Flower strip at the field edge in front of a farmstead
North Rhine-Westphalia · Ökokonto-VO NRW
Natural region D34 · D38
Administrative region of Arnsberg

Eco-points and compensation areas
District of Kreis Unna

eco-points und compensation areas im Kreis Unna: greeNature entwickelt und vermittelt Kompensationsmaßnahmen nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der eco-account-Verordnung, von der Lippeaue über die Hellwegbörde bis ins Ruhrtal.

543,21 km²
Fläche
rund 392.000 (Stand 2025)
Einwohner
10
cities und Gemeinden
Unna
Kreisstadt
Arnsberg
administrative region
District of and ecology

The District of Kreis Unna at a glance

Der Kreis Unna liegt im administrative region Arnsberg im centre Nordrhein-Westfalens und verbindet das östliche Ruhrgebiet mit dem ländlich geprägten Münsterland und der Hellwegbörde.

Auf rund 543 Quadratkilometern leben etwa 392,000 Menschen in zehn Städten und Gemeinden, von der Kreisstadt Unna bis zur einwohnerstärksten city Lünen.

Naturräumlich reicht der Kreis von der Westfälischen Tieflandsbucht über den Haarstrang bis in das Süderbergland an der Ruhr.

Die compensation von Eingriffen richtet sich hier nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der eco-account-Verordnung mit ihrem numerischen Bewertungsverfahren.

Flower strip at the field edge in front of a farmstead

🗺️ Associated natural regions

D34
Westfälische Tieflandsbucht
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D38
Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)
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📍 Selected municipalities

Unna (seat)LünenKamenBergkamenWerneSelmSchwerteFröndenberg/RuhrBönenHolzwickede

🌿 Ecological features

  • Der Haarstrang mit dem Ardeygebirge trennt den Kreis naturräumlich in die Westfälische Bucht im Norden und das Süderbergland mit dem Niederen Sauerland im Süden.
  • Prägend sind die beiden großen Flusstäler von Lippe im Norden und Ruhr im Süden, dazu die Seseke und die Quelle der Emscher.
  • Das FFH-Gebiet Beversee beherbergt mit dem Kammmolch in alten, wassergefüllten bomb craters eine der artenreichsten Schutzgebietskulissen des Kreises.
  • Die Lippeaue umfasst mehrere zusammenhängende Naturschutzgebiete und ist Teil des landesweiten Biotopverbunds.
  • Die Wälder bei Cappenberg bilden das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet im Kreis Unna.
  • Die lössreiche Hellwegbörde zählt zu den fruchtbarsten und zugleich am intensivsten landwirtschaftlich genutzten Landschaften Nordrhein-Westfalens.

✅ greeNature on the ground

greeNature ist bundesweit tätig und unterstützt project developer im Kreis Unna bei der naturschutzrechtlichen compensation. Wir entwickeln Ausgleichs- und replacement measures, sichern die dafür nötigen Flächen und übernehmen die Abstimmung mit der Unteren nature conservation authority. Die Bewertung erfolgt nach dem numerischen Verfahren der eco-account-Verordnung NRW, sodass erbrachte Aufwertungen als eco-points anrechenbar werden. Von der Auenentwicklung an Lippe und Ruhr bis zur extensification in der Hellwegbörde begleiten wir Projekte von der ersten Einschätzung über die Umsetzung bis zur langfristigen management und dem monitoring.

Compensation in the district

Typical measures in the district of Kreis Unna

🌊

Auenentwicklung an Lippe und Ruhr

Die Wiederanbindung von Altarmen, bank slope reductions und die Entwicklung von floodplain woodland entlang von Lippe und Ruhr schaffen hochwertige Auenlebensräume, deren Aufwertung über das eco-account anrechenbar ist.

🌾

extensification in der Hellwegbörde

Die Umwandlung von Intensivacker in extensiv genutztes grassland sowie die Anlage von field margin strips und flowering areas fördern farmland birds wie Kiebitz und Feldlerche auf den Lössböden der Börde.

🐸

small waters für amphibians

Neue spawning waters und die management bestehender pond stärken Populationen von Kammmolch und weiteren amphibians und lassen sich als vorgezogene CEF-Maßnahme einsetzen.

🌳

hedgerows und traditional orchards

Die Anlage von Feldhecken, Kopfbaumreihen und traditional orchards vernetzt habitats in der ausgeräumten Bördelandschaft und erhöht die structural diversity.

🌲

Naturnaher forest conversion

Der Umbau von Nadelforsten hin zu standortgerechten Laubmischwäldern, etwa im Umfeld der Wälder bei Cappenberg, verbessert Struktur und Klimastabilität der Bestände.

💧

Gewässerrenaturierung an Seseke und Emscher

Der Rückbau technisch ausgebauter Gewässerprofile und die naturnahe Umgestaltung von Seseke und Emscher schaffen durchgängige running waters mit hohem Aufwertungspotenzial.

Species diversity

Protected species in the Hellwegbörde und Ruhrtal

🐸

Kammmolch

Der Kammmolch besiedelt im Kreis Unna unter anderem die wassergefüllten bomb crater im Naturschutzgebiet Beversee und ist nach Anhang IV der FFH-Richtlinie strictly protected. Für Eingriffe in seine spawning waters sind vorgezogene compensation measures (CEF) erforderlich.

