A white butterfly on a field scabious in a species-rich meadow
North Rhine-Westphalia · Ökokonto-VO NRW
Natural region D38 · D34
Administrative region of Arnsberg

Eco-points and compensation areas
District of Ennepe-Ruhr-Kreis

eco-points und compensation im Ennepe-Ruhr-district nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der eco-account-Verordnung NRW. greeNature entwickelt und betreut naturraumtreue Ausgleichs- und replacement measures zwischen Ruhrtal und Süderbergland und begleitet project developer bundesweit von der assessment bis zur dauerhaften Sicherung.

~410
km² districtfläche
~325k
Einwohner
9
Städte
2
natural regions D34/D38
~790
Einwohner je km²
District of and ecology

The District of Ennepe-Ruhr-Kreis at a glance

Der Ennepe-Ruhr-district liegt im Süden des Ruhrgebiets im administrative region Arnsberg und verbindet auf engem Raum dicht besiedelte Talräume mit bewaldetem Bergland. Namensgebend sind die Flüsse Ruhr und Ennepe. districtstadt ist Schwelm. Zum district gehören neun Städte, darunter Witten, Hattingen und Herdecke im Norden sowie Ennepetal, Gevelsberg und Breckerfeld im bergigen Süden.

Naturräumlich teilt sich der district in zwei Großlandschaften. Der Norden um Witten gehört zur Westfälischen Bucht (BfN-natural region D34), der weit überwiegende Teil zum Süderbergland (D38), einem Ausläufer des Rheinischen Schiefergebirges. Kennzeichnend sind tief eingeschnittene Bachtäler, Buchen- und Eichenwälder auf Ton- und Sandsteinböden sowie das enge Nebeneinander von Wald, Grünland und Siedlung.

Ökologisch bedeutsam sind das Ruhrtal mit floodplainn, Felsen und Steilhängen zwischen Witten, Hattingen und Wetter, das FFH-Gebiet Ennepe unterhalb der Talsperre (DE-4710-301) als naturnaher Mittelgebirgsbach und die Kluterthöhle in Ennepetal, eines der bedeutendsten bat-Winterquartiere der Region. Talsperren wie die Ennepe- und die Heilenbecketalsperre sowie zahlreiche Naturschutzgebiete prägen Wasserhaushalt und Artenvielfalt.

Wirtschaftlich ist der district Teil des Ballungsraums Ruhr, mit dichtem Gewerbe, Wohnungsbau und Verkehr sowie einer langen Bergbau- und Industriegeschichte. Siedlungs- und Gewerbeentwicklung, Straßen- und Brückenbauwerke im Ruhrtal sowie erneuerbare Energien lösen regelmäßig impacts aus, deren Ausgleich nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der eco-account-Verordnung NRW zu erbringen ist. Häufig geht es dabei um die Aufwertung von Bachtälern, die Entsiegelung von Brachflächen und den Artenschutz für bats und gewässergebundene Arten.

A white butterfly on a field scabious in a species-rich meadow

🗺️ Associated natural regions

D38
Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)
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D34
Westfälische Tieflandsbucht
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📍 Selected municipalities

Schwelm (seat)WittenHattingenHerdeckeWetter (Ruhr)GevelsbergEnnepetalSprockhövelBreckerfeld

🌿 Ecological features

  • FFH-Gebiet Ennepe unterhalb der Talsperre (DE-4710-301), naturnaher Mittelgebirgsbach mit Feucht- und Magerwiesen
  • Naturschutzgebiet Kluterthöhle und Bismarckhöhle in Ennepetal, bedeutendes bat-Winterquartier mit zahlreichen nachgewiesenen Arten
  • Ruhrtal mit floodplainn, Felsen und bewaldeten Steilhängen zwischen Witten, Hattingen und Wetter
  • Gevelsberger Stadtwald als Natura-2000-Gebiet mit alten bodensauren Buchenwäldern
  • Bachtäler und Buchenwälder des Süderberglandes mit Bergland-Grünland und Quellbereichen
  • Ehemalige Bergbau- und Industrieflächen (Halden, Steinbrüche, Brachen) als wertvolle Sekundärlebensräume
  • Talsperren Ennepe und Heilenbecke im bergigen Süden des districtes

✅ greeNature on the ground

greeNature ist bundesweit tätig und arbeitet im Ennepe-Ruhr-district auf Grundlage des Landesnaturschutzgesetzes NRW und der eco-account-Verordnung NRW. Wir stimmen Maßnahmen und assessment mit der Unteren Naturschutzbehörde in Schwelm ab, kennen das numerische Bewertungsverfahren des Landes und richten compensation areas naturraumtreu auf die Bedingungen von Westfälischer Bucht (D34) und Süderbergland (D38) aus. So lassen sich Anforderungen der Behörde frühzeitig in die Planung einbeziehen.

