
Eco-points and compensation areas
City of Magdeburg
eco-points und compensation areas in der kreisfreien Landeshauptstadt Magdeburg, bewertet nach dem assessment model Saxony-Anhalt und geführt über die eco-account regulation (ÖkoKVO LSA). greeNature entwickelt und betreut Kompensationsmaßnahmen an der Mittelelbe zwischen Elbaue und Magdeburger Börde, bundesweit tätig und behördenerfahren.
The City of Magdeburg at a glance
Magdeburg ist die kreisfreie Landeshauptstadt Saxony-Anhalts und liegt beidseitig der Elbe. Auf rund 201 Quadratkilometern leben etwa 244,000 Menschen, womit Magdeburg eine der beiden großen kreisfreien Städte des Landes ist. Das Stadtgebiet gliedert sich in 40 Stadtteile, darunter mehrere Ortschaften mit dörflichem Charakter im Süden und Osten. Da Saxony-Anhalt seine Regierungsbezirke im Jahr 2004 aufgelöst hat, ist die Stadtverwaltung unmittelbar dem Land nachgeordnet und nimmt die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr.
Naturräumlich liegt Magdeburg an der Nahtstelle zweier BfN-Haupteinheiten. Der Elbverlauf mit seinen Auen und Altwässern gehört zur Haupteinheit D09 Elbtalniederung, während die fruchtbaren Lössböden im Westen und Süden zur Magdeburger Börde zählen, die der Haupteinheit D20 (Östliches Harzvorland und Börde) zugeordnet ist. Aus diesem Nebeneinander von grundwassernaher Stromaue und trockenwarmer Schwarzerdelandschaft ergeben sich sehr unterschiedliche Ausgangswerte für Flächen und Biotoptypen, die bei der assessment von impact und Ausgleich genau zu erfassen sind.
Trotz der städtischen Prägung ist Magdeburg reich an Schutzgebieten entlang der Elbe. Das Stadtgebiet hat Anteil am großflächigen FFH-Gebiet Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg, das sich über mehrere tausend Hektar erstreckt. Im Süden liegt das Naturschutzgebiet Kreuzhorst, ein Rest naturnaher Hartholzaue mit alten Eichenbeständen, in dem unter anderem der Eremit (Osmoderma eremita) und der Mittelspecht nachgewiesen sind. Diese Natura-2000-Kulisse bestimmt wesentlich mit, wo impacts zulässig sind und wie compensation naturraumgerecht auszugestalten ist.
Wirtschaftlich ist Magdeburg als Landeshauptstadt Verwaltungs-, Hochschul-, Logistik- und Industriestandort mit dem Binnenhafen an Elbe und Mittellandkanal. Stadtentwicklung, Gewerbe- und Industrieansiedlung, Verkehrsvorhaben und Hochwasserschutz erzeugen regelmäßig impacts in Natur und Landschaft. Diese sind nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG auszugleichen. In Saxony-Anhalt erfolgt die Bewertung über das assessment model des Landes, vorgezogene measures lassen sich nach der eco-account regulation (ÖkoKVO LSA) in ein eco-account einstellen und später einem konkreten impact als Ausgleich zuordnen.

🗺️ Associated natural regions
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📍 City districts
🌿 Ecological features
- Anteil am FFH-Gebiet Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg, einem der bedeutendsten Auenkomplexe der Mittelelbe
- Naturschutzgebiet Kreuzhorst im Süden der Stadt, naturnahe Hartholzaue mit alten Eichen, Nachweisen von Eremit und Mittelspecht
- Lage an der Elbe mit Auen, Altwässern und dem Wasserstraßenkreuz von Elbe und Mittellandkanal
- Übergang von der grundwassernahen Elbtalniederung (D09) zur trockenwarmen Magdeburger Börde (D20) mit Schwarzerdeböden
- Untere Naturschutzbehörde wird von der Landeshauptstadt selbst wahrgenommen, ohne zwischengeschaltete Kreisebene
- Städtische Brach- und Konversionsflächen bieten Potenzial für desealing und innerstädtische Aufwertung
✅ greeNature on the ground
greeNature ist bundesweit tätig und mit dem Kompensationsrecht Saxony-Anhalts vertraut. In Magdeburg arbeiten wir nach dem assessment model des Landes und der eco-account regulation (ÖkoKVO LSA) für impacts in Natur und Landschaft. Wir stimmen measures mit der Unteren Naturschutzbehörde der Landeshauptstadt Magdeburg sowie, bei überörtlich bedeutsamen Fragen und Natura-2000-Belangen, mit dem Landesverwaltungsamt Saxony-Anhalt ab. Von der Bedarfsermittlung über die securing of land bis zu Umsetzung, management und monitoring begleiten wir Ihr project durchgehend und sorgen für die rechtssichere Sicherung im Kompensationsverzeichnis.
