Species-rich extensively managed grassland after ecological enhancement
Hesse · KV (Kompensationsverordnung)
Natural region D53
Administrative region of Darmstadt

Eco-points and compensation areas
City of Offenbach am Main

Ökopunkte und Ausgleichsflächen in der kreisfreien Stadt Offenbach am Main, bewertet nach der Hessischen Kompensationsverordnung (KV) in Ökopunkten. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für die Kompensation von Eingriffen im dicht bebauten Stadtraum der Untermainebene und im Rhein-Main-Gebiet.

44,88
km² Stadtfläche
132.746
Einwohner (31.12.2024)
~2.960
Einwohner je km²
10
Stadtteile
D53
BfN-Naturraum
City of and ecology

The City of Offenbach am Main at a glance

Offenbach am Main ist eine kreisfreie Stadt im Süden Hessens und gehört zum Regierungsbezirk Darmstadt. Sie grenzt im Nordwesten unmittelbar an Frankfurt am Main und bildet mit ihm einen zusammenhängenden Siedlungsraum. Naturräumlich liegt das Stadtgebiet vollständig in der Untermainebene im BfN-Naturraum D53 (Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland). Auf rund 44,88 km² leben etwa 133.000 Menschen, womit Offenbach zu den am dichtesten besiedelten Städten Deutschlands zählt.

Der Main bildet die nördliche Stadtgrenze. Entlang des Flusses ziehen sich die Mainauen bei Bürgel und Rumpenheim mit Auwiesen und Altwässern, die als Biotopverbund und Retentionsraum dienen. Aus früherem Kiesabbau ist das Naturschutzgebiet der Rumpenheimer und Bürgeler Kiesgruben mit dem Schultheis-Weiher hervorgegangen. Durch den östlichen Stadtteil Bieber verläuft der gleichnamige Bach. Innerstädtisch prägen ausgedehnte Parkanlagen wie der Büsing-Park, der Dreieichpark und die Rosenhöhe das Stadtbild und bilden mit altem Baumbestand wertvolle Trittsteinbiotope.

Trotz der hohen Bebauungsdichte gibt es geschützte Lebensräume im Stadtgebiet. Das Naturschutzgebiet Rumpenheimer und Bürgeler Kiesgruben sowie das EU-Vogelschutzgebiet, das den Main bei Mühlheim und diese Kiesgruben umfasst, sichern Rast- und Brutplätze von Wasservögeln. Hinzu kommen das Landschaftsschutzgebiet Hessische Mainauen, das Landschaftsschutzgebiet Offenbach am Main und mehrere Naturdenkmale. Diese Flächen stehen unter hohem Nutzungsdruck und sind bei Planungen frühzeitig zu berücksichtigen.

Offenbach ist ein traditioneller Industrie- und Dienstleistungsstandort, bekannt für die Lederverarbeitung mit dem Deutschen Ledermuseum, den Druckmaschinenbau, die Hochschule für Gestaltung sowie als Sitz des Deutschen Wetterdienstes. Der starke Siedlungsdruck im Rhein-Main-Gebiet führt zu Nachverdichtung, zu neuen Wohn- und Gewerbequartieren wie dem Hafenquartier und dem Bürostandort Kaiserlei sowie zu Verkehrsvorhaben. Die dabei ausgelösten Eingriffe sind in Hessen über die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG, das Hessische Ausführungsgesetz (HAGBNatSchG) und die Kompensationsverordnung (KV) in Ökopunkten auszugleichen.

Species-rich extensively managed grassland after ecological enhancement

🗺️ Associated natural regions

D53
Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland
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📍 City districts

Innenstadt (seat)BieberBürgelRumpenheimTempelseeLauterbornRosenhöheWaldheimLohwaldKaiserlei

🌿 Ecological features

  • Naturschutzgebiet Rumpenheimer und Bürgeler Kiesgruben mit dem Schultheis-Weiher, aus ehemaligem Kiesabbau als Sekundärlebensraum hervorgegangen
  • EU-Vogelschutzgebiet, das den Main bei Mühlheim und das Naturschutzgebiet Rumpenheimer und Bürgeler Kiesgruben umfasst, Natura-2000-Gebiet für Wasser- und Rastvögel
  • Landschaftsschutzgebiet Hessische Mainauen und Landschaftsschutzgebiet Offenbach am Main als grüne Rahmen im Stadtgebiet
  • Der Main als nördliche Stadtgrenze mit Auwiesen und Altwässern bei Bürgel und Rumpenheim als Biotopverbund und Retentionsraum
  • Innerstädtische Parkanlagen (Büsing-Park, Dreieichpark, Rosenhöhe) mit altem Baumbestand als Trittsteinbiotope und Fledermausquartiere
  • Eine der am dichtesten besiedelten Städte Deutschlands mit sehr hohem Flächennutzungs- und Nachverdichtungsdruck
  • Vollständige Lage in der sandgeprägten Untermainebene (BfN-Naturraum D53) im Rhein-Main-Ballungsraum

