Amphibie
CEF
FCS

Artenschutz für den Kammmolch

Triturus cristatus

Der Kammmolch ist als Art der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie streng geschützt. Bei Eingriffen in seine Laichgewässer und Landlebensräume greifen die Zugriffsverbote nach § 44 BNatSchG. greeNature plant und realisiert die passenden CEF- und FCS-Maßnahmen nach BayKompV, von der Neuanlage fischfreier Gewässer über die Entwicklung des Landlebensraums bis zur langfristigen Pflege.

Lebensraum Kammmolch: Fischfreie, besonnte und pflanzenreiche Stillgewässer als Laichgewässer, dazu ein strukturreicher Landlebensraum mit Verstecken (Totholz, Steinhaufen, Wurzelbereiche) im Gewässerumfeld.
Steckbrief

Der Kammmolch im Überblick

  • Lebensraum: Fischfreie, besonnte und pflanzenreiche Stillgewässer als Laichgewässer, dazu ein strukturreicher Landlebensraum mit Verstecken (Totholz, Steinhaufen, Wurzelbereiche) im Gewässerumfeld.
  • Rote Liste: In Bayern stark gefährdet (Kategorie 2), in Deutschland gefährdet (Kategorie 3, Stand 2020).
  • Schutzstatus: Streng geschützt, Art der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie, Zugriffsverbote nach § 44 BNatSchG.
  • Erhaltungszustand: In der kontinentalen Region ungünstig-unzureichend, in der alpinen Region ungünstig-schlecht.
  • Typische Maßnahme: Neuanlage fischfreier Laichgewässer mit angebundenem Landlebensraum und frostsicheren Winterquartieren als vorgezogene CEF-Maßnahme.
§ 44 BNatSchGFFH-Anhang IIFFH-Anhang IVstreng geschütztRote Liste Bayern 2
Maßnahmen

Typische Schutzmaßnahmen für den Kammmolch

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Laichgewässer anlegen

Neuanlage besonnter, fischfreier und pflanzenreicher Stillgewässer, häufig als Gewässerkomplex aus mehreren Kleingewässern. Als CEF-Maßnahme müssen die Gewässer im räumlichen Zusammenhang und vor dem Eingriff funktionsfähig sein.

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Landlebensraum entwickeln

Aufwertung des Gewässerumfelds durch Extensivgrünland, Säume, Gewässerrandstreifen, Feldgehölze und Hecken. Diese Strukturen dienen als Sommerlebensraum und als Wanderkorridor zwischen Wasser und Winterquartier.

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Winterquartiere schaffen

Anlage frostsicherer Verstecke aus Totholzhaufen, Lesesteinhaufen und Wurzelstubben in Gewässernähe. Winterquartiere wirken nur in Kombination mit Laichgewässer und Landlebensraum und werden deshalb gemeinsam geplant.

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Gewässer fischfrei halten

Verzicht auf Fischbesatz und, wo nötig, Entnahme vorhandener Fische. Fischbesatz gilt als größte Gefährdung der Larven, weshalb die dauerhafte Fischfreiheit ein zentrales Ziel der Maßnahme ist.

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Schutz und Umsetzung im Bauablauf

Amphibienschutzzäune, Vergrämung und fachgerechter Fang mit Umsetzung in vorbereitete Ersatzhabitate. Wegen des kleinen Aktionsradius der Art ist eine sorgfältige bauzeitliche Betreuung erforderlich.

Häufige Fragen

Alles zum Kammmolch

Der Kammmolch ist als Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie streng geschützt, sodass bei Eingriffen die Zugriffsverbote nach § 44 BNatSchG greifen. Als Art des Anhangs II werden für ihn zusätzlich FFH-Gebiete ausgewiesen. Eingriffe in Laichgewässer oder Landlebensräume lösen daher eine artenschutzrechtliche Prüfung aus, häufig verbunden mit CEF-Maßnahmen und, bei Betroffenheit von FFH-Gebieten, mit FCS-Maßnahmen.
CEF-Maßnahmen sind vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 Abs. 5 BNatSchG. Sie müssen die ökologische Funktion der betroffenen Fortpflanzungs- und Ruhestätten bereits vor dem Eingriff sichern. FCS-Maßnahmen sichern im Rahmen einer Ausnahme nach § 45 Abs. 7 BNatSchG den günstigen Erhaltungszustand der Population. Welcher Typ nötig ist, ergibt sich aus der konkreten Betroffenheit und der Bewertung nach BayKompV.
Ein neues Gewässer muss vor dem Eingriff funktionsfähig und besiedelbar sein. Die Besiedlung braucht Zeit und hängt von Wasserqualität, Fischfreiheit, Vegetation und der Anbindung an bestehende Vorkommen ab. Deshalb planen wir einen ausreichenden zeitlichen Vorlauf und begleiten die Entwicklung durch ein Monitoring, statt auf feste Fristen zu setzen.
Ja. Wir begleiten Kammmolch-Maßnahmen als Full-Service, von der Planung über die Umsetzung der Laichgewässer, Landlebensräume und Winterquartiere bis zum bauzeitlichen Schutz. Dazu gehören das Monitoring der Wirksamkeit, die langfristige Pflege der Flächen und die Dokumentation gegenüber den Naturschutzbehörden.
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