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🪺

Kiebitz

Der Kiebitz brütet in den offenen field landscapes der Hellwegbörde und in den wet meadows der Lippeaue. Als ground-nesting birds reagiert er empfindlich auf drainage und die Verdichtung landwirtschaftlicher land use.

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🌾

Feldlerche

Die Feldlerche ist ein Charaktervogel der arable landscape auf den Lössböden der Hellwegbörde. Ihre Bestände gehen durch intensive land use zurück, weshalb lark window und extensive field margin strips als Maßnahmen infrage kommen.

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🐦

Eisvogel

Der Eisvogel jagt an Ruhr, Lippe und Seseke und ist auf naturnahe riverbank erosion sites mit Steilwänden für seine breeding burrows angewiesen. Von der restoration der Seseke profitiert die Art unmittelbar.

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🦇

Fledermäuse

Mehrere Fledermausarten nutzen die Wälder bei Cappenberg sowie Alleen und Gebäude als roosts. Alle Arten sind nach § 44 BNatSchG strictly protected, sodass roost trees und Winterquartiere vor Eingriffen zu prüfen sind.

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🦎

Zauneidechse

Die Zauneidechse besiedelt Bahndämme, Böschungen und Industriebrachen im Ruhrgebietsteil des Kreises. Bei Bauvorhaben ist häufig eine Umsiedlung in vorbereitete Ersatzhabitate notwendig.

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Typical projects

Which projects trigger a compensation obligation?

🚚

Logistik und Gewerbe am Kamener Kreuz

Rund um das Kamener Kreuz und die Autobahnen A1, A2 und A44 entstehen Logistik- und Gewerbeflächen, deren Flächenverbrauch nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG auszugleichen ist.

🏭

Umbau von mining- und Kraftwerksflächen

Nach dem Ende von Steinkohlebergbau und konventioneller Kraftwerksnutzung in Lünen und Bergkamen werden Industrieflächen neu geordnet, was regelmäßig compensation requirement auslöst.

🏘️

Wohn- und Siedlungsentwicklung im Hellweg-space

Neue Wohn- und Baugebiete entlang der Hellwegachse erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, der häufig über kommunale Ökokonten abgewickelt wird.

🛣️

Verkehrs- und Radwegeinfrastruktur

Straßenbauvorhaben und der Ausbau von Radschnellverbindungen führen zu Eingriffen, die durch Ausgleichs- und replacement measures kompensiert werden müssen.

How it works

From enquiry to monitoring

01

Contact and enquiry

Tell us your compensation requirement and the natural region. We check availability.

02

Offer and advice

A transparent offer covering measure types, scope and availability.

03

Coordination with authorities

Full coordination with the lower nature conservation authority. We handle everything.

04

Long-term monitoring

Permanent securing of the land, management and documentation across the contract term.

Neighbouring districts

Eco-points in adjoining districts

KR
District of Kreis Coesfeld
SO
District of Soest
MÄ
District of Märkischer Kreis
RE
District of Recklinghausen
Frequently asked questions

All about eco-points
in the district of Kreis Unna

In Nordrhein-Westfalen richtet sich die Bewertung von Eingriffen und Ausgleich nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der eco-account-Verordnung. Dabei kommt ein numerisches Bewertungsverfahren zum Einsatz, das den ökologischen Zustand von Flächen vor und nach der Maßnahme in Biotopwertpunkten erfasst. Die Differenz ergibt die anrechenbaren eco-points.
Zuständig ist die lower nature conservation authority des Kreises Unna, die im Fachbereich Natur und Umwelt angesiedelt ist. Sie prüft Eingriffe, stimmt Kompensationskonzepte ab und führt das Kompensationsverzeichnis.
Nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG sind vermeidbare Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu unterlassen und unvermeidbare Eingriffe auszugleichen oder zu ersetzen. Ausgleich stellt den beeinträchtigten Zustand gleichartig wieder her, Ersatz erfolgt gleichwertig an anderer Stelle.
Sind streng geschützte Arten nach § 44 BNatSchG betroffen, etwa Kammmolch, Feldlerche oder Zauneidechse, müssen ihre Fortpflanzungs- und resting places in ihrer ökologischen Funktion durchgehend erhalten bleiben. Vorgezogene compensation measures (CEF) schaffen die Ersatzhabitate bereits, bevor der impact erfolgt.
Ja. Maßnahmen, die ohne unmittelbaren Eingriffsbezug vorgezogen umgesetzt werden, können in einem eco-account bevorratet und später einem Vorhaben zugeordnet werden. greeNature entwickelt solche Flächen und vermittelt die daraus entstehenden eco-points an project developer im Kreis Unna.
Häufige Auslöser sind Logistik- und Gewerbeansiedlungen am Kamener Kreuz, die Nachnutzung von mining- und Kraftwerksflächen, die Wohnbauentwicklung entlang des Hellwegs sowie Verkehrs- und Infrastrukturprojekte.
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