Species-rich calcareous grassland with oxeye daisies at the woodland edge
North Rhine-Westphalia · Ökokonto-VO NRW
Natural region D35 · D38
Administrative region of Köln

Eco-points and compensation areas
City of Leverkusen

eco-points und compensation areas in der kreisfreien Stadt Leverkusen, bewertet nach dem numerischen Biotopwertverfahren und geführt über eco-accounts gemäß eco-account-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für impact mitigation regulation, Artenschutz und CEF-Maßnahmen zwischen Rheinaue und Bergischer Heideterrasse.

78,87
km² Stadtfläche
rund 168.000
Einwohner
13
Stadtteile
3
Stadtbezirke
Köln
administrative region
City of and ecology

The City of Leverkusen at a glance

Leverkusen ist eine independent city im administrative region Köln und liegt am rechten Rheinufer zwischen Köln im Süden und dem Bergischen Land im Osten. Auf rund 78.9 Quadratkilometern leben etwa 168,000 Menschen, das Stadtgebiet gliedert sich in drei Stadtbezirke und dreizehn Stadtteile mit dem Zentrum in Wiesdorf. Naturräumlich liegt Leverkusen am Übergang von der Niederrheinischen Bucht (BfN-natural region D35) zum Süderbergland (D38). Prägend ist die Bergische Heideterrasse, ein schmaler Übergangssaum mit sandigen Rheinterrassen, Wäldern und Resten alter Heide- und Moorstandorte.

Das Stadtgebiet wird von drei Fließgewässern geprägt. Die Wupper mündet bei Rheindorf in den Rhein, die Dhünn erreicht die Wupper im Bereich Wiesdorf, und der Rhein bildet die westliche Stadtgrenze mit Uferbereichen und Auwaldresten bei Hitdorf. Zu den ökologisch bedeutsamen Bereichen gehören das Naturschutzgebiet Dhünn als Teil des FFH-Gebiets Dhünn und Eifgenbach sowie die Wupperaue, die als FFH-Gebiet dem europäischen Netz Natura 2000 angehören.

Leverkusen ist ein bedeutender Standort der chemischen Industrie und Sitz international tätiger Unternehmen. Der Chempark mit seinen Produktions- und Betriebsflächen, dichte Wohn- und Gewerbequartiere sowie eine stark ausgebaute Verkehrsinfrastruktur bestimmen das Stadtbild. Aus dieser Verdichtung ergibt sich ein hoher Flächendruck. Innenentwicklung, Konversion von Industrieflächen, Wohnungsbau und große Verkehrsvorhaben lösen regelmäßig impacte in Natur und Landschaft aus.

Maßgeblich sind in Leverkusen das Landesnaturschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (LNatSchG NRW) und die eco-account-Verordnung NRW. Nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG sind vermeidbare Beeinträchtigungen zu unterlassen und unvermeidbare impacte auszugleichen oder zu ersetzen. Der compensation requirement wird über das numerische Biotopwertverfahren des Landes anhand von Biotopwertpunkten ermittelt, vorgezogene Maßnahmen werden als eco-accounts nach § 32 LNatSchG NRW geführt. greeNature begleitet project developer und Kommunen bundesweit und stimmt jede Maßnahme mit der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde ab.

Species-rich calcareous grassland with oxeye daisies at the woodland edge

🗺️ Associated natural regions

D35
Kölner Bucht und Niederrheinisches Tiefland
Go to natural region D35 ›
D38
Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)
Go to natural region D38 ›

📍 City districts

Wiesdorf (seat)OpladenSchlebuschManfortRheindorfHitdorfKüpperstegBürrigQuettingenBergisch NeukirchenSteinbüchelLützenkirchenAlkenrath

🌿 Ecological features

  • FFH-Gebiet Dhünn und Eifgenbach (DE-4809-301) mit dem Naturschutzgebiet Dhünn im Stadtgebiet
  • FFH-Gebiet Wupperaue (Wupper von Leverkusen bis Solingen) als Teil des Netzes Natura 2000
  • Rheinufer mit Auwaldresten und floodplainngrünland im Bereich Hitdorf und Rheindorf
  • Bergische Heideterrasse am Übergang von der Niederrheinischen Bucht (D35) zum Bergischen Land (D38)
  • Wald- und Freiraumverbund der Heideterrasse zwischen Schlebusch, Köln-Dünnwald und Bergisch Gladbach
  • Hoher Flächendruck durch Chempark, dichte Siedlungsstruktur und ausgebaute Verkehrsinfrastruktur

✅ greeNature on the ground

greeNature ist bundesweit für project developer, Kommunen und planning offices tätig und betreut compensationsvorhaben auch in Leverkusen und im Rheinland. Wir kennen das in Nordrhein-Westfalen maßgebliche numerische Biotopwertverfahren, die Anforderungen der eco-account-Verordnung NRW und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Leverkusen. Im dicht bebauten Stadtgebiet setzen wir auf Entsiegelung, Flächenrecycling und die Aufwertung von Gewässerauen, im stadtnahen Umland auf Grünland-, Wald- und Streuobstmaßnahmen der Bergischen Heideterrasse. Bewertung und assessment erfolgen nachvollziehbar, Ausgleich und Ersatz werden dauerhaft gesichert.

