Flower-rich extensively managed meadow in rolling landscape with a woodland backdrop
Baden-Württemberg · ÖKVO
Natural region D66 · D60 · D64
Administrative region of Freiburg

Eco-points and compensation areas
District of Konstanz

eco-points und compensation areas im district Konstanz, bewertet nach dem Biotopwertverfahren der eco-account-Verordnung (ÖKVO) und geführt über anerkannte eco-accounts. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für impact mitigation regulation, Artenschutz und CEF-Maßnahmen zwischen Hegau, Bodensee und Bodanrück.

818
km² Kreisfläche
~292.000
Einwohner
25
Städte und municipalities
D66
natural region (Voralpines Hügel- und Moorland)
68
nature reserves
District of and ecology

The District of Konstanz at a glance

Der district Konstanz liegt im äußersten Süden Baden-Württembergs am Bodensee und grenzt an die Schweizer Kantone Thurgau und Schaffhausen. Er gehört zum administrative region Freiburg. Sitz der Kreisverwaltung ist die Große district seat Konstanz, weitere große Städte sind Singen (Hohentwiel) und Radolfzell am Bodensee. Auf rund 818 Quadratkilometern leben etwa 292,000 Menschen in 25 Städten und municipalities.

Landschaftlich ist der Kreis zweigeteilt. Der überwiegende Teil gehört zur BfN-Großlandschaft Voralpines Hügel- und Moorland (D66) mit dem Bodenseebecken, dem Bodanrück zwischen Untersee und Überlinger See sowie dem vulkanisch geprägten Hegau mit seinen markanten Kegelbergen wie Hohentwiel und Hohenhewen. Der nordwestliche Rand um Tengen und Watterdingen hat mit der Hegaualb Anteil an der Schwäbischen Alb (D60).

Ökologisch prägend sind die Feuchtgebiete am Untersee. Das FFH site Mettnau und Radolfzeller Aach sowie das bird protection site Untersee des Bodensees bilden zusammen ein großflächiges Natura 2000 site, hinzu kommen nature reserves wie der Mindelsee bei Möggingen und das Radolfzeller Aachried. Ried- und Streuwiesen, Trockenhänge im Hegau und die naturnahen Ufer sind habitat für zahlreiche europarechtlich geschützte Arten.

Wirtschaftlich prägen Industrie in Singen (unter anderem Aluminiumverarbeitung sowie Nahrungsmittel- und Pharmaproduktion), Tourismus am Bodensee, ein starker Mittelstand und die Hochschulstandorte den Kreis. Siedlungs- und Gewerbeentwicklung, der Ausbau von Straßen wie der A81 und der B33 sowie Schienenprojekte wie die Elektrifizierung der Hochrheinbahn lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich über eco-points nach der ÖKVO zu erbringen ist.

Flower-rich extensively managed meadow in rolling landscape with a woodland backdrop

🗺️ Associated natural regions

D66
Voralpines Hügel- und Moorland
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D60
D64
Donau-Iller-Lech-Platten
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📍 Selected municipalities

Konstanz (seat)Singen (Hohentwiel)Radolfzell am BodenseeStockachEngenTengenAachGottmadingenRielasingen-WorblingenHilzingenAllensbachReichenauSteißlingenÖhningen

🌿 Ecological features

  • FFH site Mettnau und Radolfzeller Aach unterhalb Singen sowie bird protection site Untersee des Bodensees als Natura 2000 site am Untersee
  • nature reserve Mindelsee bei Möggingen mit Verlandungszonen, Streuwiesen und Mooren
  • Radolfzeller Aachried an der Mündung der Radolfzeller Aach in den Untersee
  • Vulkanische Kegelberge des Hegaus (Hohentwiel, Hohenhewen, Hohenstoffeln) mit Trockenhängen und Felsbiotopen
  • Halbinsel Bodanrück mit ausgedehnten Wäldern zwischen Untersee und Überlinger See
  • Insel Reichenau als UNESCO-Welterbe mit Gemüseanbau und Uferzonen am Gnadensee
  • 68 nature reserves auf rund 4.5 Prozent der Kreisfläche

✅ greeNature on the ground

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch am Bodensee und im Hegau. Wir kennen das in Baden-Württemberg maßgebliche Biotopwertverfahren, die Anforderungen der eco-account-Verordnung (ÖKVO) und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Konstanz. Für Eingriffe im district entwickeln wir passgenaue Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen in den Rieden des Untersees, an den Fließgewässern und auf den Trockenstandorten der natural regions D66 und D60.

