Extensively managed flower meadow as a compensation area
Baden-Württemberg · ÖKVO
Natural region D54 · D53
Administrative region of Freiburg

Eco-points and compensation areas
District of Lörrach

Sofort verfügbare eco-points aus behördlich anerkannten eco-accounts. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für compensation nach der eco-account-Verordnung (ÖKVO) im Dreiländereck zwischen Markgräflerland, Südschwarzwald und Hochrhein.

807
km² Kreisfläche
~238.000
Einwohner
35
Städte und municipalities
1.414 m
Belchen (höchster Punkt)
2
natural regions D53/D54
District of and ecology

The District of Lörrach at a glance

Der district Lörrach liegt in der äußersten Südwestecke Baden-Württembergs im Dreiländereck zu Frankreich und der Schweiz. Nach Norden grenzt er an den district Breisgau-Hochschwarzwald, nach Osten an den district Waldshut, im Westen und Süden bilden Rhein und Hochrhein die Grenze zum Elsass sowie zu den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft. district seat und Verwaltungssitz ist Lörrach, weitere Große Kreisstädte sind Weil am Rhein und Rheinfelden (Baden). Der Kreis ist Teil der trinationalen Agglomeration Basel.

Landschaftlich reicht der Kreis vom warmtrockenen Markgräflerland mit seinen Rebhängen und der Rheinebene bis in den Hochschwarzwald mit dem Belchen (1,414 m) als höchstem Punkt. Dazwischen liegen das Wiesental, das Kandertal und der Dinkelberg, ein Muschelkalkplateau über dem Hochrhein. Naturräumlich gehört die Rheinniederung zum Oberrheinischen Tiefland (natural region D53), während Schwarzwald, Wiesental und Dinkelberg dem Schwarzwald (natural region D54) zugeordnet sind.

Ökologisch ist der district vielfältig. Im Kreisgebiet liegen 26 nature reserves mit rund 6,150 Hektar, das entspricht etwa 7.6 Prozent der Kreisfläche. Dazu kommen mehrere FFH- und bird protection sites, darunter die Markgräfler Rheinebene mit ihren Auwäldern und Altrheinarmen, der Belchen und die Weidfelder im oberen Wiesental sowie das bird protection site Südschwarzwald. Rhein und Wiese sind bedeutende, grenzüberschreitende Gewässerlebensräume.

Die Wirtschaft verbindet Chemie und Pharma in Rheinfelden und Grenzach-Wyhlen mit dem grenznahen Gewerbe- und Wohnstandort um Basel, dem Wein- und Obstbau des Markgräflerlands und dem Tourismus im Südschwarzwald. Verkehrsvorhaben, Siedlungs- und Gewerbeentwicklung, Wasserkraft am Hochrhein und der Ausbau der Rheintalbahn lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und der eco-account-Verordnung (ÖKVO) in Ökopunkten zu erbringen ist.

Extensively managed flower meadow as a compensation area

🗺️ Associated natural regions

D53
Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland
Go to natural region D53 ›

📍 Selected municipalities

Lörrach (seat)Weil am RheinRheinfelden (Baden)SchopfheimGrenzach-WyhlenSteinenKandernZell im WiesentalEfringen-KirchenTodtnauSchönau im SchwarzwaldBinzenMaulburgBad Bellingen

🌿 Ecological features

  • 26 nature reserves mit rund 6,150 Hektar, etwa 7.6 Prozent der Kreisfläche
  • FFH site Markgräfler Rheinebene mit Auwäldern, Altrheinarmen und Trockenauen
  • Naturschutz- und FFH site Belchen im Südschwarzwald mit Bergwäldern und Weidfeldern
  • Weidfelder im oberen Wiesental, artenreiches extensively managed grassland und Bergmähwiesen
  • Dinkelberg als Muschelkalkplateau mit Trockenrasen, Höhlen und Karstquellen
  • bird protection site Südschwarzwald mit Auerhuhn, Dreizehenspecht und Sperlingskauz
  • Rhein und Wiese als grenzüberschreitende Fluss- und Auenlebensräume

✅ greeNature on the ground

greeNature ist am südlichen Oberrhein und Hochrhein verwurzelt und kennt die Anforderungen der compensation im Dreiländereck aus der Praxis. Wir arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Lörrach, kennen die regionalen Flächenpools und die Besonderheiten der natural regions D53 und D54, vom Markgräflerland über das Wiesental bis in den Südschwarzwald. Die Bewertung erfolgt in Ökopunkten nach der eco-account-Verordnung (ÖKVO).

