Flower-rich hillside meadow with oxeye daisies under a blue sky
Saxony-Anhalt · ÖkokontoVO LSA / Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt
Natural region D10 · D20 · D09

Eco-points and compensation areas
City of Magdeburg

eco-points und compensation areas in der kreisfreien Landeshauptstadt Magdeburg, bewertet nach dem assessment model Saxony-Anhalt und geführt über die eco-account regulation (ÖkoKVO LSA). greeNature entwickelt und betreut Kompensationsmaßnahmen an der Mittelelbe zwischen Elbaue und Magdeburger Börde, bundesweit tätig und behördenerfahren.

201 km²
Stadtfläche
~244.000
Einwohner (Dez. 2024)
Landeshauptstadt
von Saxony-Anhalt
40
Stadtteile
D09 / D20
BfN-natural regions
City of and ecology

The City of Magdeburg at a glance

Magdeburg ist die kreisfreie Landeshauptstadt Saxony-Anhalts und liegt beidseitig der Elbe. Auf rund 201 Quadratkilometern leben etwa 244,000 Menschen, womit Magdeburg eine der beiden großen kreisfreien Städte des Landes ist. Das Stadtgebiet gliedert sich in 40 Stadtteile, darunter mehrere Ortschaften mit dörflichem Charakter im Süden und Osten. Da Saxony-Anhalt seine Regierungsbezirke im Jahr 2004 aufgelöst hat, ist die Stadtverwaltung unmittelbar dem Land nachgeordnet und nimmt die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr.

Naturräumlich liegt Magdeburg an der Nahtstelle zweier BfN-Haupteinheiten. Der Elbverlauf mit seinen Auen und Altwässern gehört zur Haupteinheit D09 Elbtalniederung, während die fruchtbaren Lössböden im Westen und Süden zur Magdeburger Börde zählen, die der Haupteinheit D20 (Östliches Harzvorland und Börde) zugeordnet ist. Aus diesem Nebeneinander von grundwassernaher Stromaue und trockenwarmer Schwarzerdelandschaft ergeben sich sehr unterschiedliche Ausgangswerte für Flächen und Biotoptypen, die bei der assessment von impact und Ausgleich genau zu erfassen sind.

Trotz der städtischen Prägung ist Magdeburg reich an Schutzgebieten entlang der Elbe. Das Stadtgebiet hat Anteil am großflächigen FFH-Gebiet Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg, das sich über mehrere tausend Hektar erstreckt. Im Süden liegt das Naturschutzgebiet Kreuzhorst, ein Rest naturnaher Hartholzaue mit alten Eichenbeständen, in dem unter anderem der Eremit (Osmoderma eremita) und der Mittelspecht nachgewiesen sind. Diese Natura-2000-Kulisse bestimmt wesentlich mit, wo impacts zulässig sind und wie compensation naturraumgerecht auszugestalten ist.

Wirtschaftlich ist Magdeburg als Landeshauptstadt Verwaltungs-, Hochschul-, Logistik- und Industriestandort mit dem Binnenhafen an Elbe und Mittellandkanal. Stadtentwicklung, Gewerbe- und Industrieansiedlung, Verkehrsvorhaben und Hochwasserschutz erzeugen regelmäßig impacts in Natur und Landschaft. Diese sind nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG auszugleichen. In Saxony-Anhalt erfolgt die Bewertung über das assessment model des Landes, vorgezogene measures lassen sich nach der eco-account regulation (ÖkoKVO LSA) in ein eco-account einstellen und später einem konkreten impact als Ausgleich zuordnen.

Flower-rich hillside meadow with oxeye daisies under a blue sky

🗺️ Associated natural regions

D10
Elbe-Mulde-Tiefland
Go to natural region D10 ›
D20
Mitteldeutsches Schwarzerdegebiet
Go to natural region D20 ›

📍 City districts

Altstadt (seat)Stadtfeld OstSudenburgBuckauOtterslebenRothenseeNeustädter FeldCracauSalbkePresterPechauRandau-Calenberge

🌿 Ecological features

  • Anteil am FFH-Gebiet Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg, einem der bedeutendsten Auenkomplexe der Mittelelbe
  • Naturschutzgebiet Kreuzhorst im Süden der Stadt, naturnahe Hartholzaue mit alten Eichen, Nachweisen von Eremit und Mittelspecht
  • Lage an der Elbe mit Auen, Altwässern und dem Wasserstraßenkreuz von Elbe und Mittellandkanal
  • Übergang von der grundwassernahen Elbtalniederung (D09) zur trockenwarmen Magdeburger Börde (D20) mit Schwarzerdeböden
  • Untere Naturschutzbehörde wird von der Landeshauptstadt selbst wahrgenommen, ohne zwischengeschaltete Kreisebene
  • Städtische Brach- und Konversionsflächen bieten Potenzial für desealing und innerstädtische Aufwertung