Compensation in the district

Typical measures in the district of Ennepe-Ruhr-Kreis

💧

Gewässerrenaturierung an Ruhr, Ennepe und Volme

Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Nebengerinnen und Zulassen eigendynamischer Entwicklung. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und Auwald als habitat für kingfisher, Fische und Amphibien entlang der prägenden Fließgewässer des districtes.

🌿

Extensivierung von Grünland

Entwicklung artenreicher Feucht- und Magerwiesen in den Bachtälern des Süderberglandes durch angepasste Mahd, Verzicht auf Düngung und extensive Beweidung. Solche Flächen werten das Offenland auf und schaffen Nahrungshabitate für Insekten und Wiesenvögel.

🌳

Naturnaher Waldumbau

Umbau strukturarmer Bestände zu standortgerechten Buchen- und Eichenmischwäldern sowie Förderung von Alt- und Totholz. Diese Maßnahmen stärken die bodensauren Wälder des Berglandes und verbessern Lebensräume für Höhlenbrüter, bats und Insekten.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Sicherung und Neuanlage von batquartieren in Höhlen, Stollen und Gebäuden, kingfisher-Steilwände an Ruhr und Ennepe sowie Ersatzhabitate für die sand lizard an Bahndämmen und Böschungen, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach den §§ 44 und 45 BNatSchG.

♻️

Entsiegelung von Brachflächen

Rückbau versiegelter Industrie-, Bergbau- und Verkehrsflächen sowie deren Umwandlung in Grünland, Gehölzflächen oder Gewässer. In der dicht bebauten Ruhrregion ist die Entsiegelung eine wirksame und gut anrechenbare Aufwertung.

🌾

hedgerown, Streuobst und habitat network

Anlage von hedgerown, Feldgehölzen und Streuobstbeständen auf Hanglagen und Ortsrändern. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume, schaffen stepping-stone habitate und werten die Übergänge zwischen Siedlung und Offenland auf.

Species diversity

Protected species in the Ruhrtal und Süderbergland

🦇

bats in Höhlen und Stollen

Die Kluterthöhle und weitere Höhlen und Stollen im district zählen zu den bedeutenden Winterquartieren für bats. Alle heimischen Arten sind strictly protected (Anhang IV FFH-Richtlinie, einzelne auch Anhang II). Bei Abriss und Sanierung von Gebäuden oder impactsn an Quartieren sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.

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🐦

kingfisher an Ruhr und Ennepe

Die naturnahen Uferabschnitte von Ruhr, Ennepe und Volme bieten Steilwände als Brutplätze. Bei impactsn an Gewässern, etwa Brücken- oder Uferbau, sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen für den strictly protecteden kingfisher.

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🐸

Amphibien der Bachtäler

Feuersalamander, Geburtshelferkröte, Erdkröte und Grasfrosch besiedeln die Quellbäche, Tümpel und wechselfeuchten Senken des Süderberglandes. Ersatzlaichgewässer und Landhabitate im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.

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🦎

sand lizard auf Sekundärstandorten

Bahndämme, Bergehalden, Steinbrüche und Ruderalflächen bieten der sand lizard besonnte Lebensräume. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Gewerbevorhaben, für die Ersatzhabitate mit Sonn- und Versteckplätzen als CEF-Maßnahme angelegt werden.

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🌰

hazel dormouse in Gehölzen und Waldrändern

Die strictly protectede hazel dormouse besiedelt strukturreiche Waldränder, hedgerown und Gebüsche des Berglandes. Bei Rodungen sind eine abschnittsweise, fachlich begleitete Gehölzentnahme und die Vernetzung von Ersatzhabitaten erforderlich.

