Artenschutz für den Kiebitz
Vanellus vanellus
Der Kiebitz gehört zu den Wiesenbrütern, deren Fortpflanzungs- und Ruhestätten nach § 44 BNatSchG geschützt sind. Berührt ein Bauvorhaben seine Brutflächen in Äckern oder Feuchtwiesen, planen und realisieren wir die passenden CEF-Maßnahmen, damit die ökologische Funktion der Lebensstätte erhalten bleibt.

Der Kiebitz im Überblick
- Lebensraum: Offene, baumarme Landschaften, ursprünglich Feuchtwiesen, heute überwiegend Äcker und extensiv genutztes Grünland mit kurzer Vegetation und Feuchtstellen
- Gefährdung: Rote Liste Deutschland und Bayern: stark gefährdet (Kategorie 2), Vogel des Jahres 2024
- Schutzstatus: Besonders geschützt nach § 44 BNatSchG als europäische Vogelart
- Verbreitung in Bayern: Flussniederungen von Donau, Isar und Altmühl sowie Beckenlandschaften wie Aischgrund, Donauried und Isar-Inn-Schotterplatten
- Typische Maßnahme: Blänken und Flutmulden, Grünlandextensivierung, Gelegeschutz (CEF)
Typische Schutzmaßnahmen für den Kiebitz
Blänken und Flutmulden anlegen
Flache, nur zeitweise wasserführende Senken in Wiesen und Äckern schaffen kurzrasige, feuchte Brut- und Nahrungsflächen. Sie zählen zu den bevorzugten Habitatstrukturen des Kiebitzes und bilden den Kern vieler CEF-Konzepte.
Grünland extensivieren
Die Umwandlung von Intensivgrünland oder Acker in extensiv genutztes, spät gemähtes Feuchtgrünland mit angepassten Mahdterminen und geringer Düngung schafft dauerhaft geeignete Brutflächen und sichert die Nahrungsgrundlage.
Feuchtwiesen wiedervernässen
Durch Anhebung des Grundwasserstands und Rückbau von Drainagen entstehen offene, feuchte Wiesenlandschaften. Das verbessert das Nahrungsangebot aus Bodeninsekten und stabilisiert die Brutbestände.
Gelegeschutz und Brutplatzmanagement
Markierung und Aussparung von Gelegen, Anlage extensiv genutzter Kiebitzinseln, angepasste Bewirtschaftungstermine und Prädatorenschutz (etwa Elektrozaun) sichern den Bruterfolg auf den Maßnahmenflächen.
Rohboden und offene Landschaft schaffen
Entfernung von Gehölzen und Anlage kurzrasiger, vegetationsarmer Rohbodenbereiche entsprechen dem Bedürfnis des Kiebitzes nach weiter Übersicht und mindern zugleich Ansitzwarten für Beutegreifer.
Der Kiebitz in diesen Naturräumen
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