Young afforestation with a wildlife protection fence at the woodland edge
Saxony · SächsÖKoVO / Ökokonto
Natural region D13 · D08

Eco-points and compensation areas
District of Görlitz

Sofort verfügbare eco-points aus anerkannten Ökokonten nach der Sächsischen eco-account regulation (SächsÖKoVO). greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für compensation in der Östlichen Oberlausitz und im Neißeland.

~2.111
km² Kreisfläche
~244k
Einwohner
53
Städte & Gemeinden
3
natural regions D13/D14/D18
5
Große Kreisstädte
District of and ecology

The District of Görlitz at a glance

Der district Görlitz bildet den äußersten Osten Sachsens und ist mit rund 2,111 km² der drittgrößte district des Freistaats. Er reicht von der Bergbaufolgelandschaft der nördlichen Oberlausitz bis in das Zittauer Gebirge im Süden und grenzt über die Lausitzer Neiße unmittelbar an Polen sowie im Süden an Tschechien. district seat und Sitz der Kreisverwaltung ist die Große district seat Görlitz.

Landschaftlich gliedert sich der Kreis in drei sehr unterschiedliche Räume. Der Norden gehört zum natural region Oberlausitzer Heideland (D13) mit ausgedehnten Kiefernheiden, Sandflächen und dem teichreichen Oberlausitzer Teichgebiet. Der mittlere und östliche Teil um Görlitz zählt zum natural region Oberlausitz (D14) mit dem Neißetal, den Königshainer Bergen und dem Lausitzer Bergland. Der Süden um Zittau gehört zum Sächsisch-Böhmischen Kreidesandsteingebiet (D18) mit dem Zittauer Gebirge, dem kleinsten deutschen Mittelgebirge.

Ökologisch ist der district von überregionaler Bedeutung. Das Oberlausitzer Teichgebiet mit dem Niederspreer Teichgebiet zählt zu den teichreichsten Landschaften Mitteleuropas und ist ein bedeutendes Brut- und Rastgebiet für Wasser- und Watvögel. Hinzu kommen das grenzüberschreitende Neißetal als FFH-Gebiet, der UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen bei Bad Muskau und der Naturpark Zittauer Gebirge. Die Oberlausitz gilt zudem als Kernraum der Rückkehr des Wolfs nach Deutschland.

Die Wirtschaft ist stark vom Strukturwandel geprägt. Die Braunkohletagebaue Nochten und Reichwalde sowie das Kraftwerk Boxberg der LEAG bestimmen den Norden, während in Görlitz mit dem Deutschen Zentrum für Astrophysik neue Forschungs- und Industrievorhaben entstehen. Bergbau, Rekultivierung, Verkehrs- und Energieinfrastruktur sowie Siedlungs- und Gewerbeentwicklung lösen regelmäßig impacts aus, deren Ausgleich nach der impact mitigation regulation der §§ 13 bis 15 BNatSchG und der SächsÖKoVO zu erbringen ist.

Young afforestation with a wildlife protection fence at the woodland edge

🗺️ Associated natural regions

D13
Oberlausitzer Heideland
Go to natural region D13 ›
D08
Spreewald und Lausitzer Becken- und Heideland
Go to natural region D08 ›

📍 Selected municipalities

Görlitz (seat)ZittauWeißwasser/O.L.NieskyLöbauReichenbach/O.L.Rothenburg/O.L.Ebersbach-NeugersdorfBad MuskauOstritzHerrnhutBoxberg/O.L.KrauschwitzRietschen

🌿 Ecological features

  • Oberlausitzer Teichgebiet mit dem Niederspreer Teichgebiet, eine der teichreichsten Landschaften Mitteleuropas
  • Neißetal als grenzüberschreitende Fluss- und floodplain (FFH-Gebiet an der Lausitzer Neiße)
  • Naturpark Zittauer Gebirge, das kleinste deutsche Mittelgebirge, mit Fels- und Kammlagen
  • UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen bei Bad Muskau mit dem historischen Fürst-Pückler-Park
  • Königshainer Berge, Granithärtling mit calcareous grassland, Blockhalden und ehemaligen Steinbrüchen
  • Bergbaufolgelandschaft der Tagebaue Nochten und Reichwalde sowie der renaturierte Berzdorfer See
  • Kernraum der Wolfsrückkehr nach Deutschland in der Lausitz

✅ greeNature on the ground

greeNature ist bundesweit tätig und arbeitet in Saxony konsequent nach der Sächsischen eco-account regulation (SächsÖKoVO) und der sächsischen Handlungsempfehlung zur Bewertung und assessment von Eingriffen. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Görlitz sowie die Besonderheiten der natural regions D13, D14 und D18, von der Bergbaufolgelandschaft im Norden bis zum Zittauer Gebirge im Süden.

