Artenschutz für den Schwarzstorch
Ciconia nigra
Der Schwarzstorch brütet in großen, ungestörten Wäldern und jagt an klaren Waldbächen. Als streng geschützte Art des Anhangs I der EU-Vogelschutzrichtlinie ist er bei Eingriffen in Wald und Gewässer frühzeitig zu berücksichtigen. greeNature plant und realisiert die passenden CEF- und FCS-Maßnahmen, die Brutplätze, Horstschutzzonen und Nahrungshabitate dauerhaft sichern.

Der Schwarzstorch im Überblick
- Lebensraum: Große, störungsarme Laub- und Mischwälder mit Altholz, dazu naturnahe Waldbäche, Weiher und Feuchtgrünland als Nahrungshabitat
- Nahrung: Kleine Fische, Amphibien und Wasserinsekten aus klaren Fließ- und Kleingewässern
- Gefährdung: In Bayern und bundesweit aktuell nicht als gefährdet eingestuft, Bestand nach historischem Rückgang in Erholung, jedoch stark störungsempfindlich
- Schutzstatus: Streng geschützt nach § 44 BNatSchG, Anhang I EU-Vogelschutzrichtlinie
- Typische Maßnahme: Horstschutzzonen, Sicherung von Horstbäumen und Altholz, Renaturierung von Waldbächen
Typische Schutzmaßnahmen für den Schwarzstorch
Horstschutzzonen einrichten
Um bekannte und potenzielle Brutplätze werden dauerhafte Schutzzonen ausgewiesen. Innerhalb dieser Zonen bleiben Altbestände von Nutzung und Störung verschont, in der empfindlichen Brutzeit von Februar bis August gelten zusätzliche Ruheauflagen. So bleibt die ökologische Funktion der Fortpflanzungsstätte erhalten (§ 44 Abs. 5 BNatSchG).
Horstbäume und Altholz sichern
Alte, starkastige Laubbäume wie Eichen und Rotbuchen sind als Horstträger unverzichtbar. Durch Nutzungsverzicht, Alt- und Totholzinseln sowie die langfristige Sicherung geeigneter Horstbäume bleibt das Brutplatzangebot im Revier erhalten oder wird gezielt entwickelt.
Nahrungshabitate und Waldbäche entwickeln
Der Schwarzstorch jagt kleine Fische, Amphibien und Wasserinsekten in klaren, naturnahen Gewässern. Die Renaturierung von Waldbächen, die Anlage und Pflege von Waldweihern sowie extensiv genutztes Feuchtgrünland verbessern das Nahrungsangebot im Umfeld der Brutplätze.
Kunsthorste als Nisthilfe
Wo geeignete natürliche Horststandorte fehlen oder verloren gehen, können stabile Kunsthorste in störungsarmen Altbeständen ein alternatives Brutplatzangebot schaffen. Standortwahl und Bauweise orientieren sich an den natürlichen Ansprüchen der Art.
Störungen in der Brutzeit vermeiden
Der Schwarzstorch reagiert sehr empfindlich auf Störungen am Horst. Besucherlenkung, Wegekonzepte und die zeitliche Abstimmung forstlicher Arbeiten außerhalb der Brutzeit sichern den Bruterfolg und ergänzen die flächigen Maßnahmen.
Der Schwarzstorch in diesen Naturräumen
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