Compensation in the district

Typical measures in the district of Lörrach

🌊

Auenrenaturierung am Rhein und an der Wiese

Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Zulassen eigendynamischer Gewässerentwicklung entlang von Rhein, Wiese und Kander. So entstehen Kiesbänke, Steilufer und floodplain forest als habitat für kingfisher, Fische und Amphibien.

🍇

Rebböschungen und Trockenmauern im Markgräflerland

Entwicklung und Pflege besonnter Böschungen, Trockenmauern und Säume in der Weinbaulandschaft. Diese wärmebegünstigten Strukturen sind habitat für sand lizard, Wildbienen und wärmeliebende Pflanzen und lassen sich gut in bestehende Rebfluren einbinden.

🌿

Weidfeld- und Bergwiesenpflege im oberen Wiesental

Erhalt artenreicher Weidfelder und Bergmähwiesen durch angepasste Mahdtermine, Verzicht auf Düngung und extensive Beweidung. Diese geschützten Offenlandlebensräume sind für die Insekten- und Pflanzenvielfalt des Südschwarzwalds zentral und ohne Pflege von Verbuschung bedroht.

🌲

Waldumbau und Totholzförderung im Südschwarzwald

Umbau strukturarmer Fichtenforste zu standortgerechten Misch- und Bergwäldern aus Tanne, Buche und Bergahorn sowie Förderung von Alt- und Totholz. Solche Maßnahmen werten Waldlebensräume auf und schaffen Habitate für hazel dormouse, bats und Höhlenbrüter.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

bat roosts in Gebäuden und an den Höhlen des Dinkelbergs, kingfisher-Steilwände an Rhein und Wiese sowie substitute habitats für die sand lizard an Bahndämmen und Rebböschungen, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.

🌳

hedgerows, Streuobst und habitat network

Anlage von hedgerows, Feldgehölzen und traditional orchards im Vorbergland und in den Talräumen. Diese Strukturen vernetzen habitats, schaffen stepping-stone habitats und werten die Kulturlandschaft zwischen Rheinebene und Schwarzwald auf.

Species diversity

Protected species in the Markgräflerland, Wiesental und Hochrhein

🦇

bats an Höhlen und Gebäuden

Wimperfledermaus, greater horseshoe bat und weitere Arten nutzen die Höhlen und Spalten des Dinkelbergs sowie Dachstühle und Keller im Kreisgebiet. Alle Arten sind strictly protected (Anhang IV FFH Directive), bei Abriss und Sanierung sind alternative roosts als CEF-Maßnahme erforderlich.

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🦎

sand lizard an Rebhängen und Bahndämmen

Die streng geschützte sand lizard besiedelt besonnte Böschungen, Trockenmauern und Bahndämme im Markgräflerland und entlang der Rheintalbahn. Bei Eingriffen sind Umsiedlung und die Anlage von Ersatzhabitaten mit Steinriegeln und Sandlinsen typische CEF-Maßnahmen.

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🐦

kingfisher an Rhein und Wiese

Die naturnahen Uferabschnitte von Rhein, Wiese und Kander bieten Steilwände als Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern, etwa Brücken- oder Uferbau, sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen für den streng geschützten kingfisher.

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🐸

yellow-bellied toad und Amphibien in Abgrabungen

Die yellow-bellied toad (Anhang II und IV der FFH Directive) besiedelt wechselfeuchte Kleingewässer in Abbaustellen und Waldwegen, dazu kommen Grasfrosch und Erdkröte. Neu angelegte, besonnte Laichtümpel im räumlichen Zusammenhang sichern ihre breeding sites bei Bauvorhaben.

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🌰

hazel dormouse in Gehölzen und Waldrändern

Die streng geschützte hazel dormouse besiedelt strukturreiche Waldränder, hedgerows und Gebüsche im Vorbergland und Schwarzwald. Bei Rodungen sind eine abschnittsweise, fachlich begleitete Gehölzentnahme und die Vernetzung von Ersatzhabitaten erforderlich.

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🐱

European wildcat in Wäldern des Vorbergs und Dinkelbergs

Die streng geschützte European wildcat breitet sich im Südschwarzwald und am Dinkelberg wieder aus und ist auf vernetzte, strukturreiche Wälder mit Totholz und ungestörten Rückzugsräumen angewiesen. Waldbiotopverbund und die Entschärfung von Barrieren sind wirksame Maßnahmen zu ihrem Schutz.