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🦎

great crested newt in stehenden Gewässern

Der great crested newt (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie) braucht größere, fischfreie Weiher mit reicher Unterwasservegetation sowie strukturreiche Landlebensräume. Neuanlage und Vernetzung geeigneter Laichgewässer sind bewährte CEF- und FCS-Maßnahmen.

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Typical projects

Which projects trigger a compensation obligation?

🏘️

Siedlung und Gewerbe

Wohnbau- und Gewerbegebiete im dicht besiedelten Ballungsraum, Nachverdichtung und die Umnutzung von Industriebrachen führen zu Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, häufig unter Berücksichtigung angrenzender Schutzgebiete und Bachtäler.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Aus- und Neubau von Straßen, die Sanierung von Talbrücken im Ruhrtal sowie Vorhaben an Schienen- und Radwegen lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der impact mitigation regulation der §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

⚡

Energie und erneuerbare Energien

Photovoltaik-Freiflächen auf Halden und Konversionsflächen, Windenergie auf den Höhen um Breckerfeld sowie Netz- und Leitungsausbau erzeugen compensation requirement und können CEF-Maßnahmen für windkraftsensible Arten und bats auslösen.

💧

Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz

restoration von Gewässern, Hochwasserschutz an Ruhr und Ennepe sowie Unterhaltungsmaßnahmen an den Talsperren berühren floodplainn und gewässergebundene Arten und werden oft mit ökologischen Aufwertungen verbunden.

How it works

From enquiry to monitoring

01

Contact and enquiry

Tell us your compensation requirement and the natural region. We check availability.

02

Offer and advice

A transparent offer covering measure types, scope and availability.

03

Coordination with authorities

Full coordination with the lower nature conservation authority. We handle everything.

04

Long-term monitoring

Permanent securing of the land, management and documentation across the contract term.

Neighbouring districts

Eco-points in adjoining districts

MÄ
District of Märkischer Kreis
Östlicher Nachbar, Süderbergland
OB
District of Oberbergischer Kreis
Südlicher Nachbar, Bergisches Land
ME
District of Mettmann
Westlicher Nachbar, Bergisches Land
Frequently asked questions

All about eco-points
in the district of Ennepe-Ruhr-Kreis

Der district teilt sich in zwei BfN-natural regions. Der Norden um Witten gehört zur Westfälischen Bucht (D34), der weit überwiegende Teil zum Süderbergland (D38), einem Ausläufer des Rheinischen Schiefergebirges mit tief eingeschnittenen Bachtälern und Buchenwäldern. Für die compensation ist die naturraumtreue Zuordnung des impacts entscheidend, greeNature ermittelt sie für Sie.
In North Rhine-Westphalia richtet sich die compensation nach der impact mitigation regulation der §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem Landesnaturschutzgesetz NRW. impact und Ausgleich werden über ein numerisches Bewertungsverfahren assessed. Vorgezogene Maßnahmen lassen sich nach der eco-account-Verordnung NRW anerkennen und im compensationsverzeichnis führen. Der Begriff eco-points wird dabei umgangssprachlich für die ermittelten value points verwendet.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist der Ennepe-Ruhr-district mit Sitz in der districtverwaltung, Hauptstraße 92, 58332 Schwelm. greeNature koordiniert die Abstimmung mit der Behörde von der Maßnahmenplanung über die assessment bis zur Anerkennung und Sicherung.
Im Ruhrtal und im Süderbergland sind häufige Maßnahmen die restoration von Bächen und floodplainn, die Extensivierung von Grünland, naturnaher Waldumbau, die Entsiegelung von Industrie- und Bergbaubrachen sowie Artenschutzmaßnahmen für bats, kingfisher und sand lizard. Welche Maßnahme geeignet ist, hängt von natural region, impact und betroffenen Arten ab.
Ja. Im district liegen mehrere Natura-2000-Gebiete, darunter das FFH-Gebiet Ennepe unterhalb der Talsperre (DE-4710-301) und Höhlenlebensräume wie die Kluterthöhle als batquartier. impacts im Umfeld können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG erfordern, gegebenenfalls mit CEF- oder FCS-Maßnahmen. greeNature berät Sie zu den fachlichen Anforderungen.
Ja. Geeignet sind insbesondere gewässernahe Grünlandflächen, Bachtäler, Waldränder und versiegelte Brachflächen mit Entwicklungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, management, monitoring und die vollständige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde.
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