Flower-rich hillside meadow with oxeye daisies under a blue sky
North Rhine-Westphalia · Ökokonto-VO NRW
Natural region D38
Administrative region of Düsseldorf

Eco-points and compensation areas
City of Remscheid

eco-points und compensation areas in der kreisfreien Stadt Remscheid, bewertet nach dem numerischen Biotopwertverfahren und geführt über eco-accounts gemäß eco-account-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für impact mitigation regulation, Artenschutz und CEF-Maßnahmen im Bergischen Land.

74,52
km² Stadtfläche
~113.000
Einwohner
4
Stadtbezirke
715 ha
Naturschutzgebiete (9.6 %)
D38
natural region (Bergisches Land)
City of and ecology

The City of Remscheid at a glance

Remscheid ist eine independent city im Bergischen Land und gehört zum administrative region Düsseldorf. Auf rund 74.5 Quadratkilometern leben etwa 113,000 Menschen, verteilt auf die vier Stadtbezirke Alt-Remscheid, Süd, Lennep und Lüttringhausen. Die Stadt liegt in Höhenlagen um 365 Meter über dem Meer auf dem Bergischen Höhenrücken zwischen Wupper und Ennepe. Als traditionsreicher Standort der Werkzeug- und Metallindustrie trägt Remscheid den Beinamen Seestadt auf dem Berge und ist zugleich Sitz namhafter Unternehmen des Werkzeugbaus und der Heiztechnik.

Naturräumlich gehört das Stadtgebiet vollständig zur BfN-Haupteinheit D38 (Bergisches Land und Sauerland), dem nordwestlichen Rheinischen Schiefergebirge. Prägend sind tief eingeschnittene Bachtäler, bewaldete Hänge und ein kleinräumiger Wechsel aus Grünland, Wald und Streusiedlung. Remscheid liegt am sogenannten Wupperbogen, den die Wupper im Norden und Osten der Stadt beschreibt. Bäche wie Eschbach, Morsbach und Gelpe entwässern das Gebiet, mehrere historische Trinkwassertalsperren prägen die Landschaft, darunter die Eschbachtalsperre als erste Trinkwassertalsperre Deutschlands und die denkmalgeschützte Panzertalsperre bei Lennep.

Rund 715 Hektar des Stadtgebiets stehen als Naturschutzgebiete unter Schutz, das entspricht etwa 9.6 Prozent der Fläche, hinzu kommen ausgedehnte Landschaftsschutzgebiete auf rund 60 Prozent des Gebiets. Bedeutend ist das FFH-Gebiet Gelpe und Saalbach (DE-4709-303), das mit rund 24 Hektar in den Norden Remscheids reicht und Teil des europäischen Netzes Natura 2000 ist. Geschützt sind hier naturnahe Bergbäche mit Erlen-Eschen-Auwald, Nass- und Magerwiesen sowie Vorkommen von bullhead und kingfisher. Die bergischen Bachtäler, Wälder und Teiche sind habitat für bats, Amphibien und die hazel dormouse.

Als Industrie- und Wohnstandort löst Remscheid regelmäßig impacte aus, deren Ausgleich über das numerische Biotopwertverfahren zu erbringen ist. Innenentwicklung und Wohnbau, die Reaktivierung von Industriebrachen, Gewerbeansiedlungen sowie der Ausbau von Straßen, Bahnstrecken und technischer Infrastruktur führen zu Flächenversiegelung. Der naturschutzrechtliche Ausgleich richtet sich nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG, dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der eco-account-Verordnung NRW, ergänzt um artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG.

Flower-rich hillside meadow with oxeye daisies under a blue sky

🗺️ Associated natural regions

D38
Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)
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📍 City districts

Alt-Remscheid (seat)Remscheid-SüdLennepLüttringhausenHonsbergHastenVieringhausenReinshagenBergisch BornHohenhagen

🌿 Ecological features

  • FFH-Gebiet Gelpe und Saalbach (DE-4709-303, Natura 2000) mit naturnahen Bergbächen und Erlen-Eschen-Auwald
  • Naturschutzgebiet Fließgewässersystem Gelpe- und Saalbachtal als überregional bedeutsames Bachtal
  • 23 Naturschutzgebiete auf rund 715 Hektar (etwa 9.6 Prozent der Stadtfläche)
  • Eschbachtalsperre, die erste Trinkwassertalsperre Deutschlands (1892), sowie die denkmalgeschützte Panzertalsperre
  • Der Wupperbogen mit dem tief eingeschnittenen Wuppertal im Norden und Osten der Stadt
  • Vorkommen von bullhead und kingfisher als FFH-relevante Arten der bergischen Fließgewässer
  • Landschaftsschutzgebiete auf rund 60 Prozent des Stadtgebiets als bergische Kulturlandschaft aus Wald, Grünland und Streusiedlung

