

💧

Gewässerrenaturierung an Saale und Nebenbächen

Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und naturnahe Entwicklung der Saaleaue sowie der Zuflüsse Leutra und Gembdenbach. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und gewässerbegleitende Gehölze als habitat für kingfisher, Fische und Amphibien.

🧱

Entsiegelung und Rückbau

Rückbau versiegelter Flächen im dicht bebauten Talkessel, etwa nicht mehr genutzter Verkehrs-, Gewerbe- und Lagerflächen, mit anschließender Bodenentwicklung und standortgerechter Begrünung. Entsiegelung verbessert Wasserhaushalt und Kaltluftbildung im Stadtklima.

🦋

management of the site und Entwicklung von Halbtrockenrasen

Erhalt und Wiederherstellung der Muschelkalk-Halbtrockenrasen an den Hängen um Jena durch Entbuschung, Schaf- und Ziegenbeweidung sowie angepasste Mahd. Diese FFH-habitattypen tragen die außergewöhnliche Orchideen- und Insektenvielfalt der Region.

🍎

traditional orchardn an den Hängen

Anlage und Reaktivierung von traditional orchard areasn auf den Übergangslagen zwischen Siedlung und Offenland. traditional orchardn verbinden Trockenhänge mit der floodplain, bieten habitat für bats, Höhlenbrüter und Wildbienen und werten das Landschaftsbild auf.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Ersatzhabitate für die sand lizard an besonnten Böschungen, Trockenmauern und Bahndämmen, batquartiere in und an Gebäuden sowie kingfisher-Steilwände an der Saale, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.

🌳

Waldrand- und habitat network

Entwicklung strukturreicher Waldränder und Gehölzsäume an den bewaldeten Hochflächen von Kernberge und Wöllmisse sowie Anlage von hedgerown und stepping-stone habitaten. Solche Strukturen vernetzen Trockenhänge, Wald und Offenland zu einem durchgängigen habitat network.

Species diversity

Protected species in the Mittleres Saaletal und Muschelkalkhänge

🦎

sand lizard an Trockenhängen

Die besonnten Muschelkalkhänge, Bahndämme und Böschungen im Stadtgebiet sind Kernlebensräume der strictly protecteden sand lizard (Anhang IV FFH-Richtlinie). Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben sind vorgezogene CEF-Maßnahmen wie Steinriegel, Totholz und Habitatanlagen erforderlich.

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🦇

bats in Hängen und Gebäuden

Die Kalkhänge, Höhlen und Altbausubstanz Jenas bieten zahlreichen batarten Quartiere und Jagdräume. Alle Arten sind strictly protected, bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme im räumlichen Zusammenhang zu schaffen.

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🐦

kingfisher an der Saale

Naturnahe Uferabschnitte der Saale und ihrer Nebenbäche bieten dem kingfisher Steilwände als Brutplätze. Bei impacten an Gewässern, etwa Brücken- und Uferbau, sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische compensation measures.

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🌾

skylark auf den Hochflächen

Auf den ackerbaulich genutzten Hochflächen östlich und westlich des Saaletals brütet die skylark als Charakterart der offenen Feldflur. Extensivierung, Blühstreifen und Lerchenfenster stärken ihren Bestand und dienen als funktionaler Ausgleich für impacte in die Agrarlandschaft.

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🐸

Amphibien in Kleingewässern

Gelbbauchunke, great crested newt und Erdkröte besiedeln Tümpel, Steinbruchgewässer und wechselwet hollows im Umfeld der Stadt. Neuanlage und Vernetzung fischfreier Laichgewässer sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bauvorhaben.

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🐱

European wildcat in den Hangwäldern

Die bewaldeten Hänge und Hochflächen von Wöllmisse und Tautenburger Forst gehören zum habitat der Europäischen European wildcat. Strukturreiche Waldränder, Totholz und ein durchgängiger habitat network verbessern ihre Wander- und Rückzugsmöglichkeiten.

