Artenschutz für den Fledermäuse
Chiroptera (Auswahl heimischer Arten)
Alle in Bayern heimischen Fledermausarten sind streng geschützt und über Anhang IV der FFH-Richtlinie europarechtlich gesichert. Bei Eingriffen in Quartiere, Flugrouten und Jagdlebensräume plant und realisiert greeNature die passenden CEF- und FCS-Maßnahmen nach BayKompV, von Ersatzquartieren über Habitatbäume bis zur Sicherung von Winterquartieren.

Der Fledermäuse im Überblick
- Lebensraum: Wochenstuben in Dachböden, Baumhöhlen und Spaltenquartieren, Winterquartiere in Höhlen, Stollen und Kellern, Jagd über Wäldern, Gewässern und Hecken
- Gefährdung: je nach Art gefährdet bis vom Aussterben bedroht (Rote Liste Bayern), Bestände mehrerer Arten rückläufig
- Schutzstatus: alle Arten streng geschützt, Anhang IV FFH-RL, mehrere Arten zusätzlich Anhang II
- Aktivität: dämmerungs- und nachtaktiv, Winterschlaf etwa von Oktober bis März
- Typische Maßnahme: Ersatzquartiere, Habitatbaumsicherung, Erhalt von Leitstrukturen und Winterquartieren
Typische Schutzmaßnahmen für den Fledermäuse
Ersatzquartiere und Fledermauskästen
Vor dem Verlust eines Quartiers bieten wir funktionsgleiche Ersatzquartiere in ausreichender Zahl an, etwa Fledermauskästen an Bäumen und Fassaden oder dauerhaft eingebaute Quartiere an Neubauten. Als vorgezogene Ausgleichsmaßnahme (CEF) nach § 44 BNatSchG ersetzen sie Wochenstuben sowie Sommer- und Zwischenquartiere, bevor der Eingriff erfolgt.
Habitatbäume dauerhaft sichern
Alte Bäume mit Höhlen, Spalten und abstehender Rinde sind essenzielle Fortpflanzungs- und Ruhestätten. Wir nehmen Habitatbaumgruppen dauerhaft aus der Nutzung, entwickeln Alt- und Totholzbestände und lassen so über die Jahre neue natürliche Baumquartiere entstehen.
Winterquartiere sichern
Höhlen, Stollen, Keller und Bunker sind frostfreie Überwinterungsplätze. Wir sichern Zugänge mit fledermausgerechten Einflugöffnungen, verbessern das Innenklima und legen bei Bedarf neue Winterquartiere an, abgestimmt auf die störungsempfindliche Winterschlafzeit von Oktober bis März.
Leitstrukturen und Lichtschutz
Fledermäuse orientieren sich beim Flug an linearen Strukturen. Wir erhalten und ergänzen Hecken, Baumreihen und Ufergehölze als Flugkorridore, mindern die Zerschneidung von Flugrouten durch Querungshilfen und reduzieren künstliches Licht an Quartieren und Leitlinien.
Jagdhabitate aufwerten
Ein insektenreiches Nahrungsangebot sichert die Population. Über extensiv genutztes Grünland, Streuobstbestände, Gewässerrandstreifen und strukturreiche Waldränder werten wir Jagdgebiete auf. Solche Maßnahmen kommen auch als populationsstützende FCS-Maßnahme im Ausnahmeverfahren nach § 45 BNatSchG in Betracht.
Der Fledermäuse in diesen Naturräumen
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Wir planen und realisieren die passende CEF- oder FCS-Maßnahme für den Fledermäuse in Ihrem Projekt.