Compensation in the city

Typical measures in the city of Leverkusen

🌊

Gewässerrenaturierung an Dhünn und Wupper

Rückbau von Uferverbauungen, naturnahe Umgestaltung der Gewässerläufe und Anbindung von floodplainnflächen an Dhünn und Wupper. So entstehen Steilufer, Flachwasserzonen und strukturreiche Ufer als habitat für kingfisher, bullhead und brook lamprey.

💧

floodplainnentwicklung am Rhein

Entwicklung von Auwald, Flutmulden und floodplainngrünland in den Rheinuferbereichen bei Hitdorf und Rheindorf. Solche Maßnahmen stärken den habitat network entlang des Rheins und schaffen habitat für auentypische Arten.

♻️

Entsiegelung und Flächenrecycling

Rückbau versiegelter Industrie-, Gewerbe- und Verkehrsflächen im dicht bebauten Stadtgebiet, Bodenlockerung und Wiederherstellung durchwurzelbarer, begrünter Flächen. Entsiegelung ist eine wirksame compensation im urbanen Raum und verbessert zugleich Wasserhaushalt und Stadtklima.

🌾

Grünland- und Streuobstaufwertung

Extensivierung von Grünland, Neuanlage von traditional orchardn und management von Heideresten auf der Bergischen Heideterrasse im stadtnahen Umland. Diese Maßnahmen erhöhen den Biotopwert und schaffen habitat für Insekten, Vögel und Reptilien.

🌳

Waldentwicklung und habitat network

Umbau strukturarmer Bestände in standortgerechte Laub- und Mischwälder mit Förderung von Alt- und Totholz sowie Vernetzung der Waldgebiete der Heideterrasse. So werden stepping-stone habitate und Wanderkorridore für bats, hazel dormouse und Waldarten gesichert.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für bats an Gebäuden, Ersatzhabitate für die sand lizard an Bahn- und Brachflächen sowie besonnte Ersatzlaichgewässer für Amphibien und great crested newt.

Species diversity

Protected species in the Bergische Heideterrasse am Rhein

🐟

kingfisher an Dhünn und Wupper

Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden bieten dem strictly protecteden kingfisher Brutplätze an Dhünn, Wupper und den Rheinnebengewässern. Bei impacten an Gewässern gehören Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen zu den typischen CEF-Maßnahmen.

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🦇

bats in Stadt und Wald

Daubenton's bat, common pipistrelle und weitere Arten jagen über den Gewässern und in den Wäldern der Heideterrasse und nutzen Gebäude, Brücken und Baumhöhlen als Quartier. Alle Arten sind strictly protected (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.

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🦎

sand lizard auf Bahn- und Brachflächen

Auf Bahndämmen, Brachen und besonnten Böschungen, etwa im Umfeld ehemaliger Bahnflächen in Opladen, ist die sand lizard eine häufige Zielart bei Siedlungs- und Infrastrukturprojekten. Ersatzhabitate mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen gehören zum Standard der artenschutzrechtlichen compensation.

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🐸

Amphibien in Kleingewässern

common toad, common frog und weitere Amphibien besiedeln Kleingewässer, Tümpel und wechselfeuchte Senken der Heideterrasse und der floodplainn. Neu angelegte, besonnte Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.

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🦎

great crested newt in Stillgewässern

Der great crested newt ist eine Art des Anhangs II und IV der FFH-Richtlinie und auf besonnte, fischfreie Stillgewässer mit reicher Unterwasservegetation angewiesen. In geeigneten Bereichen der floodplainn und der Heideterrasse ist er als planungsrelevante Art zu berücksichtigen, die Anlage und Vernetzung von Laichgewässern zählt zu den typischen Maßnahmen.

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🐦

dipper und Fließgewässerarten

An den schnell fließenden, sauerstoffreichen Abschnitten von Dhünn und Wupper leben dipper, bullhead und brook lamprey. Diese Fließgewässerarten profitieren von durchgängigen, strukturreichen Gewässern, weshalb die Beseitigung von Wanderhindernissen und die naturnahe Gewässerentwicklung im Vordergrund stehen.