Compensation in the district

Typical measures in the district of Görlitz

💧

Teich- und Feuchtgebietsentwicklung

Wiederherstellung von Verlandungszonen, Röhrichten und Flachwasserbereichen im Oberlausitzer Teichgebiet. Solche measures sichern Laich- und Bruthabitate für Amphibien, Wasservögel und Libellen und werten die traditionelle Teichlandschaft ökologisch auf.

🌾

Heide- und Sandmagerrasenpflege

Entbuschung, Beweidung und Mahd auf Sandheiden und calcareous grassland der nördlichen Oberlausitz, auch auf Truppenübungs- und Bergbaufolgeflächen. Offene Sandlebensräume sind Rückzugsraum für sand lizard, Wildbienen und wärmeliebende Pflanzenarten.

🌊

floodplain restoration an Neiße und Schöps

dismantling von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Förderung eigendynamischer Gewässerentwicklung an Lausitzer Neiße, Weißem und Schwarzem Schöps. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und floodplain forest als habitat für kingfisher, Fische und Amphibien.

⛏️

Bergbaufolge und Rekultivierung

Naturschutzfachliche Gestaltung von Kippen und Restlochseen im Umfeld der Tagebaue Nochten und Reichwalde. Aus nährstoffarmen Rohböden lassen sich hochwertige Offenland- und Pionierlebensräume entwickeln, die als anerkennungsfähige compensation nach SächsÖKoVO dienen.

🌳

forest conversion der pine plantations

Umbau strukturarmer Kiefernbestände zu standortgerechten Mischwäldern aus Eiche, Buche, Birke und Hainbuche sowie Förderung von Alt- und Totholz. Das erhöht die Biotopwertigkeit und stabilisiert die weiten Waldflächen der Heidelandschaft.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Ersatzhabitate für die sand lizard an Bahndämmen und Böschungen, Fledermausquartiere in und an Gebäuden, spawning habitat für firebelly toad und great crested newt, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-measure nach § 44 und § 45 BNatSchG.

Species diversity

Protected species in the Östliche Oberlausitz und Neißeland

🐸

firebelly toad und Amphibien

Das Oberlausitzer Teichgebiet ist ein bundesweit bedeutendes Vorkommen der firebelly toad (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie). Neuanlage und Vernetzung flacher, fischfreier spawning habitat sind bewährte CEF- und FCS-measures für firebelly toad, moor frog und tree frog.

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🦎

sand lizard auf Offenland

Sandheiden, Bahndämme, Steinbrüche und Bergbaufolgeflächen bieten der streng geschützten sand lizard ideale Bedingungen. Bei Eingriffen sind Ersatzhabitate mit Sonnenplätzen, Versteck- und Eiablagestrukturen als vorgezogene CEF-measure erforderlich.

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🦇

bats in Parks und Gebäuden

Der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau, alte Waldbestände und Gebäude bieten Quartiere für Große Bartfledermaus, noctule und weitere Arten (Anhang IV FFH-Richtlinie). Bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-measure zu schaffen.

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🐦

kingfisher an Neiße und Schöps

Naturnahe Uferabschnitte der Lausitzer Neiße und der Schöps-waterbodies bieten Steilwände als Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische measures für den streng geschützten kingfisher.

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🕊️

black stork in großen Wäldern

Die ausgedehnten, gewässerreichen Wälder der Oberlausitz beherbergen den black stork, der störungsarme Altholzbestände und fischreiche Bäche benötigt. Horstschutz, Waldrandgestaltung und die Sicherung von Nahrungsgewässern sind geeignete FCS-measures.

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🪶

northern lapwing und meadow-breeding birds

Feuchte Grünländer, Teichränder und offene Niederungen sind Brutgebiete für northern lapwing und weitere meadow-breeding birds. Extensivierung, rewetting und angepasste Mahdtermine sichern ihre Fortpflanzungsstätten und werten das Offenland naturschutzfachlich auf.