✅ greeNature on the ground

greeNature ist bundesweit tätig und mit dem Kompensationsrecht Saxony-Anhalts vertraut. In Magdeburg arbeiten wir nach dem assessment model des Landes und der eco-account regulation (ÖkoKVO LSA) für impacts in Natur und Landschaft. Wir stimmen measures mit der Unteren Naturschutzbehörde der Landeshauptstadt Magdeburg sowie, bei überörtlich bedeutsamen Fragen und Natura-2000-Belangen, mit dem Landesverwaltungsamt Saxony-Anhalt ab. Von der Bedarfsermittlung über die securing of land bis zu Umsetzung, management und monitoring begleiten wir Ihr project durchgehend und sorgen für die rechtssichere Sicherung im Kompensationsverzeichnis.

Compensation in the city

Typical measures in the city of Magdeburg

🌊

Auen- und Hartholzauenentwicklung an der Elbe

Entwicklung und Aufwertung von Weich- und Hartholzauen entlang der Elbe, etwa im Umfeld der Kreuzhorst, durch Auwaldpflanzung, Wiederanbindung von Altarmen und die Zulassung von Überflutungsdynamik. Solche measures erreichen im assessment model Saxony-Anhalts hohe Aufwertungen und stärken den habitat network an der Mittelelbe.

🏗️

desealing und dismantling innerstädtischer Flächen

dismantling versiegelter Brach-, Gewerbe- und Konversionsflächen und deren Umwandlung in durchlässige, begrünte oder naturnahe Flächen. desealing wirkt unmittelbar biotopaufwertend, verbessert den Wasserhaushalt und eignet sich für die compensation im dicht bebauten Stadtgebiet.

💧

waterbodies- und Altarmrenaturierung

Renaturierung von Elbe-Altwässern, Gräben und kleineren Fließgewässern mit naturnahen Ufern, riparian buffer strips und angebundenen Auengewässern. Neu angelegte oder wiederhergestellte Stillgewässer dienen Amphibien, Libellen und dem kingfisher als habitat.

🌾

Grünlandaufwertung und Ackerextensivierung im Umland

Extensivierung intensiv genutzter Ackerflächen der Börde und Entwicklung von artenreichem grassland in den stadtnahen Niederungen. Angepasste Mahd, Verzicht auf Düngung, Blüh- und Ackerrandstreifen schaffen Nahrungs- und Bruthabitate für Offenland- und Wiesenarten.

🌳

Gehölz- und Stadtwaldentwicklung

Neuanlage und naturnaher Umbau von Wäldern, Feldgehölzen und hedgerows im Stadt- und Umlandbereich mit heimischen Baumarten. Der Aufbau standortgerechter Bestände wertet den Biotopwert auf und schafft dauerhaft gesicherte Kompensationsflächen.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene compensation measures nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für bats an Gebäuden und im floodplain forest, spawning habitat für Amphibien, Steilwände für den kingfisher sowie Habitataufwertungen für die sand lizard, abgestimmt auf das jeweilige project.

Species diversity

Protected species in the Landeshauptstadt an der Mittelelbe zwischen Elbaue und Magdeburger Börde

🐦

kingfisher an Elbe und Altwässern

Die Steilufer, oxbows und small waterbodies im Elbetal bieten dem streng geschützten kingfisher Brut- und Nahrungshabitate. Bei Eingriffen an Gewässern sichern der Erhalt und die Neuanlage von Steilwänden sowie strukturreichen Uferzonen die Fortpflanzungsstätten.

About this species ›
🦇

bats in floodplain forest und Bebauung

Alte Baumbestände der Hartholzaue, Gebäude und Brücken bieten Quartiere für streng geschützte Fledermausarten (Anhang IV FFH-Richtlinie). Bei Abriss, Sanierung oder Baumfällung sind Ersatzquartiere als vorgezogene CEF-measure erforderlich.

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🦎

sand lizard auf Bahn- und Trockenstandorten

Bahndämme, Brachflächen und trockenwarme Ränder im Stadtgebiet sind habitat der streng geschützten sand lizard. Bei Eingriffen sind Habitataufwertung, die Anlage von Strukturen und, soweit unvermeidbar, eine Umsiedlung mit vorgezogener Habitatschaffung nötig.

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🐸

great crested newt und Amphibien der Aue

Auengewässer und Grabensysteme im Elbetal beherbergen great crested newt (Anhang II FFH-Richtlinie) und weitere Amphibien. Neue oder wiederhergestellte spawning habitat im räumlichen Zusammenhang sichern die Fortpflanzungsstätten bei Eingriffen.

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🐤

northern lapwing in Auen- und Feuchtwiesen

Die Feucht- und Auenwiesen entlang der Elbe sind Bruthabitat des Kiebitzes und weiterer Wiesenvögel. Typische measures sind die Extensivierung von grassland, die Anlage von shallow ponds und die rewetting als vorgezogene CEF-measures nach § 44 BNatSchG.