Typical projects

Which projects trigger a compensation obligation?

🏗️

Neue Bahnstadt Opladen

Die Umnutzung ausgedehnter ehemaliger Bahnflächen in Opladen zu einem Wohn- und Gewerbequartier ist eines der größten Stadtentwicklungsvorhaben Leverkusens. Solche Konversionsflächen sind häufig habitat von sand lizard und Ruderalarten, sodass artenschutzrechtliche Prüfungen und CEF-Maßnahmen erforderlich werden.

🛣️

Autobahnkreuz und Rheinbrücke

Der Neubau der Rheinbrücke und der Ausbau des Autobahnkreuzes Leverkusen im Zuge von A1, A3 und A59 sind Verkehrsvorhaben von überregionaler Bedeutung. Sie lösen erhebliche impacte aus, die über das Biotopwertverfahren assessed und durch Ausgleichs-, Ersatz- und Artenschutzmaßnahmen kompensiert werden.

🏭

Chempark und Gewerbe

Der Chempark sowie Betriebs- und Flächenerweiterungen der chemischen Industrie und des Gewerbes führen zu Flächeninanspruchnahme und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Grundeigentümer im Umland können als Flächenanbieter von compensationsmaßnahmen profitieren.

🏘️

Wohnungsbau und Innenentwicklung

Neubaugebiete, Nachverdichtung und die Innenentwicklung im dicht besiedelten Stadtgebiet führen zu Flächenversiegelung. Entsiegelung an anderer Stelle, Dach- und Fassadenbegrünung sowie die Aufwertung von Gewässerauen sind hier wirksame compensationsansätze.

How it works

From enquiry to monitoring

01

Contact and enquiry

Tell us your compensation requirement and the natural region. We check availability.

02

Offer and advice

A transparent offer covering measure types, scope and availability.

03

Coordination with authorities

Full coordination with the lower nature conservation authority. We handle everything.

04

Long-term monitoring

Permanent securing of the land, management and documentation across the contract term.

Neighbouring districts

Eco-points in adjoining districts

Frequently asked questions

All about eco-points
in the city of Leverkusen

Leverkusen liegt am Übergang von der Niederrheinischen Bucht (BfN-natural region D35) zum Süderbergland, dem Bergischen Land (D38). Prägend ist die Bergische Heideterrasse mit sandigen Rheinterrassen, Wäldern und Resten alter Heide- und Moorstandorte, dazu die floodplainn von Rhein, Wupper und Dhünn. Für die Bewertung nach dem Biotopwertverfahren ist die genaue Einordnung des impactsortes entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
In Nordrhein-Westfalen werden compensation requirement und Ausgleich über ein numerisches Biotopwertverfahren mit Biotopwertpunkten assessed. Vorgezogene Maßnahmen werden als eco-accounts nach der eco-account-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW geführt. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, assessment, Flächenzuordnung, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und alle Dokumentationspflichten.
Als independent city ist Leverkusen selbst Untere Naturschutzbehörde. Zuständig ist die Stadt Leverkusen, Fachbereich Umwelt, Quettinger Straße 220, 51381 Leverkusen. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung bis zur Abnahme.
Im dicht bebauten Stadtgebiet sind Entsiegelung, Flächenrecycling und die Aufwertung von Gewässerauen häufig, dazu die restoration von Dhünn und Wupper sowie die floodplainnentwicklung am Rhein. Im stadtnahen Umland kommen Grünland-, Streuobst- und Waldmaßnahmen der Bergischen Heideterrasse hinzu. Bei Siedlungs- und Infrastrukturvorhaben ergänzen Artenschutzmaßnahmen für bats, sand lizard, Amphibien und great crested newt das Spektrum.
Ja. Zu den Natura-2000-Gebieten mit Anteil am Stadtgebiet zählen das FFH-Gebiet Dhünn und Eifgenbach mit dem Naturschutzgebiet Dhünn sowie das FFH-Gebiet Wupperaue. impacte im Umfeld dieser Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie Maßnahmen zur Sicherung des günstigen conservation statuss (FCS) nach § 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich machen. greeNature prüft die gebietsbezogenen Anforderungen im Einzelfall.
Ja. Besonders geeignet sind gewässernahe Flächen an Dhünn, Wupper und Rhein, entwicklungsfähiges Grünland auf der Heideterrasse sowie versiegelte oder strukturarme Flächen mit Aufwertungs- und Entsiegelungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, management und monitoring. Die konkrete Eignung klären wir nach einer Standortprüfung.
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