Compensation in the district

Typical measures in the district of Konstanz

🌾

Ried- und wet meadow management am Untersee

Extensivierung und angepasste Mahd von Streu- und wet meadows im Umfeld von Mettnau, Radolfzeller Aachried und Mindelsee. Wiedervernässung und späte Mahdtermine sichern habitats für meadow-breeding birds und feuchtwiesengebundene Arten und erzeugen anrechenbare eco-points.

🌊

Gewässer- und Auenentwicklung

Rückbau von Uferverbauungen, naturnahe Entwicklung und Anbindung von Altarmen an Radolfzeller Aach und Stockacher Aach. So entstehen Steilufer, Flachwasserzonen und floodplain forest als habitat für kingfisher, Fische und Amphibien.

🍎

Streuobst und Trockenhänge im Hegau

Neuanlage und Pflege von traditional orchards sowie Entbuschung und Beweidung von calcareous grassland und Trockenhängen an den Hegauvulkanen. Diese besonnten, mageren Standorte fördern sand lizard, Insekten und wärmeliebende Pflanzenarten.

🌳

Waldumbau am Bodanrück

Umbau strukturarmer Bestände in standortgerechte Laub- und Mischwälder mit Förderung von Alt- und Totholz sowie Waldrandgestaltung. Struktur- und höhlenreiche Wälder verbessern habitats für bats, Spechte und hazel dormouse.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa substitute habitats für die sand lizard an Böschungen und Bahndämmen, bat roosts sowie besonnte Ersatzlaichgewässer für Amphibien und great crested newt.

💧

Moor- und Kleingewässerschutz

Wiedervernässung von Nieder- und Übergangsmooren sowie Anlage besonnter Kleingewässer im Umfeld von Mindelsee und Hegauer Rieden. Solche Maßnahmen sichern amphibientypische habitats und binden Kohlenstoff.

Species diversity

Protected species in the Hegau, Bodensee und Bodanrück

🐦

northern lapwing und meadow-breeding birds

Die Riede und wet meadows am Untersee bieten habitat für northern lapwing und weitere wiesenbrütende Arten. Wiedervernässung, angehobene Wasserstände und extensive Grünlandpflege mit späten Mahdterminen sind hier wirksame Kompensationsmaßnahmen.

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🐟

kingfisher an Aach und Bodenseeufer

Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden an Radolfzeller und Stockacher Aach sowie am Bodensee bieten dem streng geschützten kingfisher Brutplätze. Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen sind typische CEF-Maßnahmen bei Eingriffen an Gewässern.

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🦎

sand lizard im Hegau

Trockenhänge, calcareous grassland, Böschungen und Bahndämme im Hegau sind habitat der sand lizard und häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsprojekten. substitute habitats mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen gehören zum Standard der artenschutzrechtlichen compensation.

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🐸

Amphibien in Rieden und Kleingewässern

European tree frog, yellow-bellied toad und weitere Amphibien besiedeln Riede, Streuwiesen und wechselfeuchte Senken am Untersee und im Hegau. Neu angelegte, besonnte spawning waters im räumlichen Zusammenhang sichern ihre breeding sites bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.

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🦇

bats am Bodanrück

Wälder, Baumhöhlen, Gebäude und die strukturreiche Kulturlandschaft dienen Fledermäusen wie Großem Mausohr und Zwergfledermaus als Quartier und Jagdgebiet. Alle Arten sind strictly protected (Anhang IV FFH Directive), bei Abriss und Sanierung sind alternative roosts als CEF-Maßnahme erforderlich.

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🦎

great crested newt in besonnten Gewässern

Der great crested newt besiedelt fischfreie, gut besonnte Stillgewässer im Umfeld von Mindelsee und Hegauer Rieden. Anlage und Erhalt geeigneter spawning waters mit strukturreichem Umland sind hier wirksame Maßnahmen der Eingriffskompensation.

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Typical projects

Which projects trigger a compensation obligation?