✅ greeNature on the ground

greeNature ist bundesweit tätig und betreut compensationsvorhaben auch im Bergischen Land. Wir kennen das in Nordrhein-Westfalen maßgebliche numerische Biotopwertverfahren, die Anforderungen der eco-account-Verordnung NRW und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Remscheid. Für impacte im Stadtgebiet und im bergischen Umland entwickeln wir passgenaue Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen in den Bachtälern, Wäldern und Grünlandflächen des natural regions D38.

Compensation in the city

Typical measures in the city of Remscheid

💧

Bachtal- und Gewässerrenaturierung

Rückbau von Verrohrungen und Uferbefestigungen, Anbindung von floodplainn und naturnahe Entwicklung an Eschbach, Morsbach, Gelpe und Saalbach. So entstehen strukturreiche Bergbäche mit Steilufern, Kiessohlen und Ufergehölzen als habitat für bullhead, kingfisher und gewässergebundene Insekten.

🧱

Entsiegelung und Flächenrecycling

In einer dicht bebauten Industriestadt ist die Entsiegelung von Brachen, Betriebs- und Verkehrsflächen eine besonders wirksame compensation. Rückbau, Bodenlockerung und Begrünung stellen Bodenfunktionen wieder her und schaffen im Biotopwertverfahren aufwertbare Flächen im Siedlungszusammenhang.

🌾

Grünlandaufwertung im bergischen Umland

Umwandlung intensiv genutzter Wiesen und Weiden in artenreiches Extensiv- und Feuchtgrünland mit angepassten Mahd- und Beweidungsterminen. Solche Flächen sind typisch für die bergische Kulturlandschaft und fördern Wiesenpflanzen, Insekten und Bodenbrüter.

🌲

Waldumbau und Waldrandgestaltung

Umbau strukturarmer Fichtenforste in standortgerechte Laub- und Mischwälder aus Buche, Stieleiche und Hainbuche, verbunden mit der Förderung von Alt- und Totholz sowie gestuften Waldrändern. Das stärkt den bergischen Wald als habitat und stabilisiert ihn gegenüber Trockenheit und Borkenkäfer.

🌳

Streuobst, hedgerown und habitat network

Anlage und management von traditional orchardn, Feldhecken und Feldgehölzen verbindet Lebensräume in der zerschnittenen Siedlungslandschaft. Diese Strukturen schaffen stepping-stone habitate für hazel dormouse, bats, Vögel und Insekten und werten das Landschaftsbild auf.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa batquartiere an Gebäuden und in Wäldern, Ersatzhabitate mit Sonn- und Eiablageplätzen für die sand lizard an Böschungen und Bahndämmen sowie besonnte Ersatzlaichgewässer für Amphibien.

Species diversity

Protected species in the Bergisches Land am Wupperbogen

🐟

kingfisher und bullhead an den Bergbächen

Das FFH-Gebiet Gelpe und Saalbach und die übrigen bergischen Bäche beherbergen kingfisher und bullhead. Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden bieten dem strictly protecteden kingfisher Brutplätze. Bei impacten an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen.

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🦇

bats in Stadt und Wald

common pipistrelle, Daubenton's bat und weitere Arten nutzen Gebäude, Baumhöhlen, Talsperren und die strukturreichen Bachtäler als Quartier und Jagdgebiet. Alle Arten sind strictly protected (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.

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🐸

Amphibien in Teichen und Quellbächen

common toad, common frog und fire salamander besiedeln die Teiche, Quellfluren und wechselfeuchten Bachtäler des Bergischen Landes. Neu angelegte, besonnte Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.

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🦎

sand lizard an Böschungen und Bahndämmen

Auf Bahndämmen, Böschungen und besonnten Brachen im Stadtgebiet ist die sand lizard eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsprojekten. Ersatzhabitate mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen gehören zum Standard der artenschutzrechtlichen compensation.

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🐭

hazel dormouse in Wäldern und hedgerown

Die strictly protectede hazel dormouse lebt in strukturreichen Laubwäldern, Waldrändern und dichten hedgerown des Bergischen Landes. Erhalt und Vernetzung von Gehölzstrukturen sowie der Umgang mit Rodungen außerhalb der Aktivitätszeit sind hier wichtige Bausteine des Artenschutzes.