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Typical projects

Which projects trigger a compensation obligation?

⛏️

Braunkohle und Strukturwandel

Die Tagebaue Nochten und Reichwalde sowie das Kraftwerk Boxberg der LEAG prägen den Norden des Kreises. Bergbau, Abschlussbetriebsplanung und Rekultivierung der Bergbaufolgelandschaft erzeugen umfangreichen Kompensations- und Wiedernutzbarmachungsbedarf nach sächsischem Recht.

🛤️

Verkehrs- und Grenzinfrastruktur

Der Ausbau der B178n, measures an der A4 sowie die Elektrifizierung und der Ausbau der Bahnstrecke Dresden, Görlitz und weiter nach Zgorzelec lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, häufig verbunden mit Artenschutzmaßnahmen an Trassen und Böschungen.

⚡

Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Bergbaufolge- und Konversionsflächen sowie Windenergievorhaben in der Oberlausitz erfordern naturschutzrechtliche compensation nach SächsÖKoVO und CEF- oder FCS-measures für betroffene Arten.

🏗️

Forschung und Gewerbeentwicklung

Mit dem Deutschen Zentrum für Astrophysik in Görlitz, neuen Industrieansiedlungen und Gewerbegebieten entstehen im Zuge des Strukturwandels project mit Eingriffsbedarf. Flächeneigentümer können als Anbieter von compensation areas profitieren.

How it works

From enquiry to monitoring

01

Contact and enquiry

Tell us your compensation requirement and the natural region. We check availability.

02

Offer and advice

A transparent offer covering measure types, scope and availability.

03

Coordination with authorities

Full coordination with the lower nature conservation authority. We handle everything.

04

Long-term monitoring

Permanent securing of the land, management and documentation across the contract term.

Neighbouring districts

Eco-points in adjoining districts

BA
District of Bautzen
Westlicher Nachbar · Oberlausitz (Saxony)
Frequently asked questions

All about eco-points
in the district of Görlitz

Der district Görlitz umfasst drei BfN-natural regions: das Oberlausitzer Heideland (D13) im Norden mit Kiefernheiden und Teichen, die Oberlausitz (D14) im mittleren und östlichen Teil mit dem Neißetal und den Königshainer Bergen sowie das Sächsisch-Böhmische Kreidesandsteingebiet (D18) im Süden mit dem Zittauer Gebirge. Für die Bewertung und assessment nach sächsischem Recht ist die genaue Lage des Eingriffs entscheidend. greeNature ermittelt die natural region-Zuordnung für Sie.
In Saxony werden Kompensationsmaßnahmen nach der Sächsischen eco-account regulation (SächsÖKoVO) auf einem eco-account geführt und nach der Handlungsempfehlung zur Bewertung und assessment von Eingriffen bewertet. greeNature übernimmt die Bedarfsanalyse, die Zuordnung geeigneter measures aus anerkannten Ökokonten, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und die vollständige Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Görlitz, Bahnhofstraße 24, 02826 Görlitz, mit einer Außenstelle in Weißwasser/O.L. Die Behörde entscheidet über impacts, anerkennt eco-account-measures und nimmt die compensation ab. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie.
Die Tagebaue Nochten und Reichwalde sowie renaturierte Restseen wie der Berzdorfer See bieten große Flächen, auf denen aus nährstoffarmen Rohböden hochwertige Offenland- und Pionierlebensräume entstehen. Solche measures sind nach SächsÖKoVO anerkennungsfähig und schaffen zugleich Rückzugsräume für sand lizard, Wildbienen und seltene Pflanzenarten.
Ja. Im district liegen unter anderem das FFH-Gebiet Neißetal, Teile des Oberlausitzer Teichgebiets und das Zittauer Gebirge. impacts im Umfeld dieser Gebiete können artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG sowie CEF- oder FCS-measures nach § 45 BNatSchG auslösen. greeNature berät zu allen FFH- und artenschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind intensiv genutzte Ackerflächen, feuchte Grünländer an Neiße und Schöps, Teichränder sowie Bergbaufolge- und Konversionsflächen. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, management und monitoring der measures.
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