
Eco-points and compensation areas
District of Erding
Sofort verfügbare eco-points aus behördlich anerkannten eco-accounts. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für compensation nach BayKompV im Erdinger Moos und im wachsenden Umland des Flughafens München.
The District of Erding at a glance
Der district Erding liegt im Nordosten des Regierungsbezirks Oberbayern, im Verdichtungsraum nordöstlich von München und südwestlich von Landshut. Er grenzt an die districts Freising und München im Westen, Ebersberg im Süden, Mühldorf am Inn im Osten und Südosten sowie an den niederbayerischen district Landshut im Nordosten. district seat ist die Große district seat Erding.
Landschaftlich gliedert sich der district in drei Räume. Im Norden und Osten prägt das tertiäre Isar-Inn-Hügelland mit bewegtem Relief, Lösslehmdecken und dem waldreichen Erdinger Holzland das Bild. Im Süden und Südosten schließt eine eiszeitliche Altmoränenlandschaft an. Der Westen gehört zur Münchener Schotterebene, in deren nördlicher Fortsetzung das Erdinger Moos liegt. Die Isar bildet über weite Strecken die nordwestliche Grenze, im Inneren entwässern Sempt, Isen, Strogn, Dorfen und Gfällach den district. Naturräumlich gehört das Kreisgebiet zur BfN-Haupteinheitengruppe D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten).
Ökologisch ist das Erdinger Moos von herausragender Bedeutung. Die einst großflächigen Niedermoore wurden im Lauf der Zeit weitgehend entwässert und kultiviert, erhaltene Reste und die begleitenden Grabensysteme beherbergen aber weiterhin seltene Arten. Das EU-bird protection site Nördliches Erdinger Moos (DE-7637-471) mit rund 4,525 Hektar zählt zu den bedeutenden Wiesenbrütergebieten des Alpenvorlandes. Hinzu kommen die FFH sites der Isarauen von Unterföhring bis Landshut (DE-7537-301), das Isental mit Nebenbächen (DE-7739-371), Strogn mit Hammerbach (DE-7637-371) sowie Niedermoorreste im Erdinger und Freisinger Moos.
Wirtschaftlich ist der district stark vom Flughafen München geprägt, der 1992 im Erdinger Moos eröffnet wurde und seither einen kräftigen Bevölkerungs- und Beschäftigungszuwachs ausgelöst hat. Neben dem Luftverkehr bestimmen Logistik, Gewerbe, Kiesabbau in der Schotterebene und eine intensive Landwirtschaft die Flächennutzung. Ausbauvorhaben an Flughafen, Straßen und Schiene sowie die dynamische Siedlungsentwicklung im Münchner Umland erzeugen regelmäßig erheblichen compensation requirement nach BayKompV.

🗺️ Associated natural regions
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📍 Selected municipalities
🌿 Ecological features
- EU-bird protection site Nördliches Erdinger Moos (DE-7637-471, rund 4,525 ha), bedeutendes Wiesenbrütergebiet
- Isarauen von Unterföhring bis Landshut (FFH DE-7537-301) als überregionale Biotopverbundachse
- Isental mit Nebenbächen (FFH DE-7739-371) und Strogn mit Hammerbach (FFH DE-7637-371)
- Niedermoorreste und Gräben im Erdinger und Freisinger Moos (FFH DE-7736-371 und DE-7636-371)
- Mausohrkolonien im Unterbayerischen Hügelland (FFH DE-7839-371) als bat maternity roosts
- Flughafen München im Erdinger Moos als prägender Wachstums- und Eingriffsraum
- Münchener Schotterebene mit Kiesvorkommen und intensiver landwirtschaftlicher Nutzung
✅ greeNature on the ground
greeNature entwickelt und betreut Ausgleichs- und Ökokontoflächen, die zum Charakter des Naturraums D65 passen, etwa Wiedervernässungen im Erdinger Moos, Wiesenbrüterschutz auf extensively managed grassland und die restoration von Sempt, Isen und Strogn. Wir sichern geeignete Flächen, planen die Aufwertung nach BayKompV, setzen die Maßnahmen um und übernehmen die dauerhafte Pflege, Dokumentation und Berichterstattung gegenüber der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Erding. Weil die BayKompV eine naturraumtreue Zuordnung des Ausgleichs vorsieht, achten wir darauf, dass die compensation möglichst im betroffenen natural region wirksam wird. Besteht artenschutzrechtlicher Bedarf nach § 44 BNatSchG, konzipieren wir vorgezogene CEF-Maßnahmen, die die ökologische Funktion für die betroffenen Arten durchgängig sichern.
Typical measures in the district of Erding
Niedermoor-Wiedervernässung
Anhebung der Wasserstände und Extensivierung auf entwässerten Niedermoorböden im Erdinger Moos. Solche Maßnahmen mindern den Torfschwund, binden Kohlenstoff und schaffen wieder feuchte habitats mit hohem Aufwertungswert nach BayKompV.