✅ greeNature on the ground

greeNature ist bundesweit tätig und mit dem hessischen Kompensationssystem vertraut. Wir arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Offenbach am Main, dem Amt für Umwelt und Klima, zusammen, kennen die Bewertung in Ökopunkten nach der Kompensationsverordnung (KV) und dem HAGBNatSchG sowie die Anforderungen an Ökokonten und deren Handelbarkeit in Hessen. Im dicht bebauten Stadtraum ist qualifizierter Ausgleich anspruchsvoll, deshalb verbinden wir innerstädtische Maßnahmen wie Entsiegelung, Renaturierung von Bieber und Mainufer und die Aufwertung von Grün- und Parkstrukturen mit Kompensationsflächen im Umland. Von der Bedarfsermittlung über die Flächensicherung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring begleiten wir Ihr Vorhaben durchgehend.

Compensation in the city

Typical measures in the city of Offenbach am Main

🌊

Renaturierung von Bieber und Mainufer

Rückbau von Uferverbauungen, Anlage von Gewässerrandstreifen und naturnahe Umgestaltung des Bieberbachs sowie Aufwertung der Mainauen bei Bürgel und Rumpenheim. Naturnahe Ufer, Auwiesen und Altwässer verbessern den Biotopverbund und schaffen Lebensräume für Eisvogel und Amphibien.

🧱

Entsiegelung und Flächenrecycling

Rückbau nicht mehr genutzter Verkehrs-, Gewerbe- und Betriebsflächen und deren Umwandlung in durchlässige, begrünte Standorte. Entsiegelung verbessert Boden, Wasserhaushalt und Stadtklima und ist im dicht bebauten Stadtraum eine wirksam nach der Kompensationsverordnung anrechenbare Maßnahme.

🌳

Aufwertung von Parks, Alleen und Stadtbäumen

Entwicklung struktur- und altholzreicher Bestände in Büsing-Park, Dreieichpark und Rosenhöhe, Pflanzung standortgerechter Bäume sowie Erhalt von Habitatbäumen. Alte Baumbestände und vernetzte Grünstrukturen dienen als Trittsteinbiotope und als Quartiere für Fledermäuse und höhlenbrütende Vögel.

💧

Kleingewässer und Auwiesen

Neuanlage und Wiederherstellung von Tümpeln, Blänken und Stillgewässern, auch in ehemaligen Kiesgruben, sowie Aushagerung und extensive Pflege der Auwiesen entlang des Mains. Fisch- und störungsarme Laichgewässer sichern die Fortpflanzungsstätten von Amphibien und Kammmolch.

🌾

Grünlandaufwertung im Umland

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Extensivgrünland sowie Anlage von Blüh- und Ackerrandstreifen in den offenen Feldfluren am Stadtrand und im Umland. Angepasste Nutzung schafft Nahrungs- und Bruthabitate für Offenland- und Feldvogelarten und stärkt den Biotopverbund.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für Fledermäuse an Gebäuden und in Parkbäumen, Reptilienhabitate an Bahndämmen und Brachen sowie abgestimmte Ersatzhabitate. Sie sichern die kontinuierliche ökologische Funktion (CEF) und den günstigen Erhaltungszustand (FCS) betroffener Arten.

Species diversity

Protected species in the Untermainebene im Rhein-Main-Gebiet

🦎

Zauneidechse auf Bahn- und Brachflächen

Die Zauneidechse (Anhang IV FFH-Richtlinie) besiedelt Bahndämme, Böschungen, Brachen und besonnte Säume im Stadtgebiet. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben sind Habitatstrukturen und Umsiedlungen als CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG regelmäßig erforderlich.

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🦇

Fledermäuse in Parks und an Gebäuden

Alte Baumbestände in Büsing-Park, Dreieichpark und Rosenhöhe, die Mainauen sowie Gebäude bieten Quartiere für streng geschützte Fledermausarten (Anhang IV FFH-Richtlinie). Bei Fällungen, Sanierung oder Abriss sind Ersatzquartiere und Habitatbäume als vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nötig.

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🐦

Eisvogel an Main und Bieber

Naturnahe Uferabschnitte des Mains, des Bieberbachs und der Kiesgruben bieten dem Eisvogel Steilwände zum Brüten und fischreiche Jagdgewässer. Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen sind typische CEF-Maßnahmen bei Gewässereingriffen.

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🐸

Amphibien in Kiesgruben und Auwiesen

In den Rumpenheimer und Bürgeler Kiesgruben, in Kleingewässern und in den Mainauen leben verschiedene Amphibienarten. Neue oder wiederhergestellte, fischfreie Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten und lassen sich gut in den Biotopverbund einbinden.

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🦎

Kammmolch in Stillgewässern

Der Kammmolch (Anhang II und IV FFH-Richtlinie) besiedelt fischarme, gut besonnte Stillgewässer, wie sie in ehemaligen Abbauflächen und Auwiesen vorkommen können. Erhalt und Neuanlage geeigneter Laichgewässer sind bei Eingriffen in Gewässerlebensräume als vorgezogene Maßnahmen anzulegen.

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Typical projects

Which projects trigger a compensation obligation?

🏢

Wohnungsbau und Nachverdichtung

Unter dem hohen Siedlungsdruck des Rhein-Main-Gebietes entstehen neue Wohnquartiere wie das Hafenquartier und Nachverdichtungen in der Innenstadt. Solche Vorhaben lösen Eingriffe aus, deren Ausgleich sich über bevorratete Ökopunkte nach der Kompensationsverordnung effizient decken lässt.

🏬

Gewerbe- und Büroentwicklung Kaiserlei

Der Bürostandort Kaiserlei an der Grenze zu Frankfurt wird zu einem gemischten Quartier weiterentwickelt. Der Umbau und die Verdichtung von Gewerbeflächen erzeugen Kompensationsbedarf und artenschutzrechtliche Prüfungen, unter anderem für Reptilien und Fledermäuse.

🛣️

Verkehrs- und ÖPNV-Infrastruktur

Autobahnnahe Anschlüsse wie der Kaiserleikreisel, das Straßennetz sowie der Ausbau von S-Bahn und Stadtbahn im Rhein-Main-Netz erzeugen Eingriffe in Boden, Grünstrukturen und Lebensräume. Diese lassen sich über Ökopunkte und Ökokontoflächen ausgleichen.

🏗️

Flächenrecycling und Stadtumbau

Die Umnutzung ehemaliger Industrie-, Hafen- und Betriebsflächen prägt den Stadtumbau. Entsiegelung und ökologische Aufwertung im Zuge solcher Projekte eignen sich zugleich als Kompensations- und Ökokontomaßnahmen im dicht bebauten Stadtraum.

How it works

From enquiry to monitoring

01

Contact and enquiry

Tell us your compensation requirement and the natural region. We check availability.

02

Offer and advice

A transparent offer covering measure types, scope and availability.

03

Coordination with authorities

Full coordination with the lower nature conservation authority. We handle everything.

04

Long-term monitoring

Permanent securing of the land, management and documentation across the contract term.

Neighbouring districts

Eco-points in adjoining districts

OF
District of Offenbach
Landkreis, umschließt die Stadt im Osten und Süden
MA
District of Main-Kinzig-Kreis
Nördlicher Nachbar jenseits des Mains
Frequently asked questions

All about eco-points
in the city of Offenbach am Main

Hessian law applies. Impacts under sections 13 to 15 BNatSchG are mitigated through the Hessian Implementation Act (HAGBNatSchG) and the Compensation Ordinance (KV). Compensation requirements and the value of measures are assessed in eco-points. The Bavarian BayKompV does not apply here.
As an independent city, Offenbach assumes the responsibilities of the lower nature conservation authority (Untere Naturschutzbehörde) itself. The Department for Environment and Climate of the City of Offenbach am Main at Kaiserpalais, Kaiserstraße 39 is responsible. It reviews impacts, compensation and replacement measures as well as species protection matters. greeNature coordinates concepts early with the authority.
Within the city, unsealing and land recycling, restoration of the Bieber and Main riverbanks, enhancement of parks and tree stands, and small water bodies in gravel pits are suitable. Where compensation within the urban area is not entirely possible, we supplement it through grassland and water body measures in the surrounding area, each assessed in eco-points according to the KV.
In the urban area, sand lizards on railway embankments and wasteland, bats in parks and on buildings, kingfishers on the Main and Bieber, and amphibians including great crested newts in gravel pits are particularly relevant. If breeding sites and resting places are affected, the access prohibitions of § 44 BNatSchG apply, secured through CEF and FCS measures in the special species protection assessment (saP).
Yes. Suitable sites include de-sealable operational and traffic surfaces, waterside properties on the Main and Bieber, extensively manageable grassland at the town edge, and sites in the surrounding area. You remain the owner and receive usage compensation. greeNature handles planning, implementation, management and monitoring.
Via an eco-account, enhancement measures can be implemented in advance and provisioned in eco-points. These points are recorded in the compensation register and can later be assigned to a specific impact or transferred within the scope of Hessian regulations. This shortens the permitting procedure and secures ecological effectiveness early on.
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