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🌱

skylark in der Börde

Die weiträumige Ackerlandschaft der Magdeburger Börde am Stadtrand ist habitat der skylark. In Bau- und Infrastrukturverfahren sind Feldlerchenfenster, flowering strips und extensive Ackerrandstreifen bewährte Artenschutzmaßnahmen.

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Typical projects

Which projects trigger a compensation obligation?

🏘️

Wohnbau und Innenentwicklung

Neubaugebiete, Nachverdichtung und die Reaktivierung von Brachflächen decken den Wohnungsbedarf der wachsenden Landeshauptstadt. Solche Bebauungspläne lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die über eco-points gedeckt werden können.

🏭

Gewerbe- und Industrieansiedlung

Die Erschließung großer Gewerbe- und Industrieflächen, etwa am Eulenberg im Südwesten an der A14, ist mit erheblichen Eingriffen auf bisherigen Ackerflächen verbunden. Der hohe compensation requirement lässt sich effizient über bevorratete eco-points aus einem eco-account abdecken.

🛣️

Verkehrs- und Brückeninfrastruktur

Der Ausbau von Straßen und Schiene, die Nordverlängerung der A14 sowie Ersatzneubauten im Zug der Elbquerungen queren empfindliche Auenbereiche. Diese project erfordern compensation measures und häufig artenschutzrechtliche Prüfungen mit CEF-measures.

🌊

Hochwasserschutz und Deichbau

Deichertüchtigung, Deichrückverlegung und measures zur Hochwasservorsorge an der Elbe verändern Auen und waterbodies. Sie sind mit Eingriffen verbunden, lassen sich aber gut mit auenökologischen Kompensationsmaßnahmen verbinden.

How it works

From enquiry to monitoring

01

Contact and enquiry

Tell us your compensation requirement and the natural region. We check availability.

02

Offer and advice

A transparent offer covering measure types, scope and availability.

03

Coordination with authorities

Full coordination with the lower nature conservation authority. We handle everything.

04

Long-term monitoring

Permanent securing of the land, management and documentation across the contract term.

Frequently asked questions

All about eco-points
in the city of Magdeburg

Magdeburg liegt an der Nahtstelle zweier BfN-Haupteinheiten. Die Elbe mit ihren Auen gehört zur Haupteinheit D09 Elbtalniederung, die Lössböden im Westen und Süden zur Magdeburger Börde, die der Haupteinheit D20 (Östliches Harzvorland und Börde) zugeordnet ist. Für die assessment eines Eingriffs ist die genaue naturräumliche Zuordnung entscheidend, greeNature ermittelt diese für Ihr project.
In Saxony-Anhalt wird die impact mitigation regulation nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG über das Naturschutzrecht des Landes und die eco-account regulation (ÖkoKVO LSA) umgesetzt. Der ökologische Zustand vor und nach der measure wird nach dem assessment model des Landes in Wertpunkten assessed. Vorgezogene measures können in ein eco-account eingestellt und einem späteren impact zugeordnet werden. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Flächenzuordnung, Behördenabstimmung und Dokumentation.
Als independent city nimmt die Landeshauptstadt Magdeburg die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr. Zuständig ist das Umweltamt, Julius-Bremer-Straße 10, 39104 Magdeburg. Bei überörtlich bedeutsamen Fragen sowie bei Natura-2000-Belangen wirkt zusätzlich das Landesverwaltungsamt Saxony-Anhalt mit. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen für Sie.
Im städtischen Umfeld eignen sich besonders die Entwicklung von Auen und Hartholzauen an der Elbe, die desealing und Aufwertung innerstädtischer Brachflächen, die Renaturierung von Altwässern und Gewässern, die Aufwertung von grassland und die Extensivierung von Ackerflächen der Börde im Umland sowie Gehölz- und Waldentwicklung. Hinzu kommen artenschutzrechtliche CEF- und FCS-measures.
Ja. Das Stadtgebiet hat Anteil am FFH-Gebiet Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg, außerdem liegt im Süden das Naturschutzgebiet Kreuzhorst mit naturnaher Hartholzaue. impacts mit möglicher Beeinträchtigung erfordern eine FFH-Verträglichkeitsprüfung nach § 34 BNatSchG, gegebenenfalls sind Kohärenzsicherungs- oder FCS-measures erforderlich.
Ja. Besonders geeignet sind Flächen in den Elbauen, grassland in den Niederungen sowie Ackerflächen am Stadtrand, die sich extensivieren oder in naturnahe habitats überführen lassen. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature prüft die Eignung, übernimmt Planung, Umsetzung, management und monitoring und führt die Fläche als anerkannte eco-account- oder Kompensationsfläche.
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