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Typical projects

Which projects trigger a compensation obligation?

🚆

Schiene und Verkehr

Der viergleisige Ausbau der Rheintalbahn Karlsruhe,Basel mit dem Katzenbergtunnel bei Efringen-Kirchen, Straßenbau- und Ortsumfahrungen sowie grenzüberschreitende Tramverbindungen nach Basel lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

🏘️

Siedlung und Gewerbe

Der Wohnungs- und Gewerbedruck im Agglomerationsraum Basel führt in Lörrach, Weil am Rhein, Rheinfelden und den Umlandgemeinden zu Flächenversiegelung und erfordert naturschutzrechtlichen Ausgleich, häufig unter Berücksichtigung angrenzender Schutzgebiete.

🏭

Industrie und Energie

Chemie- und Pharmastandorte in Rheinfelden und Grenzach-Wyhlen, Wasserkraftanlagen am Hochrhein sowie Photovoltaik-Freiflächen erzeugen compensation requirement und können CEF-Maßnahmen für gewässergebundene Arten wie den kingfisher auslösen.

🍷

Weinbau, Flurneuordnung und Tourismus

Rebflurneuordnungen im Markgräflerland sowie touristische Vorhaben und Infrastruktur im Südschwarzwald berühren wärmeliebende habitats und Bergwiesen. Solche Eingriffe erfordern eine sorgfältige artenschutzrechtliche Prüfung und passgenaue compensation.

How it works

From enquiry to monitoring

01

Contact and enquiry

Tell us your compensation requirement and the natural region. We check availability.

02

Offer and advice

A transparent offer covering measure types, scope and availability.

03

Coordination with authorities

Full coordination with the lower nature conservation authority. We handle everything.

04

Long-term monitoring

Permanent securing of the land, management and documentation across the contract term.

Neighbouring districts

Eco-points in adjoining districts

BR
District of Breisgau-Hochschwarzwald
Nördlicher Nachbar im administrative region Freiburg
WA
District of Waldshut
Östlicher Nachbar am Hochrhein
Frequently asked questions

All about eco-points
in the district of Lörrach

Der district umfasst zwei BfN-natural regions. Die Rheinebene und das Markgräflerland gehören zum natural region D53 (Oberrheinisches Tiefland), Schwarzwald, Wiesental und Dinkelberg zum natural region D54 (Schwarzwald). Für die compensation nach der eco-account-Verordnung (ÖKVO) ist die genaue natural region-Zuordnung des Eingriffs entscheidend. greeNature ermittelt diese für Sie.
In Baden-Württemberg werden Kompensationsleistungen nach der eco-account-Verordnung (ÖKVO) in Ökopunkten bewertet und aus behördlich anerkannten eco-accounts bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, natural region-Zuordnung, Flächenzuordnung, die vollständige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Lörrach sowie alle Dokumentationspflichten.
Zuständige lower nature conservation authority (Untere Naturschutzbehörde) ist das Landratsamt Lörrach, Fachbereich Landwirtschaft und Naturschutz, im Entenbad 11, 79541 Lörrach. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Im Kreisgebiet liegen 26 nature reserves sowie mehrere FFH- und bird protection sites, etwa die Markgräfler Rheinebene, der Belchen und das bird protection site Südschwarzwald. Vorhaben in oder nahe dieser Gebiete können eine FFH compatibility assessment sowie Maßnahmen zur Sicherung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich machen. Wir prüfen die gebietsbezogenen Anforderungen im Einzelfall.
Häufig sind Auenrenaturierung an Rhein und Wiese, die Entwicklung von Rebböschungen und Trockenmauern im Markgräflerland, die Pflege von Weidfeldern und Bergwiesen im Wiesental, Waldumbau im Südschwarzwald sowie Artenschutzmaßnahmen für bats, kingfisher, sand lizard und Amphibien. Die Auswahl richtet sich nach natural region, Eingriffsort und den betroffenen Arten.
Ja. Geeignet sind unter anderem Grünland in den Flussauen, extensivierbare Rebböschungen und Bergwiesen sowie Waldflächen mit Entwicklungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und monitoring. Die konkrete Eignung klären wir nach einer Standortprüfung.
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