Typical measures in the city of Magdeburg
Auen- und Hartholzauenentwicklung an der Elbe
Entwicklung und Aufwertung von Weich- und Hartholzauen entlang der Elbe, etwa im Umfeld der Kreuzhorst, durch Auwaldpflanzung, Wiederanbindung von Altarmen und die Zulassung von Überflutungsdynamik. Solche measures erreichen im assessment model Saxony-Anhalts hohe Aufwertungen und stärken den habitat network an der Mittelelbe.
desealing und dismantling innerstädtischer Flächen
dismantling versiegelter Brach-, Gewerbe- und Konversionsflächen und deren Umwandlung in durchlässige, begrünte oder naturnahe Flächen. desealing wirkt unmittelbar biotopaufwertend, verbessert den Wasserhaushalt und eignet sich für die compensation im dicht bebauten Stadtgebiet.
waterbodies- und Altarmrenaturierung
Renaturierung von Elbe-Altwässern, Gräben und kleineren Fließgewässern mit naturnahen Ufern, riparian buffer strips und angebundenen Auengewässern. Neu angelegte oder wiederhergestellte Stillgewässer dienen Amphibien, Libellen und dem kingfisher als habitat.
Grünlandaufwertung und Ackerextensivierung im Umland
Extensivierung intensiv genutzter Ackerflächen der Börde und Entwicklung von artenreichem grassland in den stadtnahen Niederungen. Angepasste Mahd, Verzicht auf Düngung, Blüh- und Ackerrandstreifen schaffen Nahrungs- und Bruthabitate für Offenland- und Wiesenarten.
Gehölz- und Stadtwaldentwicklung
Neuanlage und naturnaher Umbau von Wäldern, Feldgehölzen und hedgerows im Stadt- und Umlandbereich mit heimischen Baumarten. Der Aufbau standortgerechter Bestände wertet den Biotopwert auf und schafft dauerhaft gesicherte Kompensationsflächen.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene compensation measures nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für bats an Gebäuden und im floodplain forest, spawning habitat für Amphibien, Steilwände für den kingfisher sowie Habitataufwertungen für die sand lizard, abgestimmt auf das jeweilige project.
Protected species in the Landeshauptstadt an der Mittelelbe zwischen Elbaue und Magdeburger Börde
kingfisher an Elbe und Altwässern
Die Steilufer, oxbows und small waterbodies im Elbetal bieten dem streng geschützten kingfisher Brut- und Nahrungshabitate. Bei Eingriffen an Gewässern sichern der Erhalt und die Neuanlage von Steilwänden sowie strukturreichen Uferzonen die Fortpflanzungsstätten.
About this species ›bats in floodplain forest und Bebauung
Alte Baumbestände der Hartholzaue, Gebäude und Brücken bieten Quartiere für streng geschützte Fledermausarten (Anhang IV FFH-Richtlinie). Bei Abriss, Sanierung oder Baumfällung sind Ersatzquartiere als vorgezogene CEF-measure erforderlich.
About this species ›sand lizard auf Bahn- und Trockenstandorten
Bahndämme, Brachflächen und trockenwarme Ränder im Stadtgebiet sind habitat der streng geschützten sand lizard. Bei Eingriffen sind Habitataufwertung, die Anlage von Strukturen und, soweit unvermeidbar, eine Umsiedlung mit vorgezogener Habitatschaffung nötig.
About this species ›great crested newt und Amphibien der Aue
Auengewässer und Grabensysteme im Elbetal beherbergen great crested newt (Anhang II FFH-Richtlinie) und weitere Amphibien. Neue oder wiederhergestellte spawning habitat im räumlichen Zusammenhang sichern die Fortpflanzungsstätten bei Eingriffen.
About this species ›northern lapwing in Auen- und Feuchtwiesen
Die Feucht- und Auenwiesen entlang der Elbe sind Bruthabitat des Kiebitzes und weiterer Wiesenvögel. Typische measures sind die Extensivierung von grassland, die Anlage von shallow ponds und die rewetting als vorgezogene CEF-measures nach § 44 BNatSchG.
About this species ›skylark in der Börde
Die weiträumige Ackerlandschaft der Magdeburger Börde am Stadtrand ist habitat der skylark. In Bau- und Infrastrukturverfahren sind Feldlerchenfenster, flowering strips und extensive Ackerrandstreifen bewährte Artenschutzmaßnahmen.
About this species ›Which projects trigger a compensation obligation?
Wohnbau und Innenentwicklung
Neubaugebiete, Nachverdichtung und die Reaktivierung von Brachflächen decken den Wohnungsbedarf der wachsenden Landeshauptstadt. Solche Bebauungspläne lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die über eco-points gedeckt werden können.
Gewerbe- und Industrieansiedlung
Die Erschließung großer Gewerbe- und Industrieflächen, etwa am Eulenberg im Südwesten an der A14, ist mit erheblichen Eingriffen auf bisherigen Ackerflächen verbunden. Der hohe compensation requirement lässt sich effizient über bevorratete eco-points aus einem eco-account abdecken.
Verkehrs- und Brückeninfrastruktur
Der Ausbau von Straßen und Schiene, die Nordverlängerung der A14 sowie Ersatzneubauten im Zug der Elbquerungen queren empfindliche Auenbereiche. Diese project erfordern compensation measures und häufig artenschutzrechtliche Prüfungen mit CEF-measures.
Hochwasserschutz und Deichbau
Deichertüchtigung, Deichrückverlegung und measures zur Hochwasservorsorge an der Elbe verändern Auen und waterbodies. Sie sind mit Eingriffen verbunden, lassen sich aber gut mit auenökologischen Kompensationsmaßnahmen verbinden.
From enquiry to monitoring
Contact and enquiry
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Offer and advice
A transparent offer covering measure types, scope and availability.
Coordination with authorities
Full coordination with the lower nature conservation authority. We handle everything.
Long-term monitoring
Permanent securing of the land, management and documentation across the contract term.
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