🏙️

Siedlungs- und Gewerbeentwicklung

Wohn- und Gewerbegebiete in Konstanz, Singen und Radolfzell sowie die Erweiterung von Industriebetrieben führen zu Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Grundeigentümer können als Flächenanbieter über eco-points profitieren.

🛣️

Straßenbau und Verkehr

Ausbau und Sanierung von Bundes- und Landesstraßen wie der A81 mit Zulauf nach Singen und der B33 im Raum Allensbach sowie Ortsumgehungen lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die über das Biotopwertverfahren der ÖKVO assessed werden.

🚆

Schienenausbau am Hochrhein

Die Elektrifizierung und der Ausbau der Hochrheinbahn zwischen Basel und Singen sowie Vorhaben an der Gäu- und Bodenseegürtelbahn greifen in Böschungen, Gehölze und Gewässer ein und erfordern häufig artenschutzrechtliche Prüfungen und CEF-Maßnahmen.

⛏️

Rohstoffgewinnung

Kies- und Gesteinsabbau im Hegau und im Bodenseeraum greift in Boden und Landschaft ein. Rekultivierung und begleitende compensation können neue habitats schaffen, etwa besonnte Abgrabungsgewässer und Trockenstandorte für Amphibien und Reptilien.

How it works

From enquiry to monitoring

01

Contact and enquiry

Tell us your compensation requirement and the natural region. We check availability.

02

Offer and advice

A transparent offer covering measure types, scope and availability.

03

Coordination with authorities

Full coordination with the lower nature conservation authority. We handle everything.

04

Long-term monitoring

Permanent securing of the land, management and documentation across the contract term.

Frequently asked questions

All about eco-points
in the district of Konstanz

Baden-Württemberg bewertet Eingriffe und Kompensationsmaßnahmen über ein Biotopwertverfahren. Grundlage ist die eco-account-Verordnung (ÖKVO), die den Zustand von Flächen in Wertpunkten je Quadratmeter abbildet. Die Aufwertung, also die Differenz zwischen Ausgangs- und Zielzustand, ergibt die anrechenbaren eco-points. Für Konstanz gilt damit nicht die bayerische BayKompV, sondern das baden-württembergische System.
Ein eco-account ist ein Vorrat an Kompensationsmaßnahmen, die zeitlich vor einem konkreten Eingriff umgesetzt und von der Naturschutzbehörde anerkannt werden. Die erzeugten eco-points werden im Kompensationsverzeichnis geführt und lassen sich später einem Vorhaben zuordnen. So können project developer ihren Ausgleich flexibel und rechtssicher über bereits bestehende Maßnahmen decken.
Zuständig ist die lower nature conservation authority (Untere Naturschutzbehörde) beim Landratsamt Konstanz, angesiedelt im Amt für Baurecht und Umwelt am Benediktinerplatz 1 in 78467 Konstanz. Sie prüft die Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung, erkennt Ökokontomaßnahmen an und ist Ansprechpartner für Fragen zu Natura 2000 und Artenschutz.
Nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG sind erhebliche Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft vorrangig zu vermeiden. Unvermeidbare Eingriffe müssen durch Ausgleichs- oder replacement measures kompensiert werden. In Baden-Württemberg erfolgt die assessment über eco-points nach der ÖKVO, ergänzt durch das Naturschutzgesetz des Landes.
CEF-Maßnahmen sind vorgezogene compensation measures für streng geschützte Arten nach § 44 BNatSchG. Sie stellen sicher, dass die ökologische Funktion einer betroffenen Fortpflanzungs- oder resting place durchgehend erhalten bleibt, etwa durch substitute habitats für die sand lizard oder neue bat roosts. Im district Konstanz sind sie häufig bei Vorhaben in Rieden, an Gewässern und auf Trockenstandorten erforderlich.
Ja. Eigentümer geeigneter Flächen können diese für Ökokontomaßnahmen zur Verfügung stellen. greeNature prüft die Eignung, entwickelt das Maßnahmenkonzept, stimmt es mit der Unteren Naturschutzbehörde ab und übernimmt Umsetzung und Dokumentation. So lassen sich Flächen naturschutzfachlich aufwerten und die entstehenden eco-points verwerten.
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