Artenschutz für den Eisvogel
Alcedo atthis
Der Eisvogel ist als streng geschützte Art eng an naturnahe Gewässer mit Steilufern und klarem Wasser gebunden. Bei Eingriffen an Fließgewässern (etwa Brücken-, Ufer- oder Gewässerausbau) plant und realisiert greeNature solutions die passenden CEF- und FCS-Maßnahmen, von der funktionsfähigen Brutwand über die Renaturierung von Uferabschnitten bis zur vollständigen Behördenabstimmung nach BayKompV.

Der Eisvogel im Überblick
- Lebensraum: Naturnahe, klare Fließ- und Stillgewässer mit Kleinfischbestand, Steilufern und Ansitzwarten
- Rote Liste: in Bayern gefährdet (RL 3), in Deutschland ungefährdet
- Bestand Bayern: etwa 1.600 bis 2.200 Brutpaare, Trend stabil
- Schutzstatus: streng geschützt nach § 44 BNatSchG, Anhang I EU-Vogelschutzrichtlinie
- Typische Maßnahme: Anlage von Steilwänden und Brutröhren, Renaturierung von Uferabschnitten
Typische Schutzmaßnahmen für den Eisvogel
Steilwände und Brutröhren anlegen
Anlage naturnaher Steilwände an Prallhängen oder Errichtung künstlicher Brutwände mit vorgeformten Brutröhren. Die Wände liegen ausreichend hoch über dem Mittelwasser, bestehen aus grabbarem, lehmig-sandigem Substrat und werden dauerhaft frei von störendem Bewuchs gehalten.
Uferverbauung zurückbauen
Rückbau von Uferbefestigungen und Zulassen eigendynamischer Erosion, damit natürliche Abbruchkanten und Steilufer neu entstehen können. So werden geeignete Bruthabitate im Gewässerverlauf langfristig gesichert.
Nahrungshabitat aufwerten
Entwicklung klarer, kleinfischreicher Gewässerabschnitte durch Verbesserung von Gewässerstruktur und Wasserqualität. Ein ausreichendes Nahrungsangebot ist Voraussetzung dafür, dass die neu geschaffenen Bruthabitate ihre Funktion erfüllen.
Ufergehölze und Ansitzwarten
Pflanzung und Erhalt standortgerechter Ufergehölze sowie überhängender Äste als Deckung und Jagdansitz. Bei Bedarf ergänzen fest verankerte Sitzstangen das Angebot an Ansitzwarten am Gewässer.
Bauzeiten und Brutplatzschutz
Abstimmung der Bauzeiten auf die Brutperiode von etwa März bis September, um Störungen an besetzten Steilwänden zu vermeiden. CEF-Maßnahmen werden so terminiert, dass sie vor dem Eingriff funktionsfähig sind und die kontinuierliche ökologische Funktion der Fortpflanzungsstätte gewahrt bleibt.
Der Eisvogel in diesen Naturräumen
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