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🦠

great crested newt in Kleingewässern

Der great crested newt, eine Art des Anhangs II und IV der FFH-Richtlinie, besiedelt strukturreiche, fischfreie Kleingewässer und Teiche im Umland. Anlage und Vernetzung besonnter Laichgewässer sind wirksame Maßnahmen zur Sicherung seiner Vorkommen bei impacten.

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Typical projects

Which projects trigger a compensation obligation?

🏘️

Wohnbau und Innenentwicklung

Neue Wohnbauflächen, Nachverdichtung und die Reaktivierung von Baulücken in Alt-Remscheid, Lennep und Lüttringhausen führen zu Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich über das numerische Biotopwertverfahren. Grundeigentümer können als Flächenanbieter profitieren.

🏭

Gewerbe und Industrie

Als traditionsreicher Standort der Werkzeug- und Metallindustrie entwickelt Remscheid Gewerbe- und Industrieflächen und reaktiviert Altstandorte. Betriebserweiterungen und neue Gewerbegebiete greifen in Boden und Landschaft ein und lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Ausbau und Sanierung von Straßen, Brücken und Bahnstrecken sowie Vorhaben im Umfeld der Autobahn A1 lösen impacte aus, die über eco-accounts und das Biotopwertverfahren nach § 32 LNatSchG NRW assessed werden, häufig verbunden mit artenschutzrechtlichen Prüfungen.

⚡

Wasserwirtschaft und technische Infrastruktur

Betrieb und Sanierung der Trinkwassertalsperren, Leitungen und Anlagen der Ver- und Entsorgung sowie Maßnahmen des Hochwasserschutzes greifen in Gewässer und floodplainn ein. restorationen und begleitende compensation können dabei neue Lebensräume schaffen.

How it works

From enquiry to monitoring

01

Contact and enquiry

Tell us your compensation requirement and the natural region. We check availability.

02

Offer and advice

A transparent offer covering measure types, scope and availability.

03

Coordination with authorities

Full coordination with the lower nature conservation authority. We handle everything.

04

Long-term monitoring

Permanent securing of the land, management and documentation across the contract term.

Neighbouring districts

Eco-points in adjoining districts

OB
District of Oberbergischer Kreis
Östlicher Nachbar (Radevormwald, Hückeswagen)
RH
District of Rheinisch-Bergischer Kreis
Südlicher Nachbar (Wermelskirchen)
Frequently asked questions

All about eco-points
in the city of Remscheid

Maßgeblich ist das in Nordrhein-Westfalen angewandte numerische Biotopwertverfahren. Der ökologische Zustand vor und nach dem impact wird in Biotopwertpunkten assessed, die Differenz ergibt den compensation requirement. Rechtsgrundlage sind die §§ 13 bis 15 BNatSchG, das Landesnaturschutzgesetz NRW und die eco-account-Verordnung NRW.
Da Remscheid eine independent city ist, nimmt die Stadt selbst die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde wahr. Zuständig ist der Fachdienst Umwelt der Stadt Remscheid, Elberfelder Straße 36, 42853 Remscheid. Mit dieser Stelle werden impactsbilanzierung, compensation measures und eco-accounts abgestimmt.
Ein eco-account erfasst Aufwertungsmaßnahmen, die bereits vor einem konkreten impact umgesetzt werden. Die erzielte Aufwertung wird in eco-pointsn gutgeschrieben und später einem Vorhaben als Ausgleich zugeordnet. Anlage und Führung richten sich nach der eco-account-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW.
Ausgleichs- und replacement measures sollen in einem räumlichen und funktionalen Zusammenhang mit dem impact stehen. Bevorzugt werden Flächen im Stadtgebiet oder im umgebenden natural region D38 (Bergisches Land). Ist das nicht möglich, kann in Abstimmung mit der Behörde auf geeignete Flächen im weiteren natural region ausgewichen werden.
CEF-Maßnahmen (measures to ensure continued ecological functionality) sind vorgezogene Artenschutzmaßnahmen nach § 44 BNatSchG. Sie sichern die ökologische Funktion von breeding site and resting placen geschützter Arten, bevor der impact erfolgt, etwa Ersatzquartiere für bats oder Ersatzhabitate für die sand lizard. Bei Bedarf ergänzen FCS-Maßnahmen den Erhalt des günstigen conservation statuss der Population.
Ja. Land- und forstwirtschaftliche Flächen, Brachen oder gewässernahe Grundstücke können sich für Aufwertungsmaßnahmen eignen und über ein eco-account vermarktet werden. greeNature prüft die Eignung, entwickelt die Maßnahmen und übernimmt Abstimmung, Umsetzung und dauerhafte Sicherung.
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