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Typical projects

Which projects trigger a compensation obligation?

🏘️

Wohnungsbau und Innenentwicklung

Der wachsende Wohnraumbedarf im engen Talkessel führt zu Nachverdichtung, Baulückenschluss und neuen Wohnquartieren, etwa im Bereich Lobeda und in innerstädtischen Entwicklungsflächen. Solche Vorhaben regularly trigger Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach dem Thuringian compensationsmodell aus.

🔬

Hightech, Gewerbe und Campus

Als Standort der Optik- und Photonikindustrie sowie der Universität entwickelt Jena laufend Technologie-, Gewerbe- und Campusflächen weiter. Erweiterungen von Produktions-, Labor- und Forschungsstandorten erzeugen impacte, deren Ausgleich fachlich und rechtssicher zu begleiten ist.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Der Ausbau von Straßen, Brücken über die Saale, Bahnanlagen und dem Straßenbahnnetz sowie Maßnahmen des Hochwasserschutzes greifen in floodplain- und Hanglebensräume ein. Sie erfordern compensation und häufig artenschutzrechtliche CEF-Maßnahmen.

🌐

Ver- und Entsorgung, Energie

Leitungstrassen, Photovoltaikflächen und Anlagen der Ver- und Entsorgung im Stadt-Umland-Bereich lösen impacte aus. Flächeneigentümer im Umfeld können geeignete Grundstücke als compensation areas einbringen und über ein eco-account langfristig sichern lassen.

How it works

From enquiry to monitoring

01

Contact and enquiry

Tell us your compensation requirement and the natural region. We check availability.

02

Offer and advice

A transparent offer covering measure types, scope and availability.

03

Coordination with authorities

Full coordination with the lower nature conservation authority. We handle everything.

04

Long-term monitoring

Permanent securing of the land, management and documentation across the contract term.

Frequently asked questions

All about eco-points
in the city of Jena

Jena liegt im mittleren Saaletal und gehört zur Ilm-Saale-Platte in the east of the Thuringian Beckens, in der Gliederung des Bundesamtes für Naturschutz die Großlandschaft D18. Prägend sind die Saaleaue, die Muschelkalkhänge mit ihren Halbtrockenrasen und die bewaldeten Hochflächen. Für die compensation ist der funktionale Bezug zum betroffenen natural region entscheidend.
impacte und compensation measures werden nach dem Thuringian compensationsmodell auf Grundlage des Thuringian Naturschutzgesetzes (ThürNatG) und der Thuringian compensationsverordnung assessed. greeNature übernimmt die Bedarfsanalyse, die assessment, die Flächenbereitstellung, die Abstimmung mit der Behörde und die Dokumentation.
Als independent city nimmt Jena die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr. Zuständig ist der Fachdienst Umweltschutz, Team Naturschutz, Am Anger 26, 07743 Jena. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen vollständig, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Im dicht bebauten Talkessel sind Entsiegelung, die restoration von Saale und Nebenbächen, die management of the site der Muschelkalk-Halbtrockenrasen sowie die Aufwertung stadtnaher Grünland- und Streuobstflächen häufige Maßnahmen. Hinzu kommen artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen für sand lizard, bats und kingfisher.
Ja. Rund 44 Prozent der Stadtfläche sind Natura-2000-Gebiete, darunter ein Ring aus mehreren FFH-Gebieten wie Leutratal und Cospoth, Kernberge und Wöllmisse sowie das Vogelschutzgebiet der westlichen Saaleplatte. impacte im Umfeld dieser Gebiete können artenschutzrechtliche Prüfungen und FCS-Maßnahmen nach § 45 BNatSchG erfordern. greeNature berät zu den naturschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Geeignet sind unter anderem Hangflächen mit Potenzial für Halbtrockenrasen und Streuobst, gewässernahe Grundstücke an der Saale sowie extensivierbare Grünland- und Ackerflächen auf den Hochflächen. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, management of the site, monitoring und die dauerhafte rechtliche Sicherung.
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