Wiesenbrüterschutz
Entwicklung von extensivem wet grassland mit Blänken, Nassstellen und angepasstem Mahdregime für northern lapwing, Großen Brachvogel und Bekassine. Gesicherte Brutbereiche und eine späte Mahd stabilisieren die Bestände im Nördlichen Erdinger Moos.
Gewässer- und Auenrenaturierung
Rückbau von Uferverbau, Anlage von Gewässerrandstreifen und naturnahe Umgestaltung an Isar, Sempt, Isen und Strogn. Steilufer, oxbow und Auwaldsäume verbessern die habitats für beaver, kingfisher und Fische.
Artenschutz CEF und FCS
Maßgeschneiderte Maßnahmen für sand lizard an Bahndämmen und Kiesflächen, alternative roosts für bats sowie spawning waters für Amphibien. Vorgezogene CEF-Maßnahmen sichern die ökologische Funktion nach § 44 BNatSchG.
hedgerows und habitat network
Anlage von hedgerows, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Ackerflur der Schotterebene. Diese stepping-stone habitats vernetzen habitats und fördern field birds, Wildbienen und brown hare.
Streuobst auf dem Hügelland
Neuanlage und Pflege hochstämmiger Streuobstbestände an den Hängen des Isar-Inn-Hügellandes. Mit extensiver Grünlandnutzung entstehen wertvolle habitats für Höhlenbrüter, Insekten und bats.
Protected species in the Erdinger Moos und Isar-Inn-Hügelland
meadow-breeding birds im Erdinger Moos
northern lapwing, Großer Brachvogel und Bekassine nutzen das offene wet grassland des Nördlichen Erdinger Mooses als Brutgebiet. Als Arten der Roten Liste profitieren sie von extensively managed grassland, Nassstellen und später Mahd, wie sie über CEF-Maßnahmen und produktionsintegrierte compensation umgesetzt werden.
About this species ›greater horseshoe bat und weitere bats
Das FFH site Mausohrkolonien im Unterbayerischen Hügelland (DE-7839-371) schützt bedeutende Wochenstuben. Erhalt der Quartiere, Sicherung von Jagdhabitaten und Vernetzung über hedgerows und Waldsäume sind typische Maßnahmen im district.
About this species ›kingfisher und beaver
An Isar, Sempt und Isen finden kingfisher und beaver naturnahe Ufer und floodplains. Der kingfisher benötigt Steilwände für die Brut, der beaver gestaltet Feuchtlebensräume aktiv um. Gewässerrenaturierungen schaffen habitat und Kompensationswert.
About this species ›Amphibien der Moosgewässer
European tree frog, great crested newt und weitere Amphibien besiedeln die Gräben und Kleingewässer im Erdinger Moos. Die Neuanlage besonnter, fischfreier Tümpel als CEF-Maßnahme sichert breeding sites und stärkt den habitat network.
About this species ›sand lizard
Die sand lizard besiedelt Bahndämme, Böschungen und Kiesabbauflächen der Schotterebene. Als streng geschützte Art nach § 44 BNatSchG erfordert sie bei Eingriffen häufig CEF-Maßnahmen wie Lesesteinhaufen und besonnte Säume.
About this species ›skylark
Die skylark ist Charaktervogel der offenen Ackerlandschaft im Erdinger Moos und auf der Schotterebene. Ihr Bestand leidet unter intensiver Nutzung, weshalb Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen wirksame Aufwertungen sind.
About this species ›Which projects trigger a compensation obligation?
Flughafen und Luftverkehrsinfrastruktur
Der Flughafen München liegt im Erdinger Moos und ist einer der größten Eingriffs- und Wachstumsräume des Landkreises. Erweiterungen von Betriebs- und Verkehrsflächen sowie flughafennahe Vorhaben lösen regelmäßig umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Verkehrsinfrastruktur
Der Ausbau der A94, Ortsumgehungen sowie Schienenvorhaben wie der Erdinger Ringschluss zur besseren Flughafenanbindung erzeugen compensation requirement. Trassen, Brücken und Bahnkörper führen zu artenschutzrechtlichen Anforderungen, etwa für sand lizard und bats.
Siedlung, Gewerbe und Logistik
Als dynamischer Wachstumsraum im Münchner Umland weist der district laufend Wohn-, Gewerbe- und Logistikflächen aus. Diese Versiegelung erfordert naturschutzrechtlichen Ausgleich, für den Landwirte Flächen als Kompensationsflächen bereitstellen können.
Kiesabbau in der Schotterebene
Die Münchener Schotterebene birgt bedeutende Kiesvorkommen. Rohstoffabbau und Rekultivierung sind mit naturschutzrechtlichen Auflagen verbunden, bieten aber zugleich Chancen für die Entwicklung von Amphibien- und Pioniergewässern als compensation.
From enquiry to monitoring
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Coordination with authorities
